Dienstag, 21. Mai 2013

Orangenkuchen


Heute gibts einen der schnellsten Kuchen, die man so machen kann. Gefunden habe ich ihn bei Anke. Ich habe die Menge der Zesten reduziert und den Guß weggelassen. (Ich bin kein Guß-Fan.)

Ein Kuchen, der sich auch gut in jeder Brotzeitbox macht. :-)



Orangenkuchen
Kastenform

  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 große Bio-Orange
Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform einfetten.

Butter mit Zucker schaumig rühren. Nach und nach 4 Eier unterrühren. Mehl mit Backpulver und Salz mischen und unter die Masse geben.


Von der Bio-Orange die Schale abreiben und den Saft auspressen, beides unter den Kuchenteig geben.

Den Teig in die Form geben und für ca. eine Stunde in den Ofen schieben.

Dienstag, 14. Mai 2013

Fiorentina mit Zwiebeln und grünen Bohnen


Wenn ich ein echtes, italienisches Fiorentina vom Chianina bekomme, dann schlage ich gerne zu.


Einen Grill haben wir nicht, aber unsere Grillpfanne von Bialetti ist sehr gut und nimmt so ein Fiorentina gerade noch so auf, bei der Fleischgröße.

Fiorentina fertig  

Diesmal habe ich das Steak gebraten, dazu breite grüne Bohnen gekocht und alles mit drei in Ringe geschnittene und in Butter langsam gebratenen Zwiebeln serviert.

Sonntag, 12. Mai 2013

This is how I work - so als Kochbloggerin


Die Nicht-Koch-Blogger sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist. Ich bewundere sie, die ohne Zutaten aus dem Nichts, ihren Senf zu vielem geben. Meine Welt ist durch sie größer, sie ist bunter geworden. Sie ist vielschichtiger, sie hat mehr Ecken gewonnen, in die ich früher nicht hineingeschaut hätte. Ich mag diese Internetecken sehr und lese inzwischen mehr "normale" Blogs als Kochblogs. Die Diskussionsfreude und Akzeptanz untereinander bei gleichzeitig sehr unterschiedlichen Meinungen ist weitaus größer als bei uns Kochbloggern.

Dort macht eine Fragen-Liste die Runde, die ich mit großem Interesse verfolge und sehr interessiert auf die verschiedenen Blogger-Typen schaue. Daß Isabella, die über die Fußballecke in meine Internet-Welt stieß, mich bat, mein Antworten zu geben, hat mich sehr gefreut, auch wenn ich die Titulierungen, die sie mir immer mal wieder gibt (Twitter und Blog), nicht immer annehmen kann. :-)

 This is how I work

Bloggerinnen-Typ
Irgendwas mit Kochen und Essen und Reisen, vermischt mit Ausbrüchen ggü allem und jedem. 

Gerätschaft digital
iphone 5, Dell Latitude E5510 mit Windows 7, Canon EOS 30D (fürs Kochen), Canon EOS 7D (fürs Reisen) und manchmal das berufliche MacBookPro. 

Gerätschaft analog
Ein Taschenbegleiter, Montblanc-Füller, Bleistift, alles eigentlich immer in der Handtasche. Ich bin trotz der ganzen digitalen Gerätschaften jemand, der sehr gern und - laut Umgebung - auch ganz ansehnlich schreibt. 

Arbeitsweise
Kurz vor Knapp. Runterschreiben. Nicht noch mal durchlesen. Veröffentlichen. Punkt.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwalten?
Grundlage der zwei Blogs ist Blogger von Google. Ich war ja so naiv, als ich vor fünf Jahren das Blog aufgesetzt habe. Das erstbeste Tool habe ich genommen. Und bin bis heute mehr oder weniger glücklich damit. Wordpress probiere ich gerade ein bißchen aus. Über ein Blog auf einem selbstgehosteten Server denke ich nach.
Bevor ich alles in Blogger setze und editiere, schreibe ich die Texte und Rezepte in ein .txt File, das ich abspeichere, um noch eine weitere Sicherung meiner Artikel zu haben. (Und ich sichere wiederum inzwischen regelmäßig meine Festplatte.)
Für die Verwaltung von Bookmarks nutze ich Evernote (ICH LIEBE EVERNOTE). Ich habe relativ wenig Bookmarks, zu viel Bookmarks erschlagen mich.

Wo sammelst Du Deine Blogideen?
Es gibt einfach einen Datei-Ordner "Moegliche Posts" - darunter finden sich dann wieder Ordner mit Fotos der gekochten Gerichte. Wenn ich Glück habe, erinnere ich mich daran, welches Rezept zugrunde lag, wenn ich mich irgendwann dazu entschließe, einen Artikel daraus zu machen. Alles halbe Jahr miste ich aus.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Zeitspar-Trick? Irgendwie verstehe ich die Frage nicht. Ich bin einmal am Tag im Internet, ungefähr 16 Stunden lang.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Mein Hirn ist tatsächlich unglaublich gut im Sammeln, Organisieren, Optimieren und Abarbeiten von To-Dos. Da geht selten was daneben. Das führt aber auch dazu, daß ich immer wieder To-Do-Listen, -Apps und was weiß ich für Tools analog und digital ausprobiert habe, dann aber viel zu faul war, diese zu füttern, weil ich das ganze doch ganz gut beherrsche. Wird es aber mal wieder beruflich zu viel, alle Kunden wollen gleichzeitig was von mir, ich bin übermüdet und gestreßt, nutze ich Remember the Milk - zur eigenen Beruhigung (auch wenn ich nicht unbedingt wieder reinschaue, aber durch die Nutzung ist wieder Ordnung im Kopf). Das ist das einzige Tool, das ich schnell bedienen kann, auf allen Systemen verfügbar ist und das ich neben meinem Hirn akzeptiere. Empfehlung.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?
Das Telefon wäre nicht so wichtig, aber ohne Wishphone? Nee, mag ich mir nicht mehr vorstellen. Und ich mag als Kochblogger meine KitchenAid und den Geschirrspüler schon sehr gern.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Man sagt - organisieren, einen Weg finden.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Nichts. Eher der Fernseher, Dokus auf Arte, 3sat, Phoenix oder amerikanische Serien. Das war schon während des Studiums so. Beim Lernen auf die Diplom-Prüfungen lief eigentlich immer der Fernseher im Hintergrund. Ich kann mich so besser konzentrieren. Versteht zwar keiner, aber der Erfolg gab und gibt mir recht. (Und ich bekomme auch noch verhältnismäßig viel mit. Ich habe den Mörder bei Krimis nie gesehen, aber ich habe ihn immer gehört und erkenne die Folgen auch wieder.) Wenn es mal wirklich nichts in der Mediatheken oder Onlinerecordern gibt, dann läuft Solo Piano Radio oder das Requiem von Verdi (das aber dann sehr laut und ich singe den Sopran mit).

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?
Beides.
Mein liebster Rhythmus (in den ich wie selbstverständlich reinfalle, wenn es die Möglichkeit gibt): Morgens um 6 aufstehen, arbeiten bis Mittag, Mittagessen, langer Mittagsschlaf, arbeiten ab 18 Uhr bis spät in die Nacht. Ist aber nicht immer mit meinen Kunden zu vereinbaren. :-) Deshalb meist etwas gemäßigter.
Die Stattkantine blogge ich morgens gleich nach dem Foto machen, da ist ein Blogpost in fünf Minuten erledigt. Für die Cucina Casalinga blogge ich IMMER abends auf der Couch.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Erst intro- dann extro. Ich schaue mir mal alles an. Höre zu. Werde unterschätzt, dann drehe ich auf. Überrasche, überrumple. Paßt scho. :-)

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Vielleicht mögen Petra (schon hier erledigt), Helmi und Giardino - Menschen aus den verschiedenen Ecken meines Internets? Ansonsten wie immer, wer mag.

Der beste Rat, den du je bekommen hast?
Übernimm Dich nicht immer.

Noch irgendwas Wichtiges?
Hört auf den Bauch - nicht nur beim Essen.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Toastbrot nach Jeffrey Hamelman


Wir essen zum Frühstück gerne Toastbrot - der Mann mit selbstgemachter Marmelade, ich mit Akazienhonig. Ein selbstgebackenes Toastbrot habe ich schon ausprobiert, ein zweites folgte jetzt. Gefunden habe ich es auf dem Plötzblog. Uns schmeckt dieses besser, denn es ist neutraler, leichter - so wie eben ein Toastbrot eben sein muß.
(Und wie versprochen - ab jetzt alle Brote mit Zeitplan.)



Toastbrot nach Jeffrey Hamelman
  • 215 g Weizenmehl 1050
  • 220 g Weizenmehl 550
  • 285 g Wasser
  • 4 g Zucker
  • 9 g Butter
  • 3 g Gerstenmalz (flüssig) - bei mir pulvrig
  • 9 g Salz
  • 7 g Frischhefe
Alle Zutaten fünf Minuten auf erster und 15 Minuten auf zweiter Stufe kneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst und eine glatte Oberfläche hat. Hat bei mir ohne Probleme geklappt.
Abdecken und zwei Stunden bei 24°C gehen lassen - nach einer Stunde einmal falten.

Dann den Teig auf ein Backbrett geben, in vier gleich große Stücke teilen und diese quer nebeneinander in eine Kastenform legen.
Abgedeckt nochmals 1,5 Stunden gehen lassen. Ofen auf 250°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Kastenform in den Ofen schieben, nach 15 Minuten die Hitze auf 200°C reduzieren und in weiteren 25 Minuten fertig backen. 

Montag, 6. Mai 2013

Wieviel Zauber wohnt dem Kochzauber inne?


Kürzlich hatten der Herr der Cucina und ich uns noch darüber unterhalten, für wen denn diese inzwischen mannigfaltig aus dem Boden sprießenden Angebote von diversen "vorgefertigten" Einkaufsboxen sind, die mit Überraschungsinhalt ganze Familien ernähren können.
Einerseits finde ich die Idee ganz pfiffig - es gab sogar Zeiten in meinem Leben (60-80 Stunden Wochen in der Arbeit bei uns beiden, Geschäfte nur bis 18 Uhr geöffnet, kein geregeltes Mittagessen in Kantinen), da hätte ich sicher die Möglichkeit sofort ausprobiert. Aber heutzutage, in der Nähe vieler guter Einkaufsmöglichkeiten und einer sehr flexiblen Arbeitswoche finden sich so gut wie immer Gelegenheit, gutes einzukaufen. Damals gingen wir einfach sehr oft essen - am Abend und auch am Wochenende. 

Jetzt schneite die freundliche Anfrage einer PR-Agentur herein, ob wir denn nicht mal die Kochzauber-Box ausprobieren wollten. Wir probierten. 


Per persönlichem Kurier an die Haustür kommt am Mittwochabend zwischen 17 und 21 Uhr die Box ins Haus - klappte bei uns wunderbar, um 19 Uhr hielten wir die Box in den Händen. 


Alle Sachen war sehr gut verstaut, nichts war geknautscht. Mit Kühlakkus und Kühltasche waren die empfindlichen Waren verpackt, alles war wohlgekühlt.
Ihr seht hier den Inhalt unserer Box - für 4-5 Personen und drei Mahlzeiten. Den Lebensmitteln lagen außerdem die Rezeptkarten, ausführlich beschrieben, mit Zeit und Mengenangaben bei:
  • Vegetarische Quiche mit Porree, Champignons und Cocktailtomaten
  • Gebratenes Zanderfilet mit cremigen Kohlrabigemüse und gebackenen Kartoffelspalten
  • Herzhafte Pitataschen gefüllt mit mediterranem Bratwurstragout auf knackigem Salat

Was bei unserer Box positiv auffiel:
  • Unerwartet hoher Anteil an Bio-Produkten (Sahne, Käse, Eier ...)
  • Gewürze/-mischungen lagen ebenfalls bei, so daß auch nicht gut ausgestattete Haushalte problemlos sofort kochen können. Auch Mehl war in der Box enthalten.
  • Die Gewürzmischungen enthielten genaue Bestandteilangaben. Das freut die Allergikerin.
  • Die Lebensmittel haben einen sorgfältigen Umgang erfahren. Nichts war angeeckt, geknautscht.
  • Herkunft/Erzeuger/Lieferant von Fisch und Fleisch waren aufgedruckt.
  • Die Rezeptkarten sind übersichtlich, die Rezepte lassen sich nachvollziehen.
  • Die Portionen sind in Ordnung. 
  • Gute Verpackung
  • Pünktliche Lieferung
Was uns nicht so gefiel:
  • Beim Gemüse hätte ich mir eine Herkunftsangabe gewünscht.
  • Die Kohlrabi hatten Kindskopfgröße, das ist mir viel zu groß - diese würde ich so im Laden nicht kaufen. (Sie waren dann auch holzig.)
  • Die Champignons waren nicht mehr taufrisch.  
Zu den Rezepten kann ich nicht so viel sagen - dafür koche ich (vor allem unter der Woche) zu spontan. Da war noch ein Spargel da, also gabs den Zander zum Spargel. Die Würstel gabs zu selbstgebackenem Brot und so weiter. Das hätte ich sicher zu früheren Zeiten auch so gemacht. Aber eine gute Informationen war es selbst für mich als Vielkocher.

Langer Rede, kurzer Sinn:
Eine gelungene Box von sehr guter Qualität, die ich unter anderen Lebensumständen bestellen würde. 
(Man kann mich also auch überzeugen, im Gegensatz zu hier.)

Anmerkung: Diese Box von Kochzauber wurde mir über die betreuende PR-Agentur kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich wurde für diesen Blogpost weder bezahlt, noch hat die Agentur Einfluß auf die Bewertung genommen. Wie in meinem Impressum hinterlegt, hätte ich auch nicht darüber schreiben müssen.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Brioche


Es gibt ja Rezepte, die wechsel' ich nicht. Der Hefezopf gehört zum Standard-Repertoire seit Jahren und wird fast wöchentlich gebacken. Aber zwischendurch packt mich dann doch mal die Risikofreude ... und dann greife ich zu erprobten Kochbüchern, geschätzten Köchen oder Bloggern. Dieses Mal: Erprobter Koch - Lafer, neues Kochbuch - Der Große Lafer Backen.

Langer Rede, kurzer Sinn: Die Brioche von ihm sind sehr fein, sehr gut, aber trotz des höheren Butteranteils schlagen sie nicht die Ausgeglichenheit und den Gesamtgeschmack "meines" Hefezopfs für den Alltag.

Wer buttrige Brioche will, für die sind sie genau richtig. (Ich bleib dann mal beim Hefezopf.)

Und da ich das erste Mal etwas aus diesem Kochbuch backe, nimmt des Rezept gleich noch an Foodfreaks immerwährenden Kochevent "DKduW" (Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen) teil.


Brioche
8 Stück oder Brioche-Kastenform (schmal) mit 30 cm
  • 150 g Butter
  • 3 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 125 ml Milch
  • 21 g frische Hefe
  • 500 g Mehl 405er
  • Butter zum Fetten der Form(en)
  • 1 Eigelb und 2 EL Milch zum Bestreichen
Butter schmelzen. Eier mit dem Schneebesen verrühren und die Butter nach und nach unterrühren. Zucker und Salz zugeben.
Mehl in einem kleinen Topf erwärmen. Die Hefe in die laufwarme Milch geben und unter Rühren auflösen. Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben und die Eier-Butter-Mischung zugeben, ebenso die Hefemilch. Alles gut 5 Minuten auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig verkneten. Abdecken und an einem warmen Ort etwa 45 Minuten gehen lassen.

Form(en) einfetten. Hefeteig kräftig durchkneten. In 8 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. In die Form nebeneinander oder in die kleinen Förmchen einzeln verteilen. Weitere 30 Minuten gehen lassen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Das Eigelb mit der Milch verquirlen und die Brioche damit bestreichen.

Auf der unteresten Schiene ca. 30 - 40 Minuten goldbraun backen. 


Dienstag, 30. April 2013

Ciambella


Ich bin eigentlich gar kein Dessert-Freund, aber was kleines Süßes nach einem tollen Menü habe ich schon gern. Oft "rette" ich mich im Restaurant Richtung Süßwein. Ein Glas Moscato d'Asti oder ein Rosenmuskateller sind für mich ein wunderbarer Abschluß.
In Italien gibt es dazu auch mal ein kleines Stück "trockenen" Kuchen dazu. Ich mag das sehr gern. Wenn man mag, darf man tunken. Erst jetzt habe ich einem meiner Lieblingskochbücher "Die klassische italienische Küche" von Marcella Hazan das Rezept für Ciambella entdeckt.
Einfach aber so fein. Richtig gut zum Süßwein oder auch ein Stückchen zum Cappuccino am frühen Nachmittag. (Frau Hazzan empfiehlt die Aufbewahrung in einer Blechdose oder eingewickelt in Alufolie, sowie den Verzehr am zweiten Tag. Am ersten Tag :-) hat der Kuchen aber schon toll geschmeckt. )

Ciambella
  • 115 g geschmolzene Butter
  • 450 g Mehl
  • 170 g Zucker
  • 3 1/2 TL Backpulver
  • Abgeriebene Schale einer unbehandelten, großen Zitrone
  • 4 EL lauwarme Milch
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
Backofen auf 190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Alle Zutaten bis auf das eine Eigelb vermischen und zu einem homogenen Teig verkneten (3 - 4 Minuten). Auf ein Backbrett geben und zu einer langen, ca. 5 cm dicken Rolle formen, zu einem Ring biegen/schließen und auf das Backblech legen. Mit dem verklepperten Eigelb bestreichen, mehrfach flach einschneiden.

Auf der obersten Schiene im Backofen 35 Minuten backen. 


Sonntag, 28. April 2013

I - Sizilien - Rund um den Ätna


An einem Tag ging es während unserer Sizilien-Woche rund um den Ätna. Gestartet sind wir von Taormina aus und fuhren im Uhrzeigersinn um den Vulkan. Der Vulkan an sich zog uns nicht, nach Vesuv und dem Piton de la Fournaise mußte nicht gleich die nächste Bezwingung her.


Also gings gemütlich mit ganz vielen Einkaufsstops innerhalb eines Tages rundrum. Über Zafferano Etna (Honig und Amaro), Adrano (Olivenöl - ganz frisch gepresst), Bronte (Pistazien) wieder zurück nach Taormina.
Alle Einheimischen waren sehr freundlich, ließen uns viel probieren und erzählten Geschichten. Morgens um 9 hatte ich in Zafferano Etna bestimmt schon 8 Sorten Honig probiert, der Pistazien-Händler erzählte ohne Unterlaß und in rasendem Italienisch alles über seine Ernte und war sehr glücklich als ich ihm Anfragen aus München, die er per Mail und auf Deutsch bekommen hatte, übersetzte. In der Oleificio probierten mehrere Sorten Öl, konnten uns in der Garage die passende Dose für die Erstabfüllung aussuchen und machten auch gleich noch aus, wie wir von Deutschland aus bestellen können. Für das Öl zahlten wir nichts. 

Ein fahrender Händler (diese Auswahl an heimischen Produkten im November)


Als Städtchen hat uns Adrano sehr gefallen. Lebhaft mit alten Kirchen und einem Normannenschloß mitten im Ort.

Hauptkirche Adrano

Piazza Umberto, Adrano

 Normannenschloß, Adrano



Schräg gegenüber des Normannenschloßes gibt es das Cafe Europa, in dem wir unseren Aperitiv in der Sonne genossen. Der Herr der Cucina "opferte" sich wieder für den Süßkram. :-)

Cafe' Europa
Piazza Umberto, 3
95031 Adrano (CT)
Telefon (0039) 095 760 2621

Mittwoch, 24. April 2013

Knöcherlsülze


Als ich verschiedenen Leute von Blog-Event Schweinefüße erzählt habe, gab es nur zwei Reaktionen: "Toll! Was machst Du?" oder gerümpfte Nasen. :-) Ich selbst habe Schweinefüße noch nie selbst zubereitet, aber gegessen habe ich sie schon öfters: Bei meiner Mama war schon mal bei der Sülzenherstellung ein Schweinefuß dabei, in Italien gehört Zampone (gefüllter Schweinsfuß) zur Küche der Emilia Romagna und Batsoa (gebackene Schweinsfüße) zur piemonteser Küche. Gebackene Schweinsfüße findet man auch hier in München in den traditionellen bayrischen Gasthäusern.
Da die Temperaturen aber doch (widererwartend) angestiegen sind, habe ich mich für ein traditionelles bayerisches Gericht, die Knöcherlsulz, entschieden.

Vielen Dank, Petra, für das außergewöhnliche Event, das mir wieder mal Spaß gemacht hat.


Knöcherlsulz
  • 1 kg Schweinefüße, also Knöcherl, in Stücke gesägt
  • 2 EL Salz
  • 30 ml Essig
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • Pfeffer
  • 1 rote Zwiebel
  • Muskatnuss (2 - 3 mal auf der Reibe)
Alle Zutaten mit zwei Liter Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und drei Stunden sieden lassen. Abseihen und Flüssigkeit erkalten lassen, am besten über Nacht. Knöcherl ebenfalls in einer Schüssel beseite stellen.


Die gelierte Brühe gut entfetten und langsam wieder erwärmen. Währenddessen die Haut- und Fleischteile von den Füßen entfernen und nicht zu fein hacken. Auf vier Teller verteilen, mit Ei, Tomate, Gurke oder Kräutern dekorieren und mit der erwärmten Brühe begießen. Kühl stellen, bis die Brühe wieder fest ist.

Natürlich kann mit der Brühe auch anderes gekochtes Fleisch bedeckt werden. Aber beachten: Die Knöcherlbrühe ist sehr kräftig und "schweinig" im Geschmack, es sollte schon Rind oder Schwein als Einlage sein.

Donnerstag, 18. April 2013

Goldknödel


Als ich bei Hefe und mehr von diesem Kuchen laß, fand ich die Idee der Knödel, die man beim Essen aus dem Kuchen bricht, einfach nett. Außerdem mögen wir ja Hefeteig sehr und die Allergie-Hürde "Nüsse" konnte einfach durch den Einsatz von gemahlenem Mohn umschifft werden.
Heraus kam ein wunderbar lockerer Hefekuchen, der uns beiden sehr geschmeckt hat. Wiederholung garantiert. (Bei der Hefeteigherstellung habe ich auf meine jahrelange Zubereitungsart zurückgegriffen.)


Goldknödel
  • 500 g Mehl Type 550
  • 250 g Milch
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 100 g Butter
  • 5 g Salz
  • 50 g Zucker
  • 10 g Hefe

Zum Wälzen
  • 80 g gemahlener Mohn (im Original Haselnuss oder Walnuss, gerieben)
  • 50 g Zucker
  • 75 g Butter, geschmolzen

Mehl in die Rührschüssel geben.
Milch leicht erwärmen, mit der Hefe und dem Zucker mischen. Ei und Eigelb unterrühren. Butter erwärmen. Mehl, Butter und Hefe-Milch zu einem Teig verarbeiten, 5 min auf kleinster Stufe, 5 min auf zweiter Stufe kneten. Den Teig eine Stunde gehen lassen.

Die Gugelhupfform ausfetten.

Nüsse/Mohn mit Zucker mischen. Geschmolzene Butter bereitstellen. Den Teig in Stücke von 40g teilen und zu Kugeln formen. In der geschmolzenen Butter wenden, dann in der Nuss/Mohn-Zucker-Mischung wälzen und dann locker in die Gugelhupfform legen.

Eine weitere Stunde gehen lassen. Den Backofen auf 175°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 50 Minuten backen.