Donnerstag, 12. November 2009

Suppe aus geröstetem Blumenkohl


Zur Zeit wird wieder "einfach" in der Cucina gekocht, denn die Zeit ist abends im Moment etwas knapp. Das wird aber ab nächster Woche wieder besser.
Und so gab es nur eine sehr puristische aber auch sehr gute Blumenkohlsuppe, die ich aber das erste Mal, nachdem ich immer wieder in amerikanischen Blogs von Roasted Cauliflower Soups gelesen hatte, mit angerösteten Röschen gemacht habe.
Sehr fein! Sehr empfehlenswert! Die Blumenkohlsuppe wird dadurch intensiver und - wie der Bayer sagt - gschmackiger. (Beim nächsten Mal würde ich noch etwas Knoblauch mitrösten.)


Suppe aus geröstetem Blumenkohl
2 Portionen Hauptspeise, 4 Portionen Vorspeise

  • 1 Blumenkohl
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
  • 250 ml Sahne, Milch, Sahne zum Kochen - Mischung je nach Kalorienbedarf

Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.


Blumenkohl in Röschen teilen, waschen und auf einem mit Alufolie ausgelegtem Backblech verteilen. Olivenöl gleichmäßig darübergießen.


Für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben - mittlere Schiene, bis die Spitzen gut gebräunt sind. Herausnehmen und in einen Topf geben, mit heißem Wasser aufgießen, kurz zum Kochen bringen, zurückdrehen und gar kochen. Soviel Wasser abgießen, daß nur noch ca. 50% des Blumenkohls unter Wasser sind. Pürieren, mit Sahne/Milch zur gewünschten Konsistenz aufgießen und mit Gewürzen abschmecken.

Ggf. mit etwas kurz angebratenem Speck servieren.

Vor einem Jahr in der Cucina: Crostini oder Brotaufstriche

Mittwoch, 11. November 2009

Essen in Augsburg III


Reifenwechsel, Friseur und dann natürlich Mittagessen bei den Eltern in Augsburg:

Geschnetzelte Kalbsleber mit viel roten Zwiebeln und Reis

Vor einem Jahr in der Cucina: Dicke Grissini

Dienstag, 10. November 2009

Kleine, mit Brie gefüllte Champignons


Und einmal mehr ein kleines Abendessen für den Herrn der Cucina, während ich wieder meiner Suppenleidenschaft nachging. Er mußte als Versuchskaninchen für dieses Rezept herhalten, daß ich mal wieder bei Pioneer Woman gefunden habe. Ein bißchen hab ichs abgewandelt.
Eine schnelle, einfache, schmackhafte Vorspeise oder ein kleines Abendessen oder ein Snack zum Wein - der Herr der Cucina hat alles 'verputzt', ihm hats geschmeckt.
Das ist auch mein Beitrag zum November-Event "Cucina rapida".


Kleine, mit Brie gefüllte Champignons
1 Portion als kleines Abendessen, 2 Vorspeisen-Portionen

  • 150 g Champignons
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • Pfeffer
  • 4 dünne Scheiben Pancetta
  • 1 Schalotte fein gehackt
  • 80 g Brie
  • 1 EL Butter


Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.


Champignons putzen und die Stiele vorsichtig entfernen. Champignonstiele, Knoblauchzehe, Petersilie, Schalotte und den Pancetta klein schneiden.

Butter in einer Pfanne erhitzen, die Champignonköpfe darin rundherum goldgelb anbraten. Heraus nehmen und beiseite stellen. Die kleingeschnittenen anderen Zutaten (bis auf den Brie) im Fett sanft anschwitzen.



Champignonköpfe in eine Auflaufform legen, mit kleinen Stücken des Bries füllen, pfeffern und
die Kräuter-Pilz-Pancetta-Mischung darauf verteilen.

Im Ofen ca. 8 Minuten auf der zweiten Schiene von unten backen, bis der Käse leicht gebräunt
ist. Sofort z.B. mit frischem Baguette servieren.



Vor einem Jahr in der Cucina: Springerle

Montag, 9. November 2009

Parmaschinken-Filo-Röllchen


Am Wochenende wurde nicht viel gekocht, wir waren auswärts essen, denn das mögliche neue Auto-Modell für mich mußte ausgiebig Probe gefahren und auf Herz und Nieren getestet werden.
So gab es - nach einem Auswärts-Mittagessen im Dachauer Land - gestern abend nach der Rückgabe des Wagens ein Gläschen Südtiroler Cabernet-Merlot aus der Kellerei Kaltern und dazu einen schnellen Snack, der sich ganz prima als Knabberei, Antipasti oder Mini-Abendessen eignet. Das Rezept/Idee habe ich irgendwo in letzter Zeit in einem Kochbuch gelesen - sobald mir wieder einfällt, wo das war, ergänze ich es hier.

(Sollte übrigens jemand an einem Golf V - Ausstattung Comfortline, Schwarz-metallic Perleffekt, autom. Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Sitzheizung, Lederlenkrad, 8-fach bereift und 8-fach Alufelgen, 3 Türen, 3 3/4 Jahre alt, 80 PS, 68.000 km, scheckheft-gepflegt und unfallfrei, Nichtraucher, keine Hunde, keine Katzen und ohne Makel - Interesse haben: Er ist ab sofort "in gute Hände" abzugeben. Preis und Fotos gibts gerne per Mail. Bei Abholung
gibts auch ein Stück Kuchen :-) dazu.)



Parmaschinken-Filo-Röllchen
Snack für 2 Personen

  • 6 Filo-Teig-Blätter
  • 12 dünne Scheiben Parmaschinken
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 EL Senf

Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Aus den Blätter 12 Quadrate schneiden. Olivenöl und Senf miteinander verrühren und die Quadrate dünn bestreichen. Jeweils einen Parmaschinken-Scheiben auflegen und zusammenrollen.


Alle Röllchen im Ofen ca. 5 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Etwas abkühlen lassen und warm servieren.

Vor einem Jahr in der Cucina: Neue Farbe I

Sonntag, 8. November 2009

F - La Réunion - Allgemeines


Ihr wolltet es so! ;-)
Jetzt gibts ein paar Wochenenden lang Reiseberichte von 'La Réunion'. Aber, da der Urlaub im April 2008 und somit vor meiner Blog-Phase stattfand, gibt es mehr Landschafts- und Blumenbilder als Hotel- und Restaurantbilder, die Ihr sonst von mir gewohnt seid. Laßt Euch überraschen, ich hoffe, Ihr habt Spaß dabei. Los gehts.

Küste bei Saint Leu im Westen der Insel

Wie schon mal berichtet, wohnt der Vater des Herrn der Cucina auf Réunion. Er wollte, als er in Rente ging, das kalte Deutschland verlassen und suchte einen warmen Flecken. Schließlich ist er auf Réunion gelandet. Im Indischen Ozean gelegen ist diese Insel ein französisches Überseedepartement und das somit südlichste europäische Gebiet.

Landgut der Familie Desbassayns in Saint Gilles les Hautes

Fahrt durch Zuckerrohr-Felder

Als der Herr der Cucina Anstalten machte, Richtung Süden fliegen zu wollen, war ich nicht unbedingt begeistert. Massive Flugängste machten mir schon schwer zu schaffen. Aber steter Tropfen höhlte schließlich den Stein und ich war mit dabei.

Wir suchten uns April als beste Reisezeit aus, dann herrscht Herbst auf der Insel, die Wirbelsturm- oder Zyklonsaison ist zu Ende und die Temperaturen bewegen sich in den Zwanzigern. Schwüle herrscht das ganze Jahr auf der Insel, dem konnten wir nicht entfliehen. Aber um es gleich vorweg zu nehmen - wir haben den seit Jahren heißesten Herbst erwischt. Nachts hatten wir minimal 29 Grad, tagsüber immer mittendrin in den Dreißigern und das bei der Luftfeuchtigkeit. Das ist ganz klar nicht mein Klima. Die Wanderungen haben wir eingeschränkt und viel mehr per Auto (mit Klimaanlage) besichtigt als wir vor hatten.

Und noch eine Unwegbarkeit beeinflußte den Urlaub: Das Chikungunya-Fieber. Damals kam es zu epidemieartigen Häufen dieses Fiebers.(Inzwischen ist es etwas gesunken.) Chikungunya ist eine Viruserkrankung, die durch Stechmücken übertragen werden kann. Die Krankheit macht sich durch Fieber, Ausschläge und massive Muskel- und Gelenkschmerzen bemerkbar, die Inkubationszeit beträgt normalerweise 2 bis 4 Tage, Todesfälle sind selten, aber man ist knapp zwei Wochen ernsthaft erkrankt. Und damit wollten wir unseren Urlaub nicht verbringen, einen Impfschutz gibt es nämlich nicht.
Um sich zu schützen, empfiehlt sich chemischer Mückenschutz (aber nicht der normale Deutsche) und langärmlige und -hosige Bekleidung.
Und das in Verbindung mit der Wärme -> :-((


Aber nun genug der Meckerei, nach 11 Stunden Flug ab Paris waren wir da und landeten auf dem Flughafen "Roland Garros". Ein kleiner Terminal, der fast überläuft, wenn die großen Boeings aus Paris landen oder abfliegen. Vor dem Terminal steht eine riesige Mietwagenflotte bereit, alle Autos in Weiß, wie auch so gut wie alle anderen Autos auf der Insel.

Wir haben beim Vater des Herrn der Cucina in Saint Pierre im Süden der Insel unser Hauptquartier bezogen und von dort aus Tagesausflüge aber auch einzelne 3 - 4 Tage Aufenthalte an anderen Orten gestartet.

Tamilen-Altar in Saint Gilles les Hautes

Christlicher und muslimischer Friedhof
direkt nebeneinander in Saint Pierre

Wenn man das erste Mal auf der Insel ist, fällt einem vor allem die unglaubliche Vielfalt der Religionen auf. Überall gibt es Tempel, Moscheen, Kirchen ... die vorherrschenden Volksgruppen (Inder, Chinesen, Franzosen, Kreolen) haben es geprägt. Man findet tatsächlich jede mögliche Schattierung einer Hautfarbe, von weiß bis schwarz, mit allen möglichen Beimischungen. Die meisten Bewohner der Insel glauben an mehrere Götter bzw. Religionen.

Und was mir immer wieder äußerst positiv aufgefallen - es ist kein Rassismus spürbar. Vielleicht gibt es ihn, aber ich habe keinen einzigen direkt oder indirekt bemerkt. Schön!

Über alles andere - wie Vulkane, Blumen, Obst und Gemüse, Städte und von unseren kleinen
Entdeckungen schreibe ich die nächsten Male.

Vor einem Jahr in der Cucina: food-o-grafie #1 - meine Kamera