Sonntag, 22. Mai 2016

New York am 21.04.16 - Met, Pastrami und die Lexington


Die Gegend, in der wir in New York übernachteten, war an diesem und am folgenden Tag geprägt durch die Weltklimakonferenz der UNO. Straßen waren mit Betonklötzen blockiert, 10 Blocks weit Parkverbot, in der Einfahrt der hauseigenen Tiefgarage standen zwei Polizeiautos. An jeder Ecke Polizisten, Secret Service (warum haben die das groß auf ihren Westen stehen?), Counterterrorism (Terrorbekämpfung). Immer wieder wurden Straßenzüge für Durchfahrten schwarzer Limousinenkolonnen für kurze Zeit gesperrt. 


2016 04 21 004 UN abgesperrt CuCa

Wir konnten aber relativ unbehelligt die Gegend verlassen, mußten nur ein wenig weiter zum Bus laufen. Wir fuhren die 1st Avenue entlang und nahmen dann an der 79th Street den Bus nach Westen bis zur 5th Avenue. 


2016 04 21 008 Met Museum Pano CuCa
Panorama (für Vergrößerung bitte anklicken)

2016 04 21 007 Met Museum CuCa

So kommt man direkt zum Metropolitan Museum. Dieses Museum hatten wir 2011 (Bericht) insgesamt dreimal besucht. Heute wollten wir die Mode und Kostüm-Abteilung besichtigen.

Bei unserem diesjährigen Besuch hatten wir etwas Pech. Die Modeabteilung war geschlossen wegen einer Sonderausstellung, die am 3. Mai startete. (Jaaa, wir hätten uns erkundigen sollen.) Im Bereich der Modernen und Gegenwartskunst, den wir statt dessen besichtigten, waren ganze Bereiche nicht zugänglich (Personalmangel?) und die Sonderausstellung von Alex Katz, einen Maler, dessen Bilder wir beide gerne sehen, bestand nur aus sieben Werken. 

2016 04 21 049 Met Museum CuCa
Blick aus der ägyptischen Sammlung in den Central Park

So bummelten wir ein bißchen durch die europäische Gemäldesammlung des 20. Jahrhunderts und die alten Ägypter. 

2016 04 21 011 Met Museum Pano CuCa
Panorama (für Vergrößerung bitte anklicken)

Außerdem fuhren wir auf die Dachterrasse, die einen wunderbaren Blick über den Central Park und die Skyline von Midtown liefert. Auch hier steht Kunst, im Moment die Installation von Cornelia Parker, die das Haus aus Hitchcocks Film "Psycho" zeigt. 

2016 04 21 010 Met Museum CuCa

Auf den Stufen vor dem Met lauschten wir in der Sonne einer kleinen Jazz-Band, bevor wir die 82nd Street Richtung Osten nahmen. In diesem edlen Wohnviertel auf der Upper East Side begegneten uns Kindermädchen, Hundesitter, und gepflegte, ältere Damen mit ihren Betreuerinnen. 

2016 04 21 055 Park Ave CuCa
Park Avenue

2016 04 21 050 Hundesitter CuCa

Wir bogen auf die Lexington Avenue ein und folgten dieser nach Süden. Zwischen 82nd und 65th Street gibt es viele kleine Geschäfte. Der Spaziergang war kurzweilig und für New York relativ ruhig. 

2016 04 21 060 Pastrami Queen CuCa

Der Herr der Cucina legte zur Brotzeit einen kleinen Zwischenstop bei Pastrami Queen ein. Die Pastrami war exzellent und so schnell verdrückt, daß wir das Foto ganz vergaßen. Ihr müßt uns das jetzt glauben. 
Ich kaufte mir auf dem Weg neue Kopfhörer für mein iPhone, die ich nicht mehr wiederfand. (Ich verliere nie etwas - auch dieses Mal nicht, wie sich nach zwei Wochen herausstellte. Sie lagen unter dem Beistelltisch bei meiner Freundin.) 

2016 04 21 061 NYPD Auto CuCa
Verkehrspolizei

2016 04 21 064 Meldepfosten CuCa
Notrufsäulen

Unsere kleine Mittagseinkehr machten wir bei "Eat here now", einem klassischen Diner unter griechischer Führung. Die Burger waren ok, die selbstgemachte Limonade sehr gut, ebenso der Salat und die Pommes. 

2016 04 21 072 Eat here now CuCa

Einen kleinen Schwenk zu Sephora, um die Kosmetikpreise zu checken, aber noch kein Einkauf - dann ging es zurück in die Wohnung, ein kleiner Mittagsschlaf. Unsere Freundin und Gastgeberin kehrte aus dem Urlaub zurück - wir aßen Kalbsgulasch mit frischem Gemüse, quatschten und tranken Wein. 


Praktische Informationen: 

Metropolitan Museum, The Met Fifth Avenue, 1000 Fifth Avenue, New York
Öffnungszeiten: Sonntag - Donnerstag 10 - 17.30 Uhr, Freitag + Samstag 10 - 21 Uhr
Eintrittspreis: 25$ pro Person, wobei man zahlen darf, was man möchte oder kann

Pastrami Queen, 1125 Lexington Ave, Ecke 78th Street und Lexington Avenue, New York
Öffnungszeiten: Montag - Sonntag 10 - 22 Uhr

Eat here now, 839 Lexington Avenue, New York
Öffnungszeiten: Montag - Sonntag 6 - 22 Uhr

Sephora, 750 Lexington Avenue, New York
Öffnungszeiten: Montag - Samstag 9 - 21 Uhr, Sonntag 10 - 20 Uhr

Samstag, 21. Mai 2016

New York am 20.04.16 - HighFive, etwas Ruhe und das Gegenteil


Heute taten wir was, was wir schon seit Beginn unseres Urlaubs in New York tun wollten: Wir ließen es ruhig angehen. 


2016 04 20 002 Fruehstueck CuCa

Erst frühstückten wir ausführlich und in Ruhe, dann besuchten wir einen nahen und kleinen Bauernmarkt auf der Dag Hammarskjold Plaza. Viel Auswahl gab es nicht, aber die Anzahl an Blattsalaten, Sproßen und Kräutern fand ich außergewöhnlich. 


2016 04 20 006 Bauernmarkt CuCa

Bei starkem Wind spazierten wir Richtung 5th Avenue. Ich hatte am ersten Tag, so ungefähr im ersten Geschäft ein paar tolle Sneaker von Nike gesehen, die ich heute probieren/kaufen wollte. Und so war unser Ziel "niketown" an der Ecke zur 57th Straße. 

Das Geschäft zieht sich über drei Stockwerke und beinhaltet alles, was das Herz zu dieser Marke begehrt ... nur nicht meine gewünschten Schuhe. Der sehr nette Verkäufer, der gleich noch seinen Chef dazuholte, als ich ihm ein Foto meiner Wunschschuhe zeigte, erklärte mir, daß dieses Paar Schuhe seit einer Woche im Handel aber schon ausverkauft sei. :-( Dann aber zogen beide los, um zu sehen, ob noch irgendetwas möglich wäre. Es wurde geklärt, ob in der Fabrik noch welche lägen, die man mir innerhalb des Resturlaubs liefern könnte. Und dann fanden sie noch ein Paar an einer großen Dekowand, der Dekorateur wurde gerufen, die Schuhe "abmontiert" - und es war genau meine Größe. Anprobiert. Gekauft. (Von meiner Seite ein verzögertes) HighFive mit allen Verkäufern. 
Sind sie nicht hübsch? (Oder wie meine Mama sagte, als ich ihr ein Foto schickte: Kommst Du in die Midlifecrisis?) 


2016 04 20 014 Nike CuCa
Bitte andere Socken dazudenken. ;-) 

Draußen wehte inzwischen bei strahlend blauem Himmel ein kalter Wind durch die Häuserschluchten, gegen den wir ankämpften und im Time Warner Center am Columbus Circle Schutz suchten. Ich shoppte Karten von Crane + Co., wir bummelten ein bißchen durch das Center und holten uns beim Bio-Supermarkt Whole Foods im Keller eine Kleinigkeit zum Mittagessen. 


2016 04 20 015 TimesSquare CuCa

Beim letzten New York Besuch waren wir schon einmal kurz am Times Square, aber nicht besonders überzeugt von dieser Gegend. Zu laut, zu voll, zu bunt, zu touristisch. Auch dieses Mal zog es uns nur einmal mitten hinein. Wobei ich mich der technischen Faszination der Wände nicht entziehen kann.


(Streifen und Klötzchen entstanden bei der Aufnahme, 
in Wirklichkeit ist alles fehlerfrei)

Wir saßen ein bißchen in der Sonne, prüften die Last-Minute-Ticket-Preise bei tkts, entschieden uns gegen einen Broadwaybesuch, bummelten die 7. Avenue zum Central Park und verbrachten eine gute Stunde auf einer Park Bank. Beobachteten Radler, Fußgänger, Kutschen und Rikschas. (Kommen nur mir Preise zwischen 3 und 6$ die Minute für eine Rikschafahrt extrem teuer vor?)
Mein Heuschnupfen hatte das erste Mal in New York spürbare Auswirkungen auf meinen Körper. Die Bäume waren durch eine Woche schönstes Wetter inzwischen fast alle in voller Blüte - ein Spaziergang durch den Park wie vor einer Woche ließen wir lieber. 

Danach besuchten wir ein zweites Mal Whole Foods, kauften Avocados, Tomaten, Jakobsmuscheln und Shrimps für unser Abendessen, ein Stück Kalbfleisch und Erbsen für ein Gulasch am nächsten Abend. Unsere Gastgeberin sollte am nächsten Tag wieder aus ihrem Urlaub zurückkommen. 


2016 04 20 017 Weine CuCa

2016 04 20 020 Abendessen CuCa

Wir stellten die Einkäufe in der Wohnung ab und liefen noch mal los, um Wein zu kaufen. Danach kochen, essen (Jakobsmuscheln und Shrimps in Olivenöl mit Knoblauch, dazu Weißbrot und Salat), Internet, schlafen. 

Nützliche Informationen:

Dag Hammarskjold Plaza Greenmarket, 47th Street at Second Avenue, New York
Öffnungszeiten: jeden Mittwoch von 8 - 16 Uhr

niketown New York, 6 East 57th Street, New York
Öffnungszeiten: Montag - Samstag 10 - 20 Uhr, Sonntag 11 - 19 Uhr

Whole Foods, 10 Columbus Circle, Lower Concourse Level of the Time Warner Center, New York 10019
Öffnungszeiten: täglich 7 - 19 Uhr 

Turtle Bay Liquors, 855 2nd Avenue (between 45th and 46th Street), New York 10017
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 8 - 22 Uhr, Freitag + Samstag 8 - 23 Uhr, Sonntag 12 - 20 Uhr

Mittwoch, 18. Mai 2016

New York am 19.04.16 - Unerwartetes, ein schönes Viertel und ein langer Spaziergang


Sicherheitshalber ging heute der Wecker um 7 Uhr, er war aber gar nicht von Nöten - wir waren vorher wach. Kaffee, Brot und süßer Aufstrich, frischer Orangensaft, Joghurt, Obst. 


2016 04 19 001 Laster CuCa
Abbruch-Laster - schön lackiert

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Lexington-Avenue bei Grand Central Terminal

Punkt 9 gingen wir außer Haus. Wir hatten Karten für den Einlaß um 10 Uhr ins 9/11 Museum übers Internet gekauft. Das hieß, wir kämpften gegen die aus der Grand Central brechenden Pendlerströme (jeder ist mit Kaffee oder Smoothie, aber mindestens mit Smartphone bewaffnet) an, um dort die U-Bahn Richtung Süden zu nehmen. 

Schön ist das System der "Local"- und der "Express"-Bahnen. Züge der gleichen Linie fahren parallel auf zwei Gleisen, aber auf einem wird nicht an jeder Haltestelle gehalten - im Durchschnitt nur an jeder vierten. Das macht es bei größeren Strecken doch wesentlich schneller. Wer nur kleinere Abschnitte fährt, nimmt die "Local". Wir schafften damit die Strecke fast bis zur Südspitze Manhattans (Haltestelle Fulton Street) mit nur drei Haltestellen. 


2016 04 19 008 Fulton CuCa
In den meisten U-Bahn-Station sind die Stationnamen als Mosaik an den Wänden.

2016 04 19 011 OneWorld CuCa
Auf dem Weg von der U-Bahn zum Museum:
Blick auf das One World Trade Center

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Der oberirdische Eingangsbereich des Museumsbau "9/11 Memorial"

Geradewegs ging es ins Museum. Den Herrn der Cucina hatte ich fast ein bißchen überreden müssen, es zu besichtigen. Und auch ich wußte nicht viel davon, was uns erwartete. Aber wir fanden ein großartiges Museum vor. 


2016 04 19 018 911 Museum CuCa

Gut vier Stockwerke geht es in das Fundament und die Untergeschosse des ehemaligen World Trade Centers mit den zwei Türmen und den Nebengebäude. Und wie beim Memorial an der Oberfläche gelingt es dem Museum wieder einen Zugang zum Geschehen ohne großen Pathos zu schaffen. 


2016 04 19 039 911 Museum CuCa
Eine Außentreppe, über die sich viele Überlebende aus dem Gebäude retten konnten.

2016 04 19 030 911 Museum CuCa
Im vierten Untergeschoß steht man unter den Becken, die den Grundriß der Türme abbilden. 
Im Boden sind noch die Fundamente der Fassaden zu sehen. 

2016 04 19 042 911 Museum CuCa
Teile der Fassade, deren genaue Position am Gebäude 
durch eine beim Bau angebrachte, eindeutige Nummerierung möglich ist. 
Was Hitze und Kraft alles bewirken. 

2016 04 19 041 911 Museum CuCa
Feuerwehrauto - Antenne vom Dach des Nordturms (Durchmesser ca 2 Meter) - gebogener Stahlträger


2016 04 19 033 911 Museum CuCa
Im vierten Untergeschoss, in einem Becken, 
das den Hudson-River vom Fundament der World Trade Türme abhält. 


2016 04 19 040 911 Museum CuCa
Der letzte, abgebrochene Träger, an dem sich Feuerwehr-Bataillons, Helfer u.v.m. verewigt haben.

Da ist einmal die Technik - der Bau der Türme, die Art der Konstruktion, die Stahlträger, die technischen Hintergründe des Einsturzes. Da sind die Retter, die Feuerwehrleute, die Helfer. Da ist das chronologische Geschehen vom Beginn eines bis dahin normalen Tages, vom Kidnappen der Flugzeuge, die Einschläge, das Zusammenstürzen, das Bergen von Verschütteten, das Wegräumen des Schutts und der Neubau der Gebäude und des Museums. Alles begleitet von vielen kleinen Ausstellungsstücken, die illustrieren und ans Herz gehen. Und natürlich begleitet durch viele kleine Filme. Und dann sind da die Opfer. Ihre Fotos hängen an der Wand eines großen quadratischen Raumes und sie nehmen alle vier Seiten ein. Dazu gibt es interaktive Tafeln - man kann sich Daten, Fotos und Lebensgeschichte jedes einzelnen abrufen und anzeigen lassen. Dadurch bekommen die Opfer ein Gesicht, eine Geschichte. 
Ein wahrlich grandioses und großes Museum. Absolute Empfehlung!


2016 04 19 038 911 Museum CuCa
Die Wand der Erinnerung - jede Kachel steht für einen Toten. 


2016 04 19 062 911 Museum CuCa

Nach dem vielen langsamen Gehen im Museum liefen wir danach einfach mal Richtung Norden, zügigen Schritts durch Tribeca und Soho (Bericht aus 2011). Schauten hier und da in ein Geschäft oder Galerie, beobachteten die New Yorker, genossen die warme Frühjahrssonne. 


2016 04 19 067 Tribeca CuCa
Tribeca

2016 04 19 070 Soho CuCa
Schönes Lokal in Soho

2016 04 19 069 Soho CuCa
Soho

In der Hudson Street aßen wir in einem kleinen Café zu Mittag. (Darüber legen wir eine Hülle des Schweigens. Der schlechteste Hamburger aller Zeiten, von dem ich nicht mal einen Bissen nahm. Service und Beschwerdemanagement passten dazu.) Aber das Bier schmeckte gut.


2016 04 19 073 Silver Spurs Bier CuCa

Weiter gings ins Uni- und Studentenviertel zwischen Washington Square Park (man sah fast keine Wiese mehr, so viel war los) und Union Square Park. Eine sehr schöne Gegend, lebendig, nette Geschäfte, lockere Atmosphäre, gewachsen. Weniger Hektik als im Rest von Manhattan. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt. 


2016 04 19 080 Washington Square CuCa
Washington Square Park

2016 04 19 081 Washington Square CuCa
Eingezäunte Fläche für kleine Hunde im Washington Square Park

2016 04 19 082 Uni CuCa
Deutsches und französisches Haus an der Universität

2016 04 19 087 Union Square CuCa
Union Square Park

Eine kurze Runde durch den Union Square Park, dann gings weiter zum Madison Square Park. Zwei Küchenausstattungsgeschäfte (nichts gekauft!!!) und eine Runde im Eataly (Bericht aus 2011) später waren die Füße und wir müde. Mit dem Bus und einmal umsteigen waren wir fast vor der Türe. 

Wäsche waschen, Supermarkt, Wein, Pasta, Füße hoch!

Nützliche Informationen:

9/11 Museum, 180 Greenwich Street, New York 
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 9 - 20 Uhr, Freitag bis Samstag 9 - 21 Uhr

Eataly, 200 5th Avenue, New York
Öffnungszeiten: täglich 9 - 23 Uhr

Sonntag, 15. Mai 2016

Philadelphia am 18.04.16 - Unabhängiges, eine Kaufhaus-Orgel und zu viele Renoirs


Nach einer ruhigen Nacht in einem mehr als bequemen Hotelbett lasen wir morgens ab 6 Uhr das Internet leer. Vom Fenster aus ließen sich schon ab 7 Uhr einige chinesische Reisegruppen beobachten, die sich die Liberty Bell im Gebäude gegenüber durch das Fenster ansahen. 


2016 04 18 006 Phila morgens CuCa
Ausblick aus unserem Hotelzimmer auf die Independence Hall (links) 
und das Gebäude der Liberty Bell (rechts)

Wir machten uns dagegen auf die Suche nach einem Frühstückscafé. 


2016 04 18 030 Phila Foodcourt Boerse CuCa
Alte Börse - inzwischen ein Foodcourt - aber morgens noch geschlossen

Unterbrachen diese aber, um im Independence Visitor Center Karten für die Besichtigung der Independence Hall zu holen. Diese sind kostenlos und es gibt alle 15 min Führungen für ca 90 Personen. Viel war an diesem Tag aber nicht los, so daß wir gleich um 9:30 Uhr mit 20 weiteren Personen dabei sein konnten. Das Frühstück fiel deshalb eher klein aus - am Imbiss-Stand im Center. Für Bagel und Kaffee/Tee war es aber ok. 


2016 04 18 017 Phila Fruehstueck CuCa
Frühstück und Anweisungen

2016 04 18 010 Phila Rocky CuCa
Rocky verfolgt uns auch heute

2016 04 18 007 Phila morgens CuCa

Independence Hall

2016 04 18 031 Phila Unabhaengig Park CuCa
Hinter der Independence Hall

Vor der Besichtigung war der Security Check, der dieses Mal sogar das Münzfach der Geldbörse beinhaltete. Na gut. Eine National Park Rangerin hielt einen kurzen Vortrag über die Situation der Englischen Kolonien in Nordamerika vor der Unabhängigkeit und über die Gründe, die dazu führten, daß es zur Unabhängigkeitserklärung kam. Danach ging es in die Independence Hall, die im wesentlichen aus zwei Räumen - verbunden durch einen kleinen Flur besteht: dem Gerichtssaal und dem Versammlungsraum. Beide Säle sind mit Möbeln der damaligen Zeit ausgestattet, nur der Stuhl der Versammlungsvorsitzenden ist wirklich noch original. Ein schönes Haus, eine gute Führung mit interessanten Geschichten ("natürlich" nur in Englisch) und Hintergründen. Empfehlenswert. 


2016 04 18 043 Phila CuCa
Gerichtssaal


2016 04 18 042 Phila CuCa
Versammlungsraum

2016 04 18 044 Phila CuCa

Über die Straße gings in das Liberty Bell Center. Dieses durchquerten wir recht schnell und nahmen nur wenige der unzähligen Hinweisetafeln mit, um am Ende die Glocke, die früher im Turm der Independence Hall hing, anzusehen. Kann man machen, muß man nicht machen. 


2016 04 18 067 Phila Liberty CuCa
Liberty Bell mit Ausblick auf den Turm, in dem sie früher hing

Nach einem kleinen Besuch des gut sortierten Museumsshops machten wir noch mal einen Zwischenstop in unserem Hotel, packten zusammen, checkten aus und ließen unsere Koffer an der Rezeption. 


2016 04 18 009 Phila CuCa

Ein kleiner Bummel die Einkaufsstraße Chestnut Street entlang, dann ein kurzer Blick ins Kaufhaus Macy's. Orgelmusik empfing uns, sie hörte sich "live" an. Und wir wurden neugierig. Im Innenraum, der sich über sieben Stockwerke zieht, befinden sich an zwei gegenüberliegenden Seiten eine kleine Orgel unterm Dach und eine große Orgel im ersten Stock. Die meisten Kirchen würden sich über so eine Orgel sehr freuen. Ebenfalls im ersten Stock an der dritten Seite sitzt der Orgelspieler, der sein Geschäft versteht. Als wir da waren, spielte er kleinere klassische aber schwungvolle Stücke sowie etwas Filmmusik aus den 60er Jahren. Ein wirkliches Erlebnis, daß dieses Kaufhaus (und ich mag Kaufhäuser nicht wirklich) zu einem wahren Einkaufstempel macht. 


2016 04 18 074 Phila Macys CuCa



Dann ein kurzer Imbiss, wieder zurück ins Hotel, um die Koffer zu holen und Richtung Barnes Foundation aufzubrechen. Wieder gab es Probleme mit dem Bus (der öffentliche Nahverkehr Philadelphias und wir wurden an diesen zwei Tagen nicht miteinander warm), aber ein Taxi war griffbereit, das uns ins Museum brachte. 


2016 04 18 079 Phila Barnes CuCa

Die Barnes Foundation beheimatet 3000 Gemälde, darunter unglaubliche 181 Renoirs, 69 Cézannes, 59 Matisses, 46 Picassos, 16 Modiglianis und 7 Van Goghs. Und damit kommen wir auch schon zum größten Problem dieses ganz wunderbaren Museums: Man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll. In relativ kleinen Räumen hängen diese tollen Bilder mehrfach übereinander, selbst bei kleinen Besucherzahlen ist es schwierig, den Überblick zu behalten und die Bilder zu würdigen. Aber die Hintergründe zum Neubau des Museum erklären die Inneneinrichtung und die Hängung der Kunstwerke (näheres bei Wiki). 
Ansonsten: Sehr, sehr empfehlenswert. 


2016 04 18 082 Phila Uhr CuCa
Bahnhofsuhr Philadelphia

Mit so vielen Eindrücken versehen, ging es mit dem Taxi zum Bahnhof und mit dem Zug wieder zurück nach New York zur Penn Station.

Hier nahmen wir zurück in die Wohnung den Bus Nr. 34 und wurden kontrolliert. Wir dachten uns nichts böses, denn wir hatten ja unsere Metrocard mit unbegrenzten Fahrten für eine Woche. Denkste. 
Normalerweise steigen in New York alle Passagiere vorne ein und zeigen dem Fahrer das Ticket bzw. ziehen es durch einen Automaten. 
Was wir nicht wußten: An manchen Bushaltestellen (für "Select"-Busse) gibt es Ticketautomaten, mit denen man sich Belege ziehen kann, um in manche, längeren Busse auch hinten einsteigen zu können. 


2016 04 18 084 Tickets

Nun ja, an diesem Abend waren wir mit einem Select-Bus gefahren, waren hinten eingestiegen, unwissend ohne Beleg. Also hieß es für uns bei der Kontrolle den Bus verlassen. Dann wurden wir über das System belehrt und mit einem Lächeln ("Where are you from?") sowie ohne Strafe zum nächsten Bus "entlassen". 

Endlich zurück gab es Rührei mit grünem Spargel und Parmaschinken sowie Tomatensalat und kalifornischen Pinot Noir. 

Nützliche Information:

Independence Hall, 520 Chestnut Street, Philadelphia 19106
Eintritt frei, Karten nur über das Independence Visitor Center ab 8.30 Uhr 
Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr

Liberty Bell, 526 Market Street, Philadelphia 19106
Eintritt frei, keine Karten nötig
Öffnungszeiten: täglich 9 - 17 Uhr

Macy's, 1300 Market Street, Philadelphia 19107
Öffnungszeiten: Montag - Samstag 10 - 20 Uhr, Sonntag 11 - 19 Uhr

Barnes Foundation, 2025 Benjamin Franklin Parkway, Philadelphia 19130
Eintritt 29 US$, geöffnet Mittwoch bis Montag von 10 - 17 Uhr