Dienstag, 4. November 2008

Grießnockerl


Meine Lieblings-Suppeneinlage: Grießnockerl
Ich esse unglaublich gern Suppen und vorallem klare Suppen mit Nudeln, Flädle, Leberknödeln, Leberspätzle. Und eben Grießnockerln. Die besten habe ich schon zweimal im Tantris in München und natürlich bei meiner Mama gegessen.
Aber es gab auch schon unglaublich schlechte - spülmaschinenfest, klein, poppelig wie z. B. in der Kugler-Alm im Süden Münchens. Ihhhhh....

Man kann sie ja glücklicherweise auch selbst machen (und übrigens auch ausgezeichnet einfrieren und in der warmen Brühe auftauen):


Grießnockerl

  • 30 g weiche Butter
  • 60 g Hartweizengrieß
  • 1 Ei
  • 1 kleine Messerspitze Backpulver
  • Salz
  • Muskatnuß

Butter vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit man sie zimmerwarm verarbeiten kann. Dann schaumig rühren und nach und nach langsam den Grieß, das Backpulver und dann das Ei zugeben. Mit Salz und Muskatnuß würzen.

Diesen Teig bei Zimmertemperatur dann ca. 30 Minuten quellen lassen.



Mit zwei Teelöffeln Nockerl formen und in kochendes Salzwasser gleiten lassen. 20 Minuten ziehen lassen. Dann vorsichtig mit einem Schaumlöffel herausnehmen.

In der heißen Fleisch-/Kalbs-/Gemüse-/Hühner-Brühe servieren.

Kommentare:

Eva hat gesagt…

Schön - als Kind häufig bekommen und geliebt, als Erwachsene viel zu selten gemacht - danke fürs Erinnern! :-)

lamiacucina hat gesagt…

Schuhbeck hat auch ein ähnliches Rezept in seinen Büchern, ich kannte bisher nur seine Version ohne Butter, heiss in Brühe und Milch angerührt und mit Safran gewürzt.

Bolli hat gesagt…

wie mit Knödeln, da fehlt mir die Geduld.......

katha hat gesagt…

griessnockerl sind super. zwei fragen: warum backpulver im teig? und warum heraussen ziehen lassen? wir stellen die masse immer in den kühlschrank, dann zieht die butter wieder an und sie lassen sich viel leichter mit den löffeln zu "dreikantnockerln" (wie sich das gehört) formen. und ich habe noch gelernt: 10 minuten kochen, 10 minuten ziehen. dann sind sie durch, aber innen unbedingt kernig. wenn sie innen nicht kernig sind, sind sie nämlich keine griessnockerl. aber vermutlich sieht man das hierzulande ein bisschen strenger als im befreundeten ausland ;-)

Nathalie hat gesagt…

@eva
Ja, bei mir gabs Grießnockerl immer extra für mich als Kind.

@lamiacucina
Ich kenne nur Rezepte mit Butter. Werde mal auf die Suche gehen.

@katha
Backpulver ist nicht unbedingt notwendig. Ich finde aber, daß ganz wenig (!) davon die Nockerln noch fluffiger machen.
Ihr seht das "dahinten" - hinter der Grenze - auf jeden Fall enger. ;-) In Bayern findest Du so gut wie nie "Drei-Kant"-Nockerl ebensowenig kernige.

Nathalie hat gesagt…

@bolli
Bei Knödeln geb ich Dir recht, aber Nockerl gehen doch viel schneller.

Dolce hat gesagt…

Grießnockerlsuppe ist eine meiner Leibspeisen - Kindheitserinnerungen. Bei mir gelingen sie am besten mit dem Nockerlgrieß von der Firma B., zu dem man nur noch Butter, Ei, Salz und etwas Muskat hinzufügen muss.
Deine sehen fein aus!