Wie schon bei der Urlaubskonstruktion Nummer 1 ergab sich Konstruktion Nummer 2 aus einer nicht ausreichenden Küchenausstattung der Ferienwohnung - und aus Hände-Mangel, da der Herr der Cucina gerade beim Zeitung- und Semmel-Holen war.


Hackfleisch-Zucchini-Quiche
Backofen auf 200 Grad (Umluft 175 Grad) vorheizen.
Zucchini in feine Scheiben schneiden und im Olivenöl kurz auf beiden Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Knoblauchzehe und Zwiebel klein schneiden und mit dem Hackfleisch in der Pfanne anbraten. Salzen und pfeffern. Thymian dazugeben. Tomatenmark mit 150 ml Wasser anrühren und zum Hackfleisch geben. Nochmal kurz aufkochen. Vom Herd nehmen und Thymianzweig entfernen.
Milch, Sahne und Ei vermischen.
Quiche-Form ausfetten. Die übereinandergelegten Strudelblätter in die Form legen. Die Hälfte der Zucchinischeiben auf dem Boden gleichmäßig verteilen. Dann die Hackfleischsauce darauf geben und danach nochmals die restlichen Zucchini-Scheiben. Schließlich die Sahne-Milch-Ei-Sauce gleichmäßig darübergießen.
Auf der untersten Schiene 20 Minuten und danach auf 170 Grad (Umluft 150 Grad) noch 10 Minuten backen.
Bei uns dazu ein Grauburgunder von der Winzergenossenschaft Königschaffhausen.
Wir sind (jetzt: waren) auf der Suche nach einem idealen Pizza-Teig.


Seit 2001 liegt dieses Rezept in der "Das muß ich mal kochen"-Mappe.
Hachis Parmentier - mal wieder von Vincent Klink aus dem ARD-Buffet. Bei Bolliskitchen gab es das Gericht schon zweimal, einmal normal und ein anderes Mal als deutsch-französische Fusion. Das hat mich wieder an das alte Rezept erinnert ... es ist in der Mappe noch oben gewandert ... e voilà.
Grundsätzlich eher eine Resteverwertung, dieses Rezept. Aber in Ermangelung von Resten gabs frische Zutaten. Als Manöverkritik ist eigentlich nur anzumerken, daß der Kartoffelbrei von der Konsistenz eher fester sein muß. Der Speck und die vielen Zwiebeln bringen die Würze in das Hachis, uns hat es gut geschmeckt - ein Herbst-/Winter-Gericht.


Speck würfeln und Lauch in feine Ringe schneiden. 3 fein geschnittene Zwiebeln mit Speck und Lauch in etwas Butter anrösten. Dann in eine Schüssel umfüllen und kurz abkühlen lassen.
Hackfleisch, Eier, Majoran und Petersilie zugeben und gut vermischen. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen. Diese Masse in einer Pfanne mit etwas Butter unter ständigem Rühren anbraten, so daß sie nicht mehr roh ist, aber auch nicht abgebraten. Dann eine halbe Tasse Wasser unterrühren, salzen, pfeffern.
In einer ofenfesten Form abwechselnd Püree und Hackfleisch schichten. Die restlichen Zwiebeln mit Butter anschwitzen und auf die letzte Schicht Hackfleisch diese Zwiebeln verteilen. Das Gericht im Ofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten fertig garen.
Bei uns dazu ein Tegernseer Spezial.
Am Anfang stand meine Fehlplanung.



20 Jahre Abitur - hmmmmmmmm... - man wird alt ...
Gestern abend (und eigentlich auch noch bis in den sehr frühen Sonntagmorgen) war ich in Augsburg auf meinem Klassentreffen. 50 "Mädels" (ehemalige Stettinchen, inzwischen anreisend aus New York, Chicago, Uppsala, München ;-) und natürlich aus Augsburg) trafen sich im Brauhaus 1516 am Augsburger Hauptbahnhof, schwelgten in und quatschen über Erinnerungen. Wahnsinn, wie laut wir waren ...
Ein langer, langer lustiger Abend mit Ratsch und Tratsch.


Außerdem geht es zum Fischer Schindler. Dort werden die Saiblinge und Forellen aus eigener Zucht "frisch erschlagen" und im Herbst/Winter bekomme ich dort lebende Flußkrebse. Und zum Schluß dann noch zum Bäcker Wolf - wenn ich den in München hätte, würde ich kein Brot selbst backen. Empfehlenswert sind z.B. Holzofenbrot oder Elsässer. Hier sind die Brote noch gebacken, was man von den pappigen Teilen z.B. von Müller-Brot in München nicht behaupten kann.
In der Nähe von Florenz liegt das Weingut Selvapiana, zu dem 240 Hektar Land (u.a. 45 ha Weinberge, 31 ha Olivenhaine) gehören und das in der 5. Familiengeneration geführt wird.
Der Chianti Rufina ist das "Grundprodukt" des Weinguts. Er reift nach der Gärung ca. ein Jahr in Kastanienfässern. Danach kommt er in die Flasche und ruht noch etwas, bis er in den Verkauf kommt. Er hat ein Lagerpotenzial von ca. 10 Jahren, aber schon jung findet man Charakter und eine feine Würze.
Wir schmecken und riechen vorallem Kirschen und Kräuter bei diesem Chianti, der mittelrot schimmert. Mal wieder ein klarer, ehrlicher, klassischer Chianti, wie wir ihn mögen. (Für Weihnachten liegt auch schon eine 1,5 l Flasche im Keller.)

Bei uns zu Spaghetti al ragu, Brassato oder einem Steak.



Bei meinem Metzger gab es letztes Mal Rinderfilet-Spitzen. Die nehme ich sehr gerne - Preis/Leistung ist dann bestens und für uns müssen es nicht immer die Mittelstücke sein. Aber zu einem normalen Steak hatte ich keine Lust und irgendwie geisterte ein Boeuf Stroganoff durch mein Hirn. Aber wie ging noch gleich die klassische Variante?
Grundkochbuch geschnappt - ich schau sehr selten rein - aber eines sollte man schon im Haus haben. Bei mir ist es "Ich helf dir kochen" von Hedwig Maria Studer, das mir meine Mama geschenkt und mir bei meinen Kochanfängen immer wieder gute Dienste geleistet hat (ich verschenke es auch gerne an ambitionierte Nicht-Kocher).

Zwiebel und Champignons in der Pfanne andünsten. Senf und Zucker dazugeben. Mit der Brühe aufgiessen und danach reduzieren lassen. Zum Schluß Sauerrahm unterrühren und das Fleisch wieder zur Sauce geben. Noch einmal kurz aufkochen. Fertig.
Gestern abend blieb die Küche kalt.
Die Waben der Allianz-Arena in Bayern-Rot
Wenn man das Ganze mal von der essen-technischen Seite betrachten will (wir sind ja schließlich in einem Koch-Blog):
Die kulinarische Vielfalt hält sich hier aber in Grenzen: Weiße und rote Bratwurst (die weiße ist nicht unbedingt zu empfehlen), Sandwich, Pommes.
Und während Champions-League-Spielen gibt es auch nur alkoholfreies Bier ... also lieber gleich zu Wasser, Cola oder Apfelsaftschorle greifen!
Falls es jemand interessiert: 3 - 0 ging das Spiel aus. Bayern hat seine Chancen einfach gut verwertet, Florenz vergab zu viele. Ein turbulentes, schnelles Spiel, das Spaß gemacht hat.
Für das Quitten-Rosenkohl-Gemüse am Sonntag mußte noch eine "Beilage" her.




Die einzigen ;-) drei Quitten in ganz München. Jedenfalls kams mir so vor. Es war wie verhext, nirgends waren sie aufzutreiben. Bis der Herr der Cucina - meines Jammern leid? - sie am anderen Ende der Stadt bei einem kleinen türkischen Lebensmittelladen auftrieb.
Ist er nicht lieb?
Aber jetzt stand der Teilnahme am Gärtnerblog-Kochevent mit dem Thema Quitten nichts mehr im Weg. Bzgl. Quitten war aber nichts in der "Das muß ich mal kochen"-Mappe. Also ging ich im Internet auf die Suche und landete bei den Rezepten auf der Schweizer Kenwood-Seite. Quitten-Rosenkohl-Gemüse aus dem Ofen. Das wärs doch.

Quitten-Rosenkohl-Gemüse aus dem Ofen

Backofen auf 120 Grad vorheizen. Quitten und Rosenkohl gemischt in einer Auflaufform verteilen, salzen und pfeffern. Mit dem Öl und danach mit Honig fein beträufeln.

Dann für 50 Minuten auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Dabei alle Viertelstunde vorsichtig durchrühren. Danach auf 180 Grad drehen und nochmals 10 Minuten backen.
Bei uns dazu Reh-Nuß mit selbstgemachten Spätzle und ein Cabernet Sauvignon von Zenato.
Das Weingut Hofstätter liegt in schöner Lage mitten in Tramin hinter der Kirche und hat inzwischen neben der Kellerei mit Verkostung auch eine Weinbar mit Restaurant sowie einen Schauweingarten zu bieten. Mir ist das Ambiente etwas zu kalt und modern geraten, ich habs gerne ein bißchen gemütlicher. Aber das ist ja - wie auch der Wein im allgemeinen - Geschmackssache.
Bei der letzten Einkaufstour nach und durch Südtirol war der Kofferraum eigentlich schon mit Weinen der Kellerei Tiefenbrunner ziemlich gut gefüllt, u.a. Merlot und Blauburgunder.

Aber: Bei Blut- und Leberwürsten bin ich super heikel, denn sie sind nur gut, wenn sie nicht vor Fett triefen und nicht nur Reste darin verarbeitet sind -> ich kaufe und esse sie nicht überall.

Gestern früh sah ich sie frisch und fest bei meinem Metzger in der Auslage! Da traf es sich doch gut, daß ich einen - neudeutsch - Home-Office-Tag hatte und mittags allein zuhause essen durfte.
Die Zubereitung ist ja nicht schwer, das Rezept hält sich heute also in Grenzen.

Blut- und Leberwürste
1 Portion
In einem Topf Wasser erhitzen und die Blutwurst hineingeben - nicht kochen! Zehn Minuten unbedeckt bei kleiner Hitze ziehen lassen. Dann die Leberwurst beifügen, weitere zehn Minuten knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen.
(Aufpassen, daß die Wursthaut nicht verletzt wird, damit der Inhalt nicht schon im Topf austritt.)
Bei mir dazu immer Kartoffelbrei und Sauerkraut.



Getrunken haben wir ihn zu toskanischem Essen - aber in einem Restaurant in Rom.
In einer kleinen Nebenstraße in der Nähe des Pantheons - also mitten im Zentrum - findet man das "Il Buco". Ein unprätentiöses Restaurant mit dunklen, alten, aber gepflegten Buffets und Sideboards.

Montagabend gibt es bei uns immer wieder Resteverwertung vom Wochenende.






vorher/nachher
Die Fisch-Füllung auf den Teig geben und im Ofen etwa 30 bis 40 Minuten backen, bis die Quiche goldbraun ist.
Bei uns dazu ein grüner Salat und ein kräftiger Weißwein, der Boschendal Sauvignon Blanc.