Donnerstag, 27. November 2008

Erster Advent

Wir machen einen kleinen Ausflug und wünschen schon mal einen geruhsamen und gemütlichen ersten Advent.

Mittwoch, 26. November 2008

Butterplätzle - Mailänder Brötchen


Und die zweite Plätzlesorte, die IMMER auf dem Teller liegen muß: Butterplätzle, Mailänder Brötchen oder wie man sie auch immer nennen will. Auch die wurden am Sonntag gebacken. Nur beim "Belag" scheiden sich die Geister - in der Kindheit mußten sie noch mit farbigen Zuckerstreuseln belegt sein, bei den Mitbäckern müssen sie natur bleiben oder in Schokolade getaucht werden ... und wir mögen sie einfach nur mit Eigelb bestrichen.
Die Ausstecherle sind zum Teil schon Jahrzehnte alt und werden traditionell verwendet - auch wenn manche Formen wie Blume, Ente oder Bär nicht so weihnachtlich sind.


Butterplätzle - Mailänder Brötchen
  • 125 g weiche Butter
  • 125 g Zucker
  • 3 Eigelb
  • 250 g Mehl
  • 1 Zitrone (unbehandelt, Abrieb)
Zum Bestreichen:
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch

Die Butter schaumig rühren, dann langsam Zucker und Eigelb dazugeben. Danach Zitronenschale und gesiebtes Mehl unterrühren und den Teig rasch zusammenkneten.
Mindestens 1 Stunde kaltstellen. 


Backofen auf 175 Grad (Umluft: 160 Grad) vorheizen.
Den Teig 4 - 5 mm dick ausrollen, Formen ausstechen, auf das Backblech legen und mit Eigelb bestreichen. Ca. 10 Minuten backen.


Die Teigreste sollte man immer wieder zwischen dem Ausrollen kaltstellen, sonst lösen sich die Plätzle auch nicht vom gut gemehlten Backbrett und es entstehen amputierte Teddybären:


Dienstag, 25. November 2008

Spitzbuben


Sonntagnachmittag und -abend wurden Plätzle gebacken.
Das mache ich so gut wie jedes Jahr mit einer Freundin, wir sind seit Jahren ein eingespieltes Koch- und Backteam. Da geht alles Hand in Hand. Wenn die Zeit etwas knapp ist, dann bereiten wir jeweils die Teige vor und dann gehts zusammen ans Verarbeiten. Dieses Jahr waren auch die Männer dabei und halfen tatkräftig beim Ausrollen, Bleche kurz vor der Tür kalt stellen, mit Eigelb einstreichen und Füllen der Spitzbuben (mit Himbeer-Marmelade und selbstgemachtem Brombeer-Gelee).



Bei meiner Freundin werden die älteren Generationen mit Plätzle versorgt und auch bei mir muß die Menge für die Mama und den Papa der Cucina reichen. Und so verarbeiten wir bei den Teigen nicht nur einfache Mengen, sondern gleich das vier- bis sechsfache.

Aber es ging alles recht schnell, es wurde viel geratscht, gesungen und getrunken. Nach den süßen Stunden haben wir uns alle über die gemeinsame salzige Brotzeit, ein Bier und eine bequeme Couch gefreut.

Jedes Jahr auf der Liste:

Spitzbuben

  • 300 g Mehl
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Butter
  • 1 Ei
  • Marmelade oder Gelee zum Füllen
  • Puderzucker zum Bestreuen
Aus Mehl, Zucker, Salz, kalter Butter und Ei einen Mürbeteig herstellen. Den Teig in Folie wickeln und min. 1 Stunde kalt stellen.

Ofen auf 180 Grad (Umluft: 165 Grad) vorheizen.


Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder zwischen zwei Folien ausrollen - ca. 3 - 4 mm stark. Plätzchen ausstechen, eine Hälfte mit Loch in der Mitte, eine Hälfte ohne Loch. Im Ofen ca. 10 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Die Plätzchen mit Loch mit Puderzucker bestreuen, die ohne Loch mit dem Gelee bestreichen und zusammensetzen.

Montag, 24. November 2008

Agnello stufato con aceto e fagiolini

Lamm mal ganz anders.
Wir essen gerne Lamm. Oft als Eintopf mit verschiedenen Gemüsen in Wein gegart. Dieses Mal habe ich etwas Neues aus dem Buch "Die klassische italienische Küche" von Marcella Hazan ausprobiert. Lamm mit grünen Bohnen in Essig geschmort.
Ich war während des Kochens etwas skeptisch, da die Menge der Flüssigkeit sehr gering ist. Aber es hat geklappt. Die Bohnen waren nach 2 Stunden Garzeit (obwohl sie wirklich superdünn und zart waren) noch sehr knackig. Beim nächsten Mal würde ich sie etwas blanchieren/vorkochen. Vielleicht noch eine Bemerkung zum Essig: Im Rezept steht etwas lapidar "Rotweinessig guter Qualität". Ich habe einen jungen Balsamico, der noch nicht sehr süß ist, genommen. Ich denke, ein saurer normaler Rotweinessig käme zu streng rüber.

Fazit:
Ein tolles Lammgericht, das einmal ganz anders schmeckt als vieles, was man kennt. Wir werden es bestimmt oft kochen.



Agnello stufato con aceto e fagiolini
2 Portionen
  • 250 g feine, frische grüne Bohnen
  • 4 EL Olivenöl
  • 400 g Lammkeule oder -schulter in 4 cm große Würfel geschnitten
  • 5 Schalotten
  • Salz, Pfeffer
  • 8 EL Rotweinessig von guter Qualität (siehe obige Bemerkung, bei mir junger Balsamico)

Die Bohnen putzen, waschen und abtropfen lassen. In einem Schmortopf, der viel Bodenfläche hat, Öl erhitzen, Lammfleisch bei mittlerer Temperatur von allen Seiten anbraten.
Geputzte ganze Schalotten zugeben. Salzen, pfeffern und umrühren. Kurz mitbraten. Essig hinzufügen und aufkochen lassen. Dabei umrühren und den Bratensatz vom Boden lösen.


Temperatur herunterschalten, es soll nur noch ganz leicht köcheln. Die Bohnen hinzufügen und noch mal alles wenden.


Topf schließen und bei geringer Hitze ca. 1,5 bis 2 Stunden garen lassen. Gelegentlich umrühren. Fertig!


Bei uns dazu gebratene Kartoffelwürfel.

Sonntag, 23. November 2008

Spighe

Bei der Durchsicht der Beiträge zum World Bread Day '08 haben mich die Spighe aus dem Blog Midnight breakfast von Sheryl angelacht, denn ich habe noch italienischen Hartweizengrieß im Vorratsschrank.

In der Hektik - Lasagne und Quarkstollen waren fast gleichzeitig in der Mache - habe ich das Einschneiden vor dem Backen vergessen. Sie wären sonst sicher schöner, aber besser geschmeckt hätten sie sicher nicht.
Die Spighe sind sehr gut, und durch die Tatsache, daß nur Grieß verwendet wird, etwas herzhafter als "normale" weiße Brote/Semmeln. Wird bestimmt wieder gemacht, z.B. zu einem Eintopf, wenn es keine andere Beilage gibt, oder zu einer Käseplatte.


Spighe
5 Stück

  • 400 g Hartweizengrieß
  • 250 ml Wasser
  • 10 g Hefe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, auf Stufe 1 (KitchenAid) fünf Minuten und danach auf Stufe 2 zehn Minuten kneten. Abgedeckt ruhen lassen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat.

Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu fünf kleinen, ovalen Brötchen formen und nochmals 30 - 40 Minuten gehen lassen.
Backofen auf 200 Grad (Ober/Unterhitze) vorheizen. Brötchen mehrfach einschneiden. Blech auf der zweiten Schiene ca. 30 - 35 Minuten backen.

Samstag, 22. November 2008

Quarkstollen


Meine alte, kleine Bosch-Küchenmaschine hatte bei festen Teigen, geschweige denn Stollenteigen so ihre Problem. Aber seit knapp einem Jahr nenne ich eine Kitchen Aid mein Eigen und jetzt kanns losgehen mit den Stollen. Als erstes habe ich einen Quarkstollen ausprobiert. Aus einigen Buch- und Internetrezepten ist folgendes Rezept rausgekommen, wieder mal wurden allergiebedingt z.B. Marzipan, Nüsse und Mandeln weggelassen bzw. ausgetauscht. Aber wer darauf nicht verzichten will - was ich gut verstehen kann - ersetzt einfach einen Teil des Orangeats und Zitronats.

Der Stollen ist sehr gut geworden, schmackhaft und - sehr wichtig - nicht trocken.



Quarkstollen
2 mittlere bzw. ein sehr großer Stollen
  • 500 g Mehl (Typ 405)
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Quark (bei mir Magerquark)
  • 1 gute Prise Salz
  • 2 EL brauner Rum
  • 125 g Butter weich - aber nicht flüssig
  • 100 g klein geschnittenes Zitronat
  • 100 g klein geschnittenes Orangeat
  • 150 g Rosinen

Zum Bestreichen:
  • 100 g Butter
  • 100 g Puderzucker
Mehl, Backpulver, Eier, Zucker, Vanillezucker, Quark, Salz, Rum und Butter zu einem Teig kneten. Dann Zitronat, Orangeat und Rosinen unterrühren. Teig ca. eine 3/4 Stunde ruhen lassen.

Den Ofen auf 175 Grad (Ober/Unterhitze oder 160 Grad Umluft) vorheizen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zwei Stollen formen und im Ofen ca. 45 Minuten backen.

Butter schmelzen und die noch warmen Stollen mit der geschmolzenen Butter bestreichen. Dann Puderzucker darüber streuen. Kurz warten und noch zweimal wiederholen.
In der Alufolie aufbewahren.

Freitag, 21. November 2008

Romanesco-Schinken-Quiche

Zur Zeit muß es abends oft schnell gehen. Die Einladungen häufen sich vor Weihnachten. Die meisten sind beruflich bedingt, fangen meist erst um 19.30 Uhr mit einem Vortrag an und gegen 21 Uhr gibts dann endlich etwas zu essen. Ich gebe es zu: Bis dahin bin ich verhungert, habe ggf. schon bei der Begrüßung ein Gläschen Sprudelndes auf leeren Magen intus und soll aber noch eine anständige Figur machen. Und außerdem muß ich irgendwann dann noch ins Bett während mein Magen-Darm-Bereich noch verdaut. Ich weiß ... Luxusprobleme. Aber trotzdem: Ich hätte gerne vor den Vorträgen etwas zu essen. Aber man hat wohl Angst, daß die Gäste nach dem Essen verschwinden. ("Leider" wissen die Einladenden nichts von meiner Bloggerei und somit nichts von meinen o.g. Wünschen.)


Lange Rede, kurzer Sinn: Wir (der Herr der Cucina begleitet mich oft) versuchen, zwischen Arbeit und Abendveranstaltung daheim zu essen. Schnell muß es gehen, nicht zu viel sein (weil der Herr der Cucina an diesen Abenden zweimal ißt ;-) ) - ein Beispiel von gestern abend:


Romanesco-Schinken-Quiche

kleine Form

  • 4 Strudelblätter (dann gehts noch schneller)
  • 80 g gekochter Schinken
  • 1 gute Handvoll gekochter Romanesco-Röschen
  • 1 Ei
  • 50 g Crème fraîche
  • 100 g Sahne
  • 50 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Piment d'Espelettes


Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze, bzw. 160 Grad Umluft) vorheizen.

Quicheform mit den Strudelblättern auslegen. Die Romanesco-Röschen auf den Blättern verteilen. Ebenfalls die sehr klein geschnittenen Schinkenscheiben gleichmäßig über die Röschen legen. Ei, Crème fraîche, Sahne, Milch vermischen, mit den Gewürzen kräftig abschmecken und über die Quiche gießen.

40 Minuten auf der zweiten Schiene von unten backen.


Anmerkung:

Die Idee, für den Boden der Quiche fertige Strudelblätter zu nehmen, gefällt mir immer besser. Eine leichte und schnelle Lösung.

Mittwoch, 19. November 2008

Gefüllte Perlhuhn-Supremes


Wir essen gerne Perlhuhn-Supreme, einfach nur kurz gebraten. Heute abend war ich aber in "Ausprobier-Laune", also wurde es mit Zucchini und Champignons (das gab die Gemüseschale gerade her) gefüllt, gebunden und gebraten.

Fazit:
Es geht schnell, läßt sich gut vorbereiten und ist auch für eine größere Gästezahl gut zu handhaben.


Gefüllte Perlhuhn-Supremes
2 Personen

  • 2 Perlhuhn-Supremes
  • 1/2 kleine Zucchini
  • 100 g Champignons
  • 1 EL Semmelbrösel
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 ml Weißwein
  • 150 ml Geflügel- oder Gemüsefond
  • 1 Zweig Thymian
  • Salz, Pfeffer, ggf. Piment d'Espelettes

Perlhuhn-Supremes auf die Hautseite legen, ggf. nur Knochensplitter entfernen.


Zucchini und Champignons sehr klein schneiden und in der Butter kurz anbraten. Die Semmelbrösel unterrühren und die Masse auf die zwei entbeinten Stücke des Perlhuhns geben. Mit einem Kochgarn diese Stücke zusammenfalten und -binden.


Olivenöl in der Pfanne erhitzen, die beiden "Fleisch-Pakete" von allen Seiten anbraten, dann mit dem Weißwein ablöschen, Thymian dazu und während der Garzeit auf kleiner Flamme (ca. 30 - 40 Minuten) Fond immer wieder zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Piment abschmecken.

Bei uns dazu etwas Baguette, Zucchini-Gemüse und wieder ein Weißburgunder (Birnauer Kirchhalde) vom Markgraf von Baden.

Dienstag, 18. November 2008

Medaillons aus der Milchkalbskeule

Auf dem Weg von München nach Herrsching habe ich bei einem Landmetzger ein Stück aus der Keule eines Milchkalbs ergattert, das uns ein jetzt ein schnelles und einfaches Abendessen beschert.


Medaillons aus der Milchkalbskeule
2 Personen

  • 2 rote Zwiebeln
  • 300 g Fleisch aus der Milchkalbskeule, in kleine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • 100 ml Weißwein
  • 50 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer


Olivenöl und Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Fleischscheiben anbraten, die in feine Ringe
geschnittenen Zwiebeln dazugeben und kurz mit andünsten.

Mit Weißwein ablöschen, Sahne zugeben und nochmal einmal kurz aufkochen. Abschmecken und fertig.

Bei uns dazu etwas Reis und Romanesco sowie ein Weißburgunder (Birnauer Kirchhalde) vom Markgraf von Baden.

Montag, 17. November 2008

Blumenkohl-Schinken-Sauce

Montag und mal wieder Resteverwertung - Mit dem übrig gebliebenen, gekochten Blumenkohl vom Vortag gab es eine schnelle, gut schmeckende Sugo. Im Kühlschrank war noch gekochter Parma-Schinken, Schalotten und Petersilie sind immer im Haus.



Blumenkohl-Schinken-Sauce
2 Portionen

  • 2 Handvoll gekochte, sehr kleine Blumenkohl-Röschen
  • 50 g gekochter Schinken
  • 2 Schalotten, sehr klein gehackt
  • 1 EL Petersilie, klein gehackt
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Schlagsahne
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl

In einer Pfanne Olivenöl heiß werden lassen und die Schalotten anschwitzen, dann klein geschnittenen Schinken zugeben, kurz mit braten, Temperatur reduzieren.
Blumenkohl-Röschen zugeben, unter gelegentlichem Rühren erwärmen (3 - 4 Minuten). Mit Weißwein ablöschen, Sahne zugeben, reduzieren lassen bis eine sämige Sauce entsteht.


Mit Salz, Pfeffer abschmecken, Petersilie unterrühren und zum Schluß die Nudeln unterheben. Es eignen sich vor allem Penne oder (wie auf dem Bild) Calamarate.

Bei uns dazu wieder ein Silvaner aus dem Juliusspital Würzburg.

Sonntag, 16. November 2008

Kalbslende mit Kopfsalat-Cremesauce


Apéro habe ich abonniert. Diese Zeitschrift nennt sich "Das kulinarische Esspapier", Herausgeber ist Eckard Witzigmann. Die Rezepte von verschiedenen Spitzenköchen sind sicher eher extrem für die normale Küche, aber geben mir immer wieder Ideen ... und die Hefte sind einfach schön durchzublättern.

Der "Gebratene Schnäpel auf Blumenkohlgemüse mit Kopfsalat-Cremesauce" von Johannes King hatte mich beim letzten Mal angemacht. Daraus geworden ist eine Kalbslende mit Blumenkohlgemüse und Kopfsalat-Cremesauce. Im Originalrezept wird die Sauce fein gemixt, dann durch ein Haarsieb passiert und "aufgeschäumt". Das ist sicher die Sterne-Küchen-Variante. Ich habe die Sauce nur püriert - ich fand sie so schon fantastisch. Sie würde aus meiner Sicht bestens zu einem Seeteufel passen oder auch zu selbst gemachten Tagliatelle mit ein paar frischen Pilzen.

Also: eine wunderbare, feine Sauce - mit etwas Aufwand herzustellen - aber die Mühe absolut wert.


Kalbslende mit Blumenkohlgemüse und Kopfsalat-Cremesauce
2 Portionen

  • 2 Scheiben von der Kalbslende
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • 1 kleiner Kopfsalat
  • 40 g durchwachsener Räucherspeck
  • 40 g Kartoffeln, grob gewürfelt
  • 2 Schalotten, grob gewürfelt
  • 4 weiße Champignons, geviertelt
  • 40 ml Noilly Prat
  • 100 ml Geflügelfond (oder Gemüsefond - bei mir Fleischbrühe)
  • 80 g Crème double
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 300 g Blumenkohl, in sehr kleine Röschen geteilt
  • Salz
  • 1 EL Butter
  • 1 Schalotte, klein gehackt
  • Pfeffer


Sauce:
Salat putzen, die Blätter waschen, von den Stielen befreien und fünf zarte Blätter für den Blumenkohl beiseite legen. Die übrigen (bei mir ca. 20 Blätter) in wenig Wasser (12 EL) kurz blanchieren und mixen. (Im Originalrezept werden sie in den Entsafter gegeben). Beiseite stellen und abkühlen lassen.


Den Speck in feine Streifen schneiden und braun und kross ausbraten. Die Streifen entfernen, und in dem rauchig schmeckenden Fett die Kartoffeln, Schalotten und Champignons kräftig anschwitzen, aber keine Farbe annehmen lassen. Mit Noilly Prat ablöschen und kurz einkochen lassen. Geflügelfond und Crème double angießen und alles etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Dann alles fein mixen. Salzen, pfeffern, mit Muskat abschmecken.

Blumenkohlgemüse:
Die Röschen in gut gesalzenem Wasser so lange kochen, bis sie nur noch ein wenig Biss haben. Abgießen und sehr gut abtropfen lassen. In einer Pfanne Butter erhitzen und Schalotte anschwitzen, Blumenkohl dazugeben, wenden, pfeffern.

Fleisch:
Die Kalbslende in Butter und Olivenöl braten.

Bei uns dazu ein Silvaner vom Juliusspital Würzburg.

Samstag, 15. November 2008

Neue Farbe III


Neue Farbe II

Es wird GINSTER 145 - kräftiges, helles, fröhliches Gelb.

Der "Kruscht" ist schon abgehängt und geputzt, die Vorhänge sind gewaschen und gebügelt. Die Wiesn-Bierkrug-Sammlung ist mal wieder gesäubert worden und wartet auf den neuen Anstrich.


Abgeklebt und gemalert wird am Samstag, so daß hoffentlich am Sonntag wieder alles eingeräumt und fertig gemacht werden kann.

Freitag, 14. November 2008

Kalbfleischpflanzerl

Kalb-Fleischpflanzerl, -Fleischküchle, -Buletten?

Egal wie man sie nennt, wir mögen sie sehr. Aber nicht die Teile, die es an vielen Brotzeittheken gibt und mit denen man unliebsame Zeitgenossen erschlagen kann.
Locker und leicht müssen sie sein ... und kalt auch noch schmecken.

Meine ultimative und immer wieder gekochte Variante kommt hier:
Das Originalrezept war - ich erinnere mich dumpf - in einer Beilage der Süddeutschen Zeitung und von Alfons Schuhbeck. Was ich alles genau geändert habe, kann ich nicht mehr sagen, inzwischen mach ich es ohne Rezept.
Eins weiß ich aber. Bei mir sind keine alten Semmeln enthalten sondern Toastscheiben ohne Rinde. Diese in Milch eingeweicht und dann (z.B. im Universalzerkleinerer) klein gehackt bewirken die von uns so gewünschte sehr lockere Konsistenz und das "Aufgehen" der Pflanzerl beim Braten.

Kalbfleischpflanzerl
8 - 10 Stück

  • 4 Scheiben Toastbrot (ca. 80 g, ohne Rinde)
  • 300 ml Milch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • 500 g Kalbshack (z.B. vom Hals)
  • 1 Ei
  • 1 - 2 TL scharfer Senf
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL glatte Petersilie
  • 5 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Butter


Toastbrot in Milch einweichen, gut ausdrücken und sehr klein schneiden oder hacken. Zwiebel schälen, in möglichst kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne bei milder Hitze im Öl glasig anschwitzen.


Kalbfleisch mit Toast, Ei, Senf, Zwiebelwürfeln, 2 EL Semmelbrösel mischen und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie würzen.



Kleine Pflanzerl formen, in den restlichen Semmelbröseln wenden und bei mittlerer Hitze in der zerlassen Butter goldbraun braten - ca. 20 Minuten.

Bei uns dazu: Kartoffelsalat

Donnerstag, 13. November 2008

I - Sorrent - "XXII Sagra del Pesce"

Sorrent hat zwei Häfen, Marina Piccola und Marina Grande.

In der Marina Piccola legen die Fährschiffe aus/nach Neapel, Capri u.v.m. an, in der Marina Grande sind es die kleinen Fischboote, die dort liegen. Der "Grande" ist wesentlich kleiner als der "Piccola", viel unberührter und man wird nicht von den amerikanischen Kreuzfahrt-Touristen überrannt.

Wir hatten das Glück, während unseres Urlaubs 2007 in Sorrent eine Wohnung mit Blick auf diesen Hafen zu haben. Am 13. Oktober war - wie jedes Jahr im Oktober - die Sagra del Pesce. 2007 schon zum 22. Mal.
Die Einheimischen bauen während des Tages viele Stände auf, an denen es abends ab 19 Uhr Fritto misto, Schwertfisch und auch eine riesige Kuchentafel gibt. Die Einnahmen gehen zu Gunsten der Kirchengemeinde. Also eine riesige Feier mit viel Wein, Fisch und Kuchen, die nachts mit einem Feuerwerk endet.

Hier ein paar Eindrücke:

Marina Grande

Fischstände


Kuchentafel

Abschluß-Feuerwerk


Mittwoch, 12. November 2008

Crostini oder Brotaufstriche


Vor einer Woche hatten wir ja unser "Studienbeginn-Jubiläum" - gemeinsam wurde gekocht.

Wir wollten mal wieder ein paar neue Brotaufstriche, Crostini-Beläge, oder wie man das auch immer ausdrücken will, ausprobieren. Fünf Rezepte bzw. Grundideen hatte ich mir zusammen mit einer Freundin überlegt/rausgesucht und das ist dabei rausgekommen.
Im Uhrzeigersinn von oben (das Foto wurde noch schnell, schnell kurz vor der vollständigen Vertilgung aufgenommen, deshalb nicht in gewohnter Qualität):

Olivenmousse
Auberginen-Crème
Zucchini-Crème
Forellenfilet-Mousse
und in der Mitte Avocado-Crème

Natürlich ist keine Crème so geblieben, wie wir das geplant hatten, hier wurde püriert, dort wurde Dill weggelassen, hier wurde Schmand untergehoben, dort der Knobi reduziert. Raus kamen fünf ausgezeichnete Saucen. Die Männer haben bei der Herstellung mitgeholfen - natürlich sitzend und mit Weißbier in greifbarer Nähe.

Auberginen-Crème

  • 1 große Aubergine
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 2 Prisen Piment d'Espelettes
  • 100 g Sauerrahm

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Aubergine halbieren, das Innere längs einschneiden und für 20 Minuten in den Ofen schieben. Danach mit dem Olivenöl bestreichen und abermals 20 Minuten garen.
Dann kurz abkühlen lassen, Fruchtfleisch auskratzen. Mit den anderen Zutaten mischen und mit dem Stabmixer pürieren. Nochmals abschmecken.

ANMERKUNG:
Diese Crème hat uns sehr positiv überrascht! Sie war überhaupt nicht langweilig. Fein, cremig, schmackhaft. Eignet sich auch gut - mit etwas mehr Rahm - als Fondue-Sauce.


Forellenfilet-Mousse

  • 125 g Forellenfilets, mild geräuchert
  • 25 g Crème fraîche
  • 100 g Sauerrahm
  • Pfeffer
  • Saft einer 1/2 Limone

Forellenfilets mit einer Gabel "klein-moussen", d.h. einfach zerdrücken. Mit den weiteren Zutaten vermischen und mit dem Limonensaft abschmecken.

ANMERKUNG:
Der Herr der Cucina ist kein Dill-Fan, deshalb fiel der Dill aus dem Rezept. Mir hat aber auch so gar nichts gefehlt. Eine einfache, schnelle Crème.


Avocado-Crème

  • 2 weiche Avocaods
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • Saft einer Limette
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 g Saure Sahne
  • 2 - 6 Prisen Piment d'Espelettes (je nach gewünschter Schärfe)
  • Salz, Pfeffer

Alle Zutaten pürieren und mit Salz, Pfeffer und Piment abschmecken.

ANMERKUNG:
Auf der Hitliste an diesem Abend auf Platz 2!


Zucchini-Crème

  • 500 g Zucchini
  • 1 Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 150 g Tomaten, gehäutet und gewürfelt
  • 1 EL Zitronensaft

Zucchinis in Scheiben schneiden und in einem EL Olivenöl weich dünsten. Dann abkühlen lassen und pürieren.
Tomaten häuten und würfeln, Frühlingszwiebeln in sehr feine Ringe schneiden. Beides im Olivenöl andünsten (2 Min.). Salzen und pfeffern.
Knoblauch kleinschneiden. Zucchini-Mousse, Gemüse und Knoblauch mischen, nochmals mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.


Olivenmousse

Das Rezept habe ich von lamiacucina. Unsere schwarzen Oliven war aber zu aromatisch, so daß wir wesentlich mehr Quark und noch Sauerrahm dazugenommen haben, um den Geschmack etwas abzurunden. Nächstes Mal brauche ich für dieses Mousse weniger intensive Oliven!

Dienstag, 11. November 2008

Dicke Grissini


Bei Peppinella habe ich am Freitagnacht über selbstgemachte dünne Grissinis gelesen.

Und das erinnerte mich wieder daran, daß ich einmal "dicke" Grissinis backen wollte, die wir u.a. immer wieder im Piemont gegessen haben. Also Peppinellas Rezept hergenommen - und sie sind so geworden, wie ich sie in Erinnerung habe: Außen knusprig, innen weich.

Dicke Grissini

ca. 20 Stück

  • 350 g Weizenmehl (Typ 55o)
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 2 EL Olivenöl
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, dann mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Hefeteig verarbeiten und ca. 4 Stunden gehen lassen.

Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Dann den Teig noch einmal kneten und etwa 20 dicke Grissinis formen. Diese auf zwei Backbleche verteilen und 15 Minuten gehen lassen. Im Ofen ca. 20 Minuten backen.