Mittwoch, 31. Dezember 2008

Silvester und Neujahr-Wünsche


Der Herr der Cucina und ich wünschen allen einen schönen Silvestertag und -abend und ein 2009 mit viel Gesundheit, Glück, Liebe, Erfolg ... und gutem Essen! Auf ein Neues!

(Eine Ähnlichkeit zwischen dem Foto und den Autoren dieses Blogs gibt es nicht! ;-) )

Dienstag, 30. Dezember 2008

Quark-Tascherln


Quark ist noch im Kühlschrank, und das Verfallsdatum nötigt zum baldigen Verbrauch, aber viel Zeit und Lust, groß zu backen, war gestern nicht vorhanden. Also mal kurz gegooglet und ich bin bei einem Rezept für Quarktascherln gelandet.
Viel habe ich am Original nicht geändert. Die Quadrate habe ich etwas kleiner geschnitten (ca. 5cm) und vor allem die Backzeit verringert. Statt angegebenen 20 Minuten reichten bei mir 10 Minuten völlig aus. Also auf jeden Fall den Backvorgang in kleinem zeitlichen Abstand überwachen. Im Original werden sie mit Johannisbeer-Konfitüre gefüllt. Da der Teig selbst keinen Zucker enthält, würde ich zu einer süßen Marmelade raten, bei mir eine selbstgemachte Erdbeer-Marmelade.
Diese Mini-Quarktaschen schmecken fast so, als wären sie aus Blätterteig gemacht. Fein, mit einem Bissen weg, sehr gefährlich! Sie schmecken am besten frisch.


Quark-Tascherln
  • 125 g Mager-Quark
  • 175 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei
  • Erdbeer-Marmelade
  • Puderzucker zum Bestreuen
Den Quark mit Mehl und dem Salz in die Schüssel geben. Die Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Gemeinsam mit dem Ei zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank min. 30 Minuten kalt stellen.

Den Backofen auf 220 Grad Ober/Unterhitze (oder 200 Grad Umluft) vorheizen.



Den kalten Teig ca. 2 - 3 mm dünn ausrollen und in Quadrate mit 5 cm Seitenlänge schneiden. Etwas Marmelade in die Mitte der einzelnen Quadrate setzen, zu einem Dreieck falten, leicht die Kanten andrücken und auf ein Backblech legen.

Die Tascherln im Ofen ca. 10 Minuten goldbraun backen. Mit Puderzucker bestäuben und abkühlen lassen.

Montag, 29. Dezember 2008

Hirschrückenfilets im Pancetta-Mantel


Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es für den Herrn der Cucina und mich ein Stückchen Hirsch - ein tolles Fleisch hatte unser Metzger für uns vorbereitet.
Ein Rezept von Johann Lafer für Hirschmedaillons im Speckmantel war die Grundlage für die folgende Zubereitung. Ich habe die Gewürze und Garzeiten verändert. Heraus kam ein wunderbar zartes, genau richtig gegartes Stück Hirsch, nur die wirklich oberste Schicht war gebraten, das Innere - wie auf dem Foto fast burgunderrot, aber nicht roh. Wirklich zu empfehlen und sehr leicht zuzubereiten.


Hirschrückenfilets im Pancetta-Mantel
2 Portionen

Backofen auf 140 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.



Hirschrücken in zwei Teile schneiden. Das Fleisch gut pfeffern und salzen, mit Pancetta locker umwickeln, dabei den Rosmarinzweig hineinlegen, mit Küchengarn binden.



Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und die Fleischstücke darin nicht zu scharf auf beiden Seiten kurz anbraten. Dann in Fleisch in eine ofenfeste Form (ohne das Fett) legen und für 25 Minuten in den Ofen schieben.
Die Bratenreste in der Pfanne mit Rotwein ablösen und einkochen lassen. Reduzieren. Kurz vor Ende der Garzeit die Preiselbeeren und die Sahne hinzufügen. Nochmals abschmecken.

Den Hirsch aus dem Ofen nehmen, Garn entfernen, ggf. auch Pancetta.

Bei uns dazu Spätzle, Rosenkohl und Champignons.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Wein - Crianza 2002 (Yllera)

Ruhe kehrt ein im Hause Cucina Casalinga - die wahrscheinlich letzten Gäste diesen Jahres sind mit dickem Bauch gegangen und wir sitzen bei einem Gläschen Wein beisammen. Die verschiedenen Weihnachts-Gäste waren so wie wir sie mögen, sie haben sich über das Essen gefreut, kein großes Theater gemacht bzgl. Aufwand, Zutaten oder Menge, - sondern einfach das Gute genossen, gegessen, viel geredet und "ein wenig getrunken". Wir hoffen, sie haben sich so wohl gefühlt wie wir uns.
Die nächsten Tage wird die Küche etwas auf kleinerer Flamme gefahren. Erst an Silvester kochen wir wieder etwas größer - für uns zu zweit wahrscheinlich etwas "fischiges" daheim.

Aber jetzt zum Wein der vor uns steht und vorgestern zum Boeuf Stroganoff ausgeschenkt wurde:

Von diesem spanischen Rotwein bekomme ich jährlich ein paar Flaschen geschenkt. Ein Kunde von mir bestellt davon größere Mengen direkt in Spanien und ein bißchen was fällt immer für mich ab. Der 2003er wurde gerade geliefert und ruht im Keller. Die 2002er Flaschen nähern sich langsam aber sicher dem Ende.

Der Wein wird in Castilla y León angebaut wird nach der Ernte in amerikanischer und französischer Eiche gelagert (80% - 20%).

Ein trockener Wein mit kirschroter Farbe, der auch nach Kirsch und Brombeere schmeckt.

  • Weingut: Yllera
  • Wein: Crianza
  • Jahrgang: 2002 (momentan 2003 im Verkauf)
  • Trauben: Tempranillo 100%
  • Verschluß: Naturkork
  • Alkohol: 13 %
  • Land: Spanien
  • Region: Castilla y León
  • Preis: ca. 10 Euro in Deutschland, 6 Euro in Spanien

Bei uns zu Steak, Käse, Quiche, kräftigen Nudelgerichten.


Samstag, 27. Dezember 2008

Gemüseterrine


Die Gemüseterrine von Lamiacucina hörte sich ideal als kalte Vorspeise für das Weihnachtsessen an Heilig Abend an und das war sie auch! Sie ließ sich am 23. gut fertigstellen und in der Form am 24. gut transportieren. Und das Wichtigste - eine leichte feine Vorspeise.

Geändert habe ich - mal wieder aus Allergie-Gründen - das eingelegte Gemüse. Bei mir kamen neben Brokkoli, grüne und gelbe Zucchini, enthäutete und entkernte Fleischtomaten hinzu. Und die Sauce war bei mir eine kräftig mit Salz und Pfeffer gewürzte Joghurtsauce mit Schnittlauch.

(Da dies auch mein Beitrag zum Kochevent "Fremdkochen - im Winter" von Hüttenhilfe ist, füge ich der Vollständigkeit halber das Rezept an - mit minimalen Änderungen zum Original.)


Gemüseterrine
8 Portionen

  • 1 große Fleischtomate
  • 1 großer Lauch
  • 1 mittelgrosser Broccoli
  • 1 grüne Zucchini
  • 1 gelbe Zucchini
  • 200 ml Halbrahm
  • 100 ml Milch
  • 3 ganze Eier
  • Pfeffer, Salz, Muskatnuss

  • Schnittlauchsauce:
  • 200 g weißer Vollmilch Joghurt
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer

Terrinenform (Staedter U-Form, 1 Liter) mit Küchenfolie auslegen.


Den Lauch (vom grünen Teil) in ca. 20 cm lange Blattstücke schneiden und ca. 3 Minuten in siedendem Salzwasser blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken. Dicke Blätter mit einem dünnen Messer in zwei Schichten spalten, die nur noch halb so dünn wie das originale Blatt sind. Das geht oft auch durch Gegeneinanderreiben zwischen den Fingern. Blätter auf Küchenpapier auslegen und trocknen. Die Terrine quer zur Länge mit den geteilten Lauchblättern belegen.


Die Tomate enthäuten und entkernen, danach in kleine Würfel schneiden. Broccoli in Salzwasser unter Zugabe einer Msp. Backpulver kurz blanchieren. In kaltem Wasser abschrecken. Röschen auslösen. Zucchinis in Streifen schneiden und kurz im Salzwasser blancieren.

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.


Danach die Royale zubereiten: Ei mit dem Halbrahm gut verkleppern und kräftig würzen. Etwas Royale in die Form geben und die Form schwenken, so daß alles leicht bezogen ist. Die Terrine mit dem Gemüse schön auslegen und dann mit der Royale begießen. Mehrmals kräftig die Form auf den Tisch schlagen, daß alle "Luftlöcher gestopft" sind.

Terrine 1 Stunde in einem Wasserbad im Ofen garen. Wassertemperatur mind. 90-95°C (am besten das Wasserbad schon mit gekochtem Wasser beginnen). Badhöhe 3/4 der Terrinnenhöhe.

Nach dem Herausnehmen erkalten lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Kurz vor dem Anrichten die Schnittlauchsauce aus den oben genannten Zutaten herstellen.

Freitag, 26. Dezember 2008

Unsere Weihnachtsessen

Unsere Weihnachtsessen - die in nächster Zeit gepostet und verlinkt werden. Alles streßfrei und ohne großen Aufwand vor- und zuzubereiten, für die Feiertage deshalb sehr empfehlenswert. Wir waren maximal zu viert, aber alle Rezepte sind problemlos auch z.B. für 8 Personen mit gleicher Arbeit machbar.


Heilig Abend mittags - mit den Eltern

1. Weihnachtsfeiertag - nur für uns

2. Weihnachtsfeiertag - mit Freunden

"3." Weihnachtsfeiertag - mit französischer Verwandtschaft

  • Antipasti und Pasteten (Wildschwein, Reh, Ente) mit dicken Grissinis
  • Zucchinicremesuppe mit Salbei
  • Brassato
  • Crème caramel
  • Käse-Potpourri aus der Schweiz und Frankreich
    dazu Dolcetto d'Asti von Giuseppe Cortese.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Weihnachtsruhe


Heilig Abend haben wir in kleiner Runde bei den Eltern verbracht, das vorbereitete Essen hat wunderbar geschmeckt (... und darüber wird in nächster Zeit hier berichtet), mit viel Ruhe gings durch den Tag. Abends sind wir wieder nach Hause zurückgekehrt und haben den Tag bei einem Gläschen Wein ausklingen lassen.

Traditioneller Weihnachtsstrauß für die Mütter


Heute sind wir für uns, d.h. ausschlafen, lesen (der traditionelle Bücherberg, den wir zu Weihnachten bekommen haben, wird in Angriff genommen), ein bißchen essen (ein kleines Stück Hirsch) und zu was wir sonst noch Zeit und Lust haben.

Unser Christbaum

Dienstag, 23. Dezember 2008

Beobachter des Weihnachts-Vorkochen

Heute vor dem Küchenfenster (er besucht mich öfter):


Orecchiette con tacchino e spinaci

Schnell am Sonntagmittag das Essen aus frischen Zutaten - weibliche Bio-Putenbrust und Spinat - zusammengebastelt - und es ist daraus eine wunderbar, sämige Mischung geworden, die es auf jeden Fall wieder geben wird.



Orecchetti con tacchino e spinaci
2 Personen

  • 250 g Putenbrust
  • 400 g frischer Blattspinat
  • 2 Schalotten
  • 200 g Orecchiette
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
  • 200 ml Wasser
  • 50 ml Schlagsahne
  • 4 EL Olivenöl
  • 20 g Butter
  • Mehl
Spinat putzen, von den größten "Ästen" befreien. Schalotten klein schneiden. Knoblauch schälen. 2 EL Olivenöl mit 10 g Butter in einem Topf erhitzen, Schalotten und Knoblauch kurz anschwitzen, Spinat dazugeben, nach kurzer Zeit ca. 100 ml Wasser und so lange dünsten lassen - wie es der eigene Magen und Darm braucht!


Parallel die Orecchiette al dente kochen.

In einer Pfanne das restliche Olivenöl und die restliche Butter erhitzen. Die in kleine Würfel geschnittene Putenbrust kurz in Mehl wenden und dann sofort im Fett anbraten. Wenn das Fleisch Farbe bekommen hat, mit dem restlichen Wasser ablöschen. Kräftig mit Gewürzen abschmecken. Ca. 10 Minuten bei niedriger Temperatur fertig garen. Sahne hinzugeben und ganz kurz aufkochen.

Dann Spinat, Orecchetti und Pute in der Pfanne gut mischen, ggf. die zwei ganzen Knoblauchzehen "heraus fischen" und sofort servieren.

Bei uns dazu ein Bacchus aus Franken.

Montag, 22. Dezember 2008

Pulcino al forno


Am Wochenende:
  • Beim Gärtner unseres Vertrauens schon ausgesuchten und gelagerten Christbaum abgeholt
  • Auf dem Postamt angestanden
  • Minestrone für den 26. und
  • Zucchinicreme-Suppe für den 27. gekocht und eingefroren
  • Viel Orangensaft gepreßt
  • Im NightClub des Bayerischen Hofs Live-Musik gehört und den Herrn der Cucina zum Tanzen überredet
  • Christbaum aufgebaut und geschmückt
  • Weihnachtskarten/-briefe geschrieben
  • Aufgeräumt, gewaschen, getrocknet und gebügelt
  • Weihnachtsgeschenke eingepackt
... und schließlich noch ...

... zwei frische französische Stubenküken gesalzen, gepfeffert und - wie Peppinella ihr Huhn - mit Rosmarin gespickt, mit gutem Olivenöl beträufelt und für 45 Minuten bei 180 Grad Ober-Unterhitze im vorgeheizten Backofen gegart.
Superzart, saftig, fein!

Bei uns dazu Feldsalat mit einer Balsamico-Sahne-Sauce und ein Baguette sowie ein Glas Bacchus aus Franken.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Kinderbesteck


Gestern habe ich auf der Vorspeisenplatte der Kaltmamsell ihr Kinderbesteck entdeckt und bin auch auf dem Ausgangspunkt der Geschichte bei Sebastian gelandet.

Da kann ich auch mithalten ... und habe gleich in der Küchenschublade und im -schrank ohne zu suchen (das Besteck ist bei Kinderbesuch immer wieder im Einsatz und den Breiteller benutze ich selbst hin und wieder) folgendes "Gedeck" herausgeholt:


Aber jetzt habe ich das erste Mal über die Figuren richtig nachgedacht und recherciert.


Auf dem Breiteller - Mecki, das ist klar. Es gibt ihn als "Puppe" bei Steiff. Aber was kommt bei der Suche im Internet raus? Ich esse aus einem Merchandising Produkt der Firma Diehl Film - aber trotzdem hats wohl meist geschmeckt. ;-)

Und diese Astronauten auf dem WMF-Besteck? Was stellen sie da? Woher kommen sie? Wer sind sie? Waren sie ein Modeprodukt des Mondlande-Jahres 1969? (Die Landung habe ich wohl im zarten Krabbelalter auf dem Schoß meiner Mutter nachts live mitbekommen - kann mich aber nicht erinnern.) Auch ein Anruf bei meiner Mama konnte keine Klarheit in die Angelegenheit bringen. Vielleicht kennt ja einer von Euch die "Hintergründe"?

Samstag, 20. Dezember 2008

Krustenbrot aus dem Topf

Das November '08-Heft von essen&trinken liegt seit Erscheinung in meiner Küche - mit einem Einmerker bei "Der Kracher aus New York - Krustenbrot aus dem Topf". Ein Brot, das so gut wie nicht geknetet und dann auch noch im Topf gebacken wird, kurzum: Ich war skeptisch. (Vielleicht habe ich aber auch nur gehofft, daß einer von Euch anderen Kochbloggern das Rezept vor mir ausprobiert und mir "Leid erspart".)

Aber nix da, kein Leid - ein SUPER TOLLES BROT! Seht selbst. Ich habe mich wirklich genau an das Rezept gehalten (nur das Dinkelmehl Type 630 habe ich durch Weizen Type 550 ersetzt). Der Teig war relativ flüssig, das im Rezept angegebene Einschneiden der Teigoberfläche vor dem Backen klappte gar nicht.

Also - probiert es aus!


Krustenbrot aus dem Topf

  • 425 g Weizenmehl Type 550 (im Original Dinkel Type 630)
  • 1/4 TL Trockenhefe
  • 1 1/2 TL Salz
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 100 ml helles Bier - zimmerwarm (bei uns ein Tegernseer Spezial)
  • 1 EL Weißweinessig

Mehl, Hefe und Salz in einer Schüssel mischen. Wasser, Bier und Essig zugeben und mit einem Rührlöffel (ich hab eine Minute die KitchenAid auf kleinster Stufe verwendet) schnell glatt rühren - der Teig ist recht flüssig. Schüssel abdecken und rund 18 Stunden gehen lassen.

Den weichen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche von einer Seite zur anderen und von oben nach unten klappen: Den Vorgang ca. 10 - 15 mal wiederholen.

Einen Bogen Backpapier in eine runde Form (z.B. Springform oder rundes Gärkörbchen) legen und Teig hineingeben. Eine Klarsichtfolie auf einer Seite mit Öl bestreichen und den Teig mit der geölten Folienseite nach unten abdecken. Teig bei Zimmertemperatur zwei Stunden gehen lassen.

Einen gusseisernen Bräter mit Deckel (Durchmesser 24 cm) auf einen Rost auf die unterste Schiene in den Ofen stellen. Ofen auf 250 Grad (keine Umluft!) vorheizen. Folie vom Teig nehmen. Teig mit dem Papier in den heißen Bräter setzen.

Teig im Bräter zugedeckt 30 Minuten backen.


Den Deckel vom Bräter nehmen und das Brot bei 220 Grad 15 Minuten weiterbacken. Brot auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Freitag, 19. Dezember 2008

Kartoffelstrudel


Katha hat kürzlich ein Kochbuch erwähnt, das sie packen würde, wenn es brennt. So eines habe ich auch (ich werde darüber berichten). Aber diese Aussage hat bei mir gleich dazu geführt, daß ich mir "Vom Essen auf dem Lande" (Franz Maier-Bruck) zugelegt habe.

Nach dem ersten Blättern im Buch und mit einem leeren Kühlschrank im Hintergrund (kommt eigentlich selten bei uns vor - aber morgen steht der Großeinkauf an), fiel die Wahl auf den Kartoffelstrudel (im Buch Krumpanstrudel - Erdäpfelstrudel genannt). Ein paar kleine Änderungen (Schlagsahne statt saure Sahne, nur 1 Ei, gekaufte Strudelblätter und zusätzlich Champignons) führen zu einem sehr guten Abendessen, zu dem ich eine schnelle Joghurt-Schnittlauch-Sauce gemacht habe.


Kartoffelstrudel
(2 Portionen)
  • gekaufte Strudelblätter
  • 400 g Kartoffeln (bei mir Moos-Sieglinde)
  • 20 g Butter
  • 2 Schalotten
  • 100 g Champignons
  • 100 g Schinken
  • 1 Ei (ein wenig zum Bestreichen auf die Seite stellen)
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette

  • 200 g Vollmilch-Joghurt
  • 2 EL klein geschnittener Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette

Kartoffeln im Schnellkochtopf weich kochen, schälen und sehr fein zerdrücken oder durch die Flotte Lotte drehen.

Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die Schalotten, die Champignons und den Schinken klein schneiden und in der erhitzten Butter kurz anschwitzen. Inkl. Bratfett zu den Kartoffeln geben. Ei, Sahne und Gewürze zugeben und alles gut verrühren. Kräftig abschmecken. Strudelblätter mit der Fülle bestreichen, den Strudel mit dem restlichen Ei bestreichen, dann in den Ofen schieben. Bei 200°C 10 Minuten und nochmals 15 Minuten bei 175°C backen.

Aus Joghurt, Schnittlauch und Gewürzen eine kräftige Sauce rühren.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Orangen-, Akazien- und Wald-Honig

Heute ein kleiner Post zum Thema Honig. Ich liebe Honig, Akazien- und Orangen-Honig aus Italien im Sommer und Wald-Honig aus Schrobenhausen (bei Augsburg) im Winter.

Inzwischen gibt es ja bei Honig viel Verschnitt, chemisch, thermisch und - ich weiß nicht wie - behandelt. Also nicht das, was ich haben will. Den Wald-Honig holt mein Papa seit Jahren immer direkt beim Imker ab, hier bin ich mir sicher, das alles paßt.


Und bei den italienischen Honigsorten bin ich bei den Produkten von Peterlini aus dem Trentino "hängen geblieben". Vorallem der milde Akazien- und Orangen-Honig hat es mir angetan.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Entenleber-Pastete mit Cognac

Als kleine Vorspeise gabs am Sonntag - vor Kalbsragout und Espresso-Parfait - eine selbst- gemachte Entenleber-Pastete. Grundlage war ein vergilbtes Rezept aus einem Metzger-Heftchen - bestimmt 10 Jahre alt, das in einem Nachkochstapel überlebt hat. Ich denke, man kann die Pastete auch mit Kalb oder Huhn zubereiten. Sie ist schnell und einfach gemacht und gut vorzubereiten, ein geeignetes Entrée für ein Menu. Der Geschmack ist aufgrund der Leber-Menge relativ kräftig, läßt sich natürlich aber auch in der Relation verschieben.



Entenleber-Pastete
Vorspeise für 4 - 6 Personen
  • 125 g Geflügelleber - bei uns Ente
  • 250 g fertig gegarte Ente, Entenbrüste
  • 1 rote mittelgroße Zwiebel
  • 30 g Butter
  • 1 Zweig frischen Thymian
  • Pfeffer, Meersalz
  • 5 EL Cognac
  • 100 ml Sahne
  • Preiselbeeren, Meerrettich oder Senf zum Servieren - je nach Geschmack

Zwiebeln sehr klein würfeln.
Die Leber kurz abspülen, trockentupfen und große Adern und Häutchen entfernen. Dann in der in einer Pfanne erwärmten Butter die Leber zusammen mit den Zwiebelwürfelchen vorsichtig anbraten. (Nicht zu scharf!) Nach 5 Minuten salzen, pfeffern und die Hälfte des Cognacs hinzugeben und weiter bei kleiner Hitze sanft fertigbraten. Zur Seite stellen.


Das Entenfleisch von Haut und eventuellen Knochen befreien und klein schneiden. Gemeinsam mit der Leber mit dem Stabmixer klein hacken, evtl. auch den Fleischwolf mit der groben Scheibe verwenden.


Cognac und Sahne zugeben, je nach Geschmack auch ein Löffelchen Preiselbeeren. Gut mit einer Gabel durchmengen und in eine mit Folie ausgelegte Pastetenform füllen. Gut andrücken, damit keine Luftlöcher in der Pastete vorhanden sind. Über Nacht kalt stellen.


Bei uns als kleine Vorspeise zu einem dunklen Baguette und Feldsalat.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Weihnachtsplanung - FERTIG!


Manche werden jetzt wohl den Kopf schütteln, aber mir geht es besser.


Weihnachten ist geplant - jedenfalls was Einkaufen und Kochen betrifft. Weihnachten und Kochen macht mir nichts aus, aber die chaotische Einkauferei kurz davor und die entnervten Kunden stressen mich.
Also holt mich meine alte Projektmanager-Seele ein und ich plane alles.

Erst mal wird gecheckt, wer wann wo ißt, wer was nicht essen kann (Allergien, Vegetarier) oder mag. Dann wird der Essensplan aufgestellt - eine gute Mischung aus neuen und bereits bewährten Sachen, aus viel und wenig Aufwand. Der Kalender wird zu Rate gezogen und geprüft, wie Arbeit, Einkaufen und Kochen unter einen Hut zu bringen sind.

Und schließlich werden die Einkäufe unter den verschiedenen Läden "aufgeteilt", ein Gespräch mit dem Metzger geführt, Bestell-Listen mit Abholdaten abgegeben, Blumen für die Mamas bestellt, Wein ausgewählt und die Vorräte gecheckt - und der Herr der Cucina macht dann die große Abholrunde, nur den Großmarkt am kommenden Samstag mache ich selbst.


Aber auch unter den anderen Bloggern gibt es generalstabsmäßige Planer wie die Kaltmamsell mit ihrer Vorspeisenplatte. In ihrem Beitrag habe ich mich wiedergefunden! ;-)
Wie haltet Ihr anderen das denn so?

Montag, 15. Dezember 2008

Espresso-Parfait mit Zimtchips


Im Hause Cucina Casalinga wird nach den vorweihnachtlichen Auswärts-Essen wieder selbst gekocht, Alltag und Ruhe vor Weihnachten kehren langsam ein. Mama und Papa der Cucina sind zum Essen angereist und ich habe mich ein bißchen angestrengt, etwas "Eßbares" zu fabrizieren.

Ein neues Dessert muß mal wieder ausprobiert werden, denn in diesem Bereich bin ich eigentlich ziemlich faul und bleibe immer bei meinen Standards. Die Wahl fiel auf das Espresso-Parfait mit Zimtchips aus der Zeitschrift essen & trinken, Heft Dezember 2007. Ein bißchen abgewandelt (Mandelkrokant fiel wieder mal den Allergien zum Opfer) haben der Herr der Cucina und ich am Samstagabend das Dessert für Sonntag vorbereitet.
Im Heft ist das Parfait in einer schräg aufgestellten Kegelform abgebildet. Und es wird geschrieben, daß man die Kegelform ganz einfach mit Backpapier basteln kann. Denkste. Ging nicht, gar nicht. Natürlich hätten wir die Masse auch in kleine Förmchen - wie z.B. für Crème Caramel - füllen können, aber unser Ehrgeiz war geweckt.
Wir haben aus Alufolie "Tütchen" gebastelt und mit Tesafilm geklebt - dann schräg in Gläser gestellt und gefüllt, sieht nett aus - muß aber nicht sein. Urteilt selbst.

Aber nun zum Parfait an sich: Spitze! Mein Papa, begeisterter Anhänger meiner Crème caramel, überraschte mich doch mit der Aussage "Fast noch besser als die Caramel-Crème". Die sehr geringe Menge Espresso-Sirup (ca. 3 EL sind das nach dem Abgießen) würzt das Parfait doch ungemein. Ein feines, nicht zu süßes Dessert! Uneingeschränkt zu empfehlen.


Espresso-Parfait mit Zimtchips

  • 70 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 60 g Espressobohnen
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 4 Eigelb
  • 200 ml Schlagsahne

Zimtchips :

  • 1 Strudelteig-Blatt (Fertigprodukt ca. 40 cm * 50 cm)
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 2 EL Puderzucker

Zucker mit Wasser aufkochen. Espressobohnen dazugeben und 2 Minuten schwach köcheln lassen. Vom Herd nehmen und 2 Stunden ziehen lassen.


Dann den Sirup durch ein feines Küchensieb in eine Edelstahlschüssel gießen. Vanillemark und Eigelb zum Sirup geben und über einem heißen Wasserbad cremig-dick aufschlagen. Danach über kaltem Wasser kalt rühren. Im Kühlschrank kurz zwischenlagern.


Die Sahne steif schlagen und nach und nach unter die Parfaitmasse heben.



Die Masse in die Förmchen/Gläser/Tütchen füllen und min. 5 Stunden einfrieren.

Zimtchips:
Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze, keine Umluft!) vorheizen.



Für die Zimtchips das Strudelteig-Blatt in 1 cm breite Streifen schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen.


Zimt mit Puderzucker gut mischen und mit einem sehr feinen Sieb auf die Streifen verteilen. Im Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 11 Minuten goldbraun karamellisieren lassen.


Danach abkühlen lassen und in gewünschte Stückchen brechen.
Zusammen mit dem gestürzten Parfait anrichten.

Sonntag, 14. Dezember 2008

Wein - Cutizzi 2007 (Feudi)

Während eines einfachen aber sehr feinen Pizza-Essens im Ristorante Felix (Milano Marittima) haben wir den nachfolgenden Wein entdeckt. Wir wollten zur sehr guten Holzofen-Pizza einen kräftigen Weißwein trinken und haben den Cutizzi 2007 empfohlen bekommen.

Ein ausgezeichneter, kräftiger Greco di Tufo aus dem Hause Feudi. Wir haben uns auf der Heimfahrt bei unserem Lieblingsweinhändler in Südtirol auch gleich damit eingedeckt, ein kleines, kleines bißchen Platz war noch im Auto. Im übrigen ist der hier verkostete Jahrgang 2007 im Gambero Rosso 2009 mit drei Gläsern bewertet.

Dieser Weißwein riecht ganz zart nach Pfirsich und Vanille und hat einen nachhaltigen, sehr körperreichen Abgang.

  • Weingut: Feudi
  • Wein: Greco di Tufo DOCG - Cutizzi
  • Jahrgang: 2007
  • Trauben: Greco 100%
  • Verschluß: Naturkork
  • Alkohol: 13 %
  • Land: Italien
  • Region: Kampanien
  • Preis: ca. 11 Euro in Italien, ca. 15 Euro in Deutschland

Bei uns zu Spargel, Perlhuhn und Pizza ;-) ...
... und wer sehr gute Holzofen-Pizza essen will:

  • FELIX RISTORANTE
  • Rotonda Don Minzoni, 13
  • Cervia - Milano Marittima
  • Tel. 0039 - 0544 - 99 16 86
  • ganzjährig Donnerstag bis Sonntag abends geöffnet
  • 15. Juni bis 15. September Mittwoch bis Montag abends geöffnet, Dienstag Ruhetag

Samstag, 13. Dezember 2008

Hefezopf mit Mohnfüllung


Zum Wochenende doch noch schnell einen Hefezopf gemacht:
Das Grundrezept ist immer gleich, dieses Mal habe ich die einzelnen Stränge mit einer Mohnmasse gefüllt. Man kann auch eine fertige Mohnfüllung kaufen, die selbst ich - die ich eigentlich keine Fertigprodukte nehme - ganz ok finde.


Mohnfüllung für einen Hefezopf

  • 350 ml Milch
  • 120 g Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 200 g gemahlener Mohn
  • 50 g Grieß

Milch mit dem gemahlenen Mohn aufkochen und 5 Minuten unter ständigen Rühren köcheln lassen. Dann alle weiteren Zutaten unterrühren und bei wenig Hitze kurz quellen lassen. Vom Herd nehmen, min. noch 10 Minuten zugedeckt auf die Seite stellen. Dann die Stränge für den Hefezopf mit der Mohnmasse füllen und flechten.
Weiter wie im Rezept fortfahren.

Freitag, 12. Dezember 2008

Profit-Center

Hilfe! Der Herr der Cucina will aus mir und meiner Küche ein Profit Center machen. Die neuen Einrichtungsgegenstände unterstreichen seine Absicht! ;-)



(Momentan würde sich aber das Profit-Center nicht rechnen, denn die Köchin ißt seit ein paar Tagen nur auswärts - mit Kunden, bei Weihnachtsfeiern und auf vielen privaten Festen. Ab 20. Dezember kehrt Ruhe ein und dann wird wieder mit Freude zuhause gekocht - und gebloggt.)