Donnerstag, 22. Januar 2009

Mandarinen-Parfait mit Mandarinen-Karamell-Kompott


Lamiacucina und ich haben am selben Tag im Dezember Desserts veröffentlicht, Eismandarinen bei Robert und Espressoparfait bei mir. Da ich keine Eismaschine besitze, kann ich die Eismandarinen nicht nachkochen. Aber warum nicht beide Desserts kombinieren und Mandarinen-Parfait fabrizieren. Heilig Abend war der beste Anlaß, etwas neues auszuprobieren. Als "Beilage" gabs noch ein kleines Mandarinenfilet-Karamell-Kompott dazu. Ein sehr, sehr feines Dessert!

Das Filetieren von Zitrusfrüchten schreckt mich eigentlich nicht. Einmal pro Winter mache ich das mit 10 kg Flugorangen und daraus wird dann eine feine Marmelade. Aber Mandarinen zu filetieren, hat doch eine andere Qualität. Das ist schon eine Fiesel-Arbeit, vorallem wenn die Schnitze auch noch Zwischenwände haben.


Mandarinen-Parfait mit Mandarinen-Karamell-Kompott
(je nach Größe der zu füllenden Mandarinen 4 -6 Portionen)

  • ca. 1,5 kg Mandarinen für Saft, Kompott und zum Aushöhlen
  • 70 g Zucker
  • 130 ml Mandarinen-Saft (frisch gepresst)
  • Mark einer halben Vanille-Schote
  • 4 Eigelb
  • 200 ml Schlagsahne
  • 4 EL Cointreau
  • 50 g Zucker

6 kleine, schöne Mandarinen köpfen und vorsichtig aushöhlen.
70 g Zucker mit 130 ml Mandarinen-Saft aufkochen. Vom Herd nehmen und 2 Stunden ziehen lassen.


Vanillemark und Eigelb zum Sirup geben und über einem heißen Wasserbad cremig-dick aufschlagen. Danach über kaltem Wasser kalt rühren. Im Kühlschrank kurz zwischenlagern.



Die Sahne steif schlagen und nach und nach unter die Parfaitmasse heben. Die Masse in die ausgehöllten Mandarinen füllen und min. 5 Stunden einfrieren.


Restliche Mandarinen filetieren, Saft dabei auffangen.
50 g Zucker und 3 EL Wasser in einem Topf erhitzen und so lange kochen, bis der Zucker sich langsam färbt. Nur goldgelb werden lassen, Saft der filetierten Mandarinen zugeben (Achtung, es spritzt.) Kurz weiter köcheln, bis sich der Karamell wieder aufgelöst hat. Dann Cointreau und Filets zugeben und nach einer Minute von der Platte ziehen. Kühl stellen und mit den Parfait-Mandarinen servieren.

Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

Mandarine filetieren macht man nur einmal im Leben, jetzt hast Du es hinter Dir :-) Als bekennender Mandarinenfreund muss ich das nächste Weihnachten nachkochen.

Eva hat gesagt…

Ich liebe Parfait - scheue ich nun die Arbeit des Mandarinenfiletierens oder gönne ich mir den Genuß dieses leckeren Desserts? Schwere Entscheidung :-)

Bolli's Kitchen hat gesagt…

schönes Dessert!!!

Mandarinen filetieren, das hasse ich wie die Pest, drum gibt's solche Sachen hier nicht......

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Das sieht fantastisch aus! Orangen filetieren ist ein Kinderspiel, Mandarinen dagegen Strafarbeit - die wehren sich immer so. Aber ich denke, das Dessert ist einen erneuten Versuch wert!

Schnuppschnuess hat gesagt…

Mandarinen habe ich noch nie filetiert. Aber das Dessert sieht so toll aus, dass ich es schon vesuchen würde.

Gibt es schon einen Post zur Orangenmarmelade? Falls nicht - ich interessiere mich brennend für das Rezept. Kannst Du beim Löschen behilflich sein?

Nathalie hat gesagt…

@lamiacucina
Ich glaube, ich werde das doch mehr als einmal machen, aber nur wenn ich entspannt und gut gelaunt bin, eine gute Musik im CD-Player liegt ... dann können die Gedanken schweifen.

@Eva
Ahh ... das Parfait ruft nach Dir!!!

@Bolli
Dann verpaßt Du was.

@Petra
Aber ich glaube, eine Mandarinen-Marmelade aus Filets werde ich mir verkneifen.

@Schnuppschnüss
Wahrscheinlich mache ich die Marmelade nächste Woche und dann wird sie auch gepostet. Aber eigentlich ganz einfach: 1 kg Orangenfilets und -saft, 1 kg Gelierzucker, 8 cl Cointreau. Super, super fein. Meine Lieblingsmarmelade.

mipi hat gesagt…

Klingt alles sehr gut, und sieht auch klasse aus. Aber wo ist denn der Espresso aus dem Espressoparfait geblieben? Habt Ihr den dazu getrunken? ;-)

Rudi hat gesagt…

Hm, das sieht herrlich aus, damöchte man sich am liebsten gleich einladen! Mich kann man ja immer gleich locken, wenn Exoten mit verarbeitet werden, das schafft so eine Frische - lecker.

Petra aka Cascabel hat gesagt…

Ich möchte mich nochmal ganz herzlich für das Rezept bedanken, das ich meinen Lieben letztes Wochenende kredenzt habe. Ich hatte das Glück, sogenannte "Saft-Clementinen" zu bekommen, die sich super filetieren ließen - in etwa wie Orangen. Da Aushöhlen war dafür einen Tick schwieriger, aber doch machbar (die Schnitze lösen sich nicht so leicht von der Schale). Ich habe nur etwa 175 g Sahne verwendet und den Karamell-Saft leicht sirupartig eingekocht. Toll cremiges Parfait, alle waren glücklich! Das gibt's sicher wieder mal, ist ja auch super gästetauglich, da so schön vorzubereiten.

Nathalie hat gesagt…

Schön, daß es Euch geschmeckt hat. Ich habe es inzwischen auch schon zweimal für Gäste gemacht - einfach ideal dafür.

Das Glück mit den Saft-Clementinen hatte ich nicht. Ich habe mit den kleinen "rumgepfrimelt".