Dienstag, 20. Januar 2009

Pain d'épices

Aus verschiedenen Frankreich-Urlauben und Verwandten-Besuchen brachte der Herr der Cucina immer mal wieder ein Pain d'épices (Gewürzbrot) mit. Die Franzosen essen es zum Beispiel zur Foie gras - der Herr der Cucina mit etwas Butter zum Frühstück. Mir hat es nie geschmeckt und er war glücklich, daß er alles für sich hatte.


Bei der Kaltmamsell mit ihrer Vorspeisenplatte habe ich kürzlich ein Rezept dafür entdeckt. Und so gabs das erste Mal ein selbstgemachtes Pain d'épices. Sehr gut hats geschmeckt - sogar mir - natürlich viel besser als die Gekauften.

Folgende Änderungen werde ich beim zweiten Mal vornehmen: Da der Teig sehr "pappig" ist, werde ich die Silikonform mit Backpapier auslegen. Für uns ist zuviel Nelke im Rezept, die Menge würde ich reduzieren, aber das ist ja immer Geschmackssache. Und in meinem Herd dauerte das Brot fast zwei Stunden bis zum richtigen Ergebnis. Ansonsten sind wir glücklich und ich werde es immer wieder backen.

Der Vollständigkeit halber führe ich hier das Rezept der Kaltmamsell auf.


Pain d'épices
Kastenform

  • 150 ml Milch
  • 100 gr braunen Zucker + 1 TL braunen Zucker
  • 250 gr Honig (bei mir mit kräftigem Geschmack)
  • 1 EL Orangeat
  • 250 g Mehl
  • 1 gestr. TL gemahlener Anis
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Nelkenpulver (bei mir nächstes mal 1/4 TL Nelkenpulver)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Wasser
  • 1 EL Backnatron
Milch, 100 g braunen Zucker und Honig in einem Topf langsam erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Bis auf lauwarm abkühlen lassen.
Orangeat mit 1 TL braunem Zucker in der Moulinette kleinst hacken. Mehl, Anis, Zimt, Nelkenpulver und Salz zugeben und vermischen

Mit der Honigmischung zu einem glatten Teig verrühren, einige Stunden ruhen lassen.

Ofen auf 120 Grad vorheizen. Eine Kastenform (30 cm) buttern und mehlen. Eigelb mit Wasser und Natron vermischen, in den Teig rühren. Teig in die Kastenform gießen, mitAlufolie abdecken.
30 Minuten backen. Dann Alufolie entfernen, 1,5 bis 2 Stunden weiterbacken, bis ein eingestochenes Holzstäbchen sauber bleibt.

Das Gewürzbrot sollte leicht unterbacken sein, also innen noch feucht. Aus der Form stürzen und abkühlen lassen.

Kommentare:

Eva hat gesagt…

Das kenne ich nicht, finde es aber von den Zutaten her sehr interessant und werde es daher auch mal backen!

lamiacucina hat gesagt…

auch mir nur vom Hörensagen bekannt, Von den Zutaten und der Süsse her eher ein Kuchen ?

Bolli hat gesagt…

ich mag auch kein pain d'épice...

Nathalie hat gesagt…

Das ganze erinnert von der Konsistenz ein bißchen an einen Rührkuchen, der entfernt nach Lebkuchen schmeckt.

Sivie hat gesagt…

Geht das so etwa in Richtung Honigbrot?

Nathalie hat gesagt…

@Sivie
Ähnlich, das Honigbrot, das ich kenne, ist nicht so würzig.

Anonym hat gesagt…

Die Maßangabe "! EL Natron" kann unmöglich stimmen. Ich war gleich ein bißchen skeptisch, habe mich aber dran gehalten und eine mordsmäßige Sauerei in meinem Backofen verursacht. Der Teig schäumte über die Form hinaus und verkleisterte Boden, Seitenwände, Rost etc. Vermutlich wäre 1 TL ausreichend gewesen.