Donnerstag, 5. Februar 2009

Tomatenbrot mit Olivenöl

Vor einem Jahr gab es von Mama und Papa der Cucina eine knallrote KitchenAid.

Der Herr der Cucina wollte lange DIE Notwendigkeit nicht einsehen und ich war schon so weit, mir selbst eine zu kaufen - da haben sich meine Eltern zu diesem Weihnachtsgeschenk hinreißen lassen (wobei auch der Papa noch ein paar Erklärungen verlangte, sich dann aber voll Elan zum Verhandeln und Einkaufen in die Stadt aufmachte) ... aber jetzt sind beide Männer überzeugt (vielleicht auch nur, weil die daraus resultierenden Endprodukte stimmen?).
Auch Peppinellas Mann war auch lange Zeit auf diesem Ohr taub ... Männer! Hört auf Eure Frauen!!!

Mit der Maschine gab es ein Kochbuch "Die Welt der Rezepte von KitchenAid", aus dem ich noch nie etwas gemacht habe. Daraus stammt nun mein Beitrag zum "Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen"-Blog-Event von FoodFreak für Februar 2009: Tomatenbrot mit Olivenöl

Das Brot ist eher ein herzhafter, weicher Hefeteig mit einer Ähnlichkeit zum Focaccia. Es schmeckt am besten frisch und lauwarm, z.B. zu einem Ziegenfrischkäse und Salat. Die zwei frischen Knoblauchzehen, die verarbeitet werden, kommen sehr stark zu Geltung - also ggf. etwas weniger verwenden. Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, statt der Kirschtomaten Fleischtomatenscheiben auf der unteren Teigplatte auszulegen, dann wäre die Verteilung nach dem Backen regelmäßiger.


Tomatenbrot mit Olivenöl
(26 cm Springform)

  • 500 g Weizenmehl
  • 1 EL Salz
  • 1 Tütchen Trockenhefe (oder 20 g Frischhefe)
  • 100 ml Olivenöl
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 12 Kirschtomaten, geviertelt
  • 2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
  • Olivenöl zum Beträufeln
  • Meersalz zum Bestreuen

Mehl, Salz und Trockenhefe mit dem Knethaken auf Stufe 2 vermischen, dann das Olivenöl und den größten Teil des Wassers zufügen. Verrühren und gründlich durchkneten. So viel Wasser zufügen, daß ein weicher, aber formbarer Teig entsteht. 5 Minuten durchkneten.

Teig abdecken und an einem warmen Platz 2 Stunden gehen lassen.

Den Teig noch einmal kurz durchkneten, auf eine leicht mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche geben.

Die Backform großzügig einölen oder mit Backalufolie auslegen. Den Teig halbieren und auf Springform-Größe ausrollen und hineinlegen. Gut festdrücken. Die geviertelten Tomaten und den Knoblauch gleichmäßig verteilen, salzen, pfeffern. Die zweite Teighälfte auch ausrollen und über die Tomaten legen. Mit Frischhaltefolie abdecken und nochmals 20 Minuten gehen lassen.


Den Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Den Teig mit den Fingerspitzen andrücken, damit sich die beiden Schichten verbinden.
Mit etwas Olivenöl beträufeln und mit grobem Meersalz bestreuen. 25 Minuten goldbraun backen. Etwas abkühlen lassen.

Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

mit frischen Tomaten: erstaunlich. Tomatenbrot kenne ich hier nur mit Dörrtomatenstückchen.

Eva hat gesagt…

Raffiniert gemacht - kann ich mir sehr lecker vorstellen! Wie du schon sagst, zu Ziegenkäse und so...

Bolli's Kitchen hat gesagt…

Tomatenbrot ja, aber keine KitchenAid, die wollte ich zwar auch lange Zeit, bis Jean-Noël einen Test las und in dem war der Thermomix ungeschlagen und dann musste das Teil ins Haus....bereue ich bis heute nicht!

Nathalie hat gesagt…

@lamiacucina
Trotz frischen Tomaten - es war nicht "pappig".

@Eva
Aber gleich essen, frisch ist es am besten.

@Bolli
So sind die Geschmäcker verschieden. Ich habe mich ganz bewußt für die KitchenAid entschieden - bereue es bis jetzt auch nicht.

Petra hat gesagt…

Dein Brot sieht leckerst aus und Glückwunsch noch zu deiner Maschine!

Nathalie hat gesagt…

@Petra
Danke für die Glückwünsche. Ich bin wirklich sehr zufrieden damit.

Heidi hat gesagt…

Tolles Brot zu Antipasti sicher der Hammer! Wird auf jeden Fall probiert:-)

Schnuppschnuess hat gesagt…

Gratulation.

Ich habe auch eine KitchenAid, die war heute noch im Einsatz. Ich mag das Teil! Viel Spaß weiterhin damit.

Anonym hat gesagt…

das ist ein tolles rezept (denn wer hat schon ständig teure getrocknete tomaten im haus??) und wird auf jeden fall mein nächstes brotbackexperiment... darf ich das in chefkoch.de abspeichern? natürlich mit deinem namen?
ich werde das einmal nicht in schichten, sondern "halb durchgeknetet", also quasi gewickelt, probieren. ich finde es immer unheimlich lecker, wenn das brot aufbricht und die aromen stellenweise besonders stark sind. ich denke, dein brot ist optimal als fladenbrot-variante mit selbstgemachtem joghurt-zaziki und grünen oliven! mjamm!!!