Montag, 9. März 2009

Perlhuhn auf karamellisiertem Sauerkraut


In der neuesten Brigitte 6/2009 habe ich das Rezept von Lea Linster für Perlhuhn auf karamellisiertem Sauerkraut gelesen und innerhalb von ein paar Tagen gleich zweimal - ganz leicht abgewandelt - gekocht. Das erste Mal gleich nach dem Lesen - Perlhuhn-Supremes (im Originalrezept wird ein ganzes Perlhuhn verwendet, ich finde aber die Supremes wesentlich praktischer zu braten) hatte ich gerade im Kühlschrank. Und das zweite Mal am Samstag für unsere Gäste, denn das Gegessene hatte uns so überzeugt, daß ich kurzerhand das Menue umgekrempelt habe.

Für die Vegetarierin unter unseren Gästen habe ich das Rezept etwas abgewandelt: den Speck weggelassen und ein Stück Seeteufel auf dem Kraut gegart. Wurde auch vollständig aufgegessen und für "fein" erklärt.

Perlhuhn karam fertig klein copyr

Perlhuhn auf karamellisiertem Sauerkraut
4 Personen
  • 4 Perlhuhn-Supremes
  • 400 g Sauerkraut
  • 2 große, milde Zwiebeln
  • 50 g Butter
  • 2 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • 75 g durchwachsener, roh geräucherter Speck, in Streifen geschnitten
  • ca. 200 ml Weißwein (beim ersten Mal die Riesling Spätlese aus der Weinrallye #21, beim zweiten Mal ein fränkischer Silvaner)
  • ca. 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 Zweige Thymian
Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Hälfte der Butter in einem Bräter erhitzen, Zwiebelringe glasig darin andünsten. Zucker darüberstreuen und rühren, bis der Zucker karamellisiert. Dann das abgetropfte Sauerkraut zugeben und unter Rühren andünsten. Lorbeerblatt und den Speck zugeben, mit 150 ml Weißwein aufgießen. Ca. eine dreiviertel Stunde bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel schmurgeln lassen. Mit Salz abschmecken und ggf. den Rest Weißwein zugeben.

Backofen auf 170 Grand (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Die restliche Butter in einer Pfanne erhitzen, die Supremes auf der Hautseite darin kurz anbraten und danach auf das Kraut legen. Thymianzweige dazugeben, mit der Brühe angießen und auf das Kraut legen. Deckel auf den Bräter legen und für 15 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben. Dann den Deckel entfernen und weitere 15 Minuten garen.

Bei uns dazu: Salzkartoffeln

Kommentare:

Eva hat gesagt…

Hab' ja schon erwähnt, dass ich da sehr gerne Gast gewesen wäre...:-)

lamiacucina hat gesagt…

München scheint mir überhaupt ein Schlaraffenland zu sein.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

Perlhuhn und Kohl passt eh immer! Sieht sehr lecker aus!

mipi hat gesagt…

Seeteufel für Vegetarier? Ansonsten kann ich mich meinen Vorkommentatoren nur anschließen. Ein sehr schönes Rezept.

Ursula hat gesagt…

... da habe ich mir die Brigitte noch einmal vorgeholt, das Rezept herausgerissen und gleich in die Küche gelegt...

Nathalie hat gesagt…

@Eva
... kann mich an diese Aussage nur schwach erinnern! :-)

@lamiacucina
Die Schweiz ist auch nicht ohne.

@Bolli
War mein erstes Mal in dieser Kombi. Wir sind sonst keine großen Kraut-Esser.

@Mipi
Vegetarierin, die kein Fleisch ist, aber Fisch. Gibts, denke ich, oft.

@Ursula
Manchmal übersieht man doch etwas!

Anikó hat gesagt…

Hab zwar noch nie Perlhuhn gegessen, aber hätte es nicht verschmäht ;-) Das Sauerkraut liest sich lecker :-)

Helga hat gesagt…

Ich wäre auch gern Gast gewesen... Bin übrigens ein großer Lea Linster Fan.

rike hat gesagt…

Wie lange ist denn die Bratzeit für ein ganzes Huhn lt. Rezept? Würde es nämlich mit ganzem Tier probieren wollen. Klingt ausgesprochen verführerisch!

Petra hat gesagt…

Das war ja ein äußerst leckeres Menü. Die Gemüseterrine hat es mir angetan und wird wohl demnächst hier auf dem Tisch stehen. Gefiel mir schon bei Lamiacucina.
Viele Grüße

Sivie hat gesagt…

Hört sich lecker an. Perlhuhn ist hier aber nur in der Vorweihnachtszeit erhältlich.

Nathalie hat gesagt…

@Aniko
Es schmeckt einfach ein bißchen kräftiger als ein normales Huhn.

@Helga
Du hättest ja nicht so weiter. Einfach klingeln!

@Rike
Eine gute Stunde für das ganze Huhn, je nach Größe.

@Petra
Die Gemüseterrine war wieder der Renner. Ging weg wie nix.

@Sivie
Das ist aber schade, es ist ja eigentlich kein schweres Essen und auch im Sommer sehr gut.
Schmeckt übrigens auch gut vom Grill.

rike hat gesagt…

Wir haben es mit ganzem Perlhuhn nachgekocht, absolut empfehlenswert!! Danke fürs Rezept!