Dienstag, 31. März 2009

Nudeln mit Ei


In meiner Prä-Blog-Phase rief Schnuppschnüss im Kochtopf zu einem "sentimental journey" auf - Gerichte, die an die Kindheit erinnern. Mein Teilnahme-Essen wäre sofort klar gewesen und dieses möchte ich heute hier bloggen.
Nachkochen wird es wohl keiner - wie so oft bei solchen Gerichten - aber vorenthalten will ich es Euch auch nicht. :-)

Nudeln mit Ei Gabel klein copyr

Zu Schulzeiten hat meine Mama für sich und Papa so gegen 12.15 Uhr gekocht und sie haben gemeinsam gegessen. Ich kam meist so um 13.45 Uhr aus der Schule und auch ich bekam ein warmes Essen. Wenn möglich natürlich das gleiche, das meine Eltern gegessen hatten. Es wurde immer ausgesprochen gut und frisch gekocht. Aber manchmal - wenn das nicht klappte oder ich es nicht mochte - gabs speziell was für mich. Und wenn ich mir etwas Spezielles wünschen durfte: Nudeln mit Ei.

Nudeln (Reste sind natürlich ganz ideal) kochen, Butter in einer Pfanne erhitzen, Nudeln zugeben, 1 - 2 Eier verkleppern, salzen, pfeffern, etwas Schnittlauch dazu und alles über die Nudeln geben. Gut vermischen und etwas anbraten. Die Kruste gehört UNBEDINGT dazu. Fertig! Die Krönung war damals noch Ketchup!

Nudeln mit Ei fertig klein copyr

Wenn ich heutzutage mittags zuhause bin, Hunger habe und der Kühlschrank fast leer ist ... ... ... dann gibts manchmal Nudeln mit Ei. Das Ketchup lasse ich aber jetzt weg, dafür schärfe ich ein bißchen mit Piment d'Espelette.

Montag, 30. März 2009

Neue, sizilanische Kartoffeln


Kartoffelkorb klein copyr

Ich konnte vorletzte Woche nicht widerstehen:
Die ersten sizilianischen Kartoffeln diesen Jahres - sie sind gut, gar nicht wässrig.

Kartoffel nah klein copyr

Saltimbocca alla romana


"18?" "Ja" "20?" "Ja" "2?" "Ja" "3?" "Weg" "Mehr?" "Weg" ....


Skatabend! Ein Freund kam zum Spiel und zum Abendessen. Da auch die Köchin Teil der Spielrunde war, mußte das Essen schnell und einfach sein. Die Wahl fiel auf Saltimbocca, ein Klassiker der Cucina Casalinga.
Bei uns gabs keine Packerl wie bei lamiacucina, sondern vom Herrn der Cucina sorgfältig zusammengesteckte Stapel.

Saltimbocca roh klein copyr

Saltimbocca
3 Personen
  • 3 große, sehr dünne Schnitzel (aus der Oberschale, wiederum in drei kleine Stücke geschnitten)
  • 6 sehr dünne Scheiben luftgetrockneter Schinken (Parma, San Daniele)
  • 9 kleine Salbeiblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • Pfeffer aus der Mühle
  • knapp 50 ml Weißwein
Die einzelnen Schnitzelchen mit einem Stück Schinken und einem kleinen Salbeiblatt belegen, mit einem Zahnstocher feststecken. Pfeffern.
In einer Pfanne Olivenöl und Butter erhitzen. Das Fleisch erst auf der Schinken-Salbei-Seite zwei Minuten kurz und schnell kräftig braten, danach umdrehen und ebenfalls braten. Kurz im auf eine warme Platte legen. Den Bratenfond mit dem Weißwein ablöschen, kurz einkochen.
Schnitzelchen mit etwas Sauce servieren.

Saltimbocca fertig klein copyr

Bei uns dazu ein einfaches Kartoffelgratin.

Sonntag, 29. März 2009

D - München - Gaststätte Großmarkthalle


Eine weitere Adresse für gute, einfache, bayerische Küche in München ist die "Gaststätte Großmarkthalle" etwas versteckt am Ende einer Sackgasse hinter der Münchner Großmarkthalle gelegen.

Grossmarkthalle Gebaeude klein copyr

In diesem Lokal ist es nicht besonders "heimelig", es ist meist laut und urig, das Stammpublikum, die Händler und Einkäufer der Hallen, tragen sicher dazu ihren Teil bei. Samstagvormittag wechselt dann das Publikum - es sind fast ausschließlich Münchner zum Weißwurst-Frühstück, Touristen findet man eher selten.

Grossmarkthalle Schankbereich klein copyr
Grossmarkthalle Fenster klein copyr
Grossmarkthalle Karte klein copyr

Alle Wurst- und Fleischwaren sind aus der eigenen Metzgerei, ob nun Weißwurst, Kalbsbratwurst, Schweinswürstl, Wollwurst oder Briesmilzwurst. Die Weißwürste sind für mich die besten von ganz München.

Weisswuerste klein copyr


Am "Küchenschalter" kann man sie auch frisch gebrüht mit nach Hause nehmen.


Grossmarkthalle Kuechenschalter

Ausgeschenkt wird übrigens Paulaner.
Geöffnet : Montag bis Freitag 7.00 - 17.00 Uhr, Samstag 7.00 - 13.00 Uhr, Sonntag Ruhetag

Gaststätte Großmarkthalle
Kochelseestrasse 13
81371 München
Telefon 089 - 76 45 31
Telefax 089 - 76 77 58 21

Grossmarkthalle Parken klein copyr

Samstag, 28. März 2009

Blog-Technisches II - Feed-Reader


Es werden immer mehr Blogs mit RSS-Feeds - oder findet man immer mehr? - die man verfolgt. Wie will man da den Überblick behalten? Was ist wichtig? Was interessiert, muß aber nicht täglich gelesen werden? Welcher Blog eignet sich zum Lesen bei einer guten Tasse Tee am Sonntagmorgen? Welches Tool legt den Rechner nicht völlig lahm?

Ich arbeite unter MS Vista an einem performanten Notebook, aber die Organisation und Aktualisierung von Blogs über das RSS-Feed-Tool legte mir regelmäßig den Rechner lahm. Ein bekannter Bug, der aber dazu führte, daß Prozessor und Arbeitsspeicher an den Rand ihrer Möglichkeiten kamen, der Internet Explorer immer mal wieder zusammenbrach und - wenn ich parallel auch noch geschäftlich über einen Remote-Zugriff beim Kunden arbeitete - der ganze Rechner erst mal neu gestartet werden mußte, inkl. der etwas aufwendigen Anmeldung über Internet am Kunden-Rechner.

Frust !!!!
Aber wenn Frau verkrampft (obwohl sie Informatik auch mal als Nebenfach studiert hat), weiß Mann schon die richtige Lösung, denn knatschige Frauen will man ja nicht unbedingt um sich haben :-))

RSS Bandit Uebersicht

Die Lösung:
RSS Bandit verwaltet die Flut der Nachrichtenfeeds übersichtlich, schnell und ohne Macken. Auch besonders viele Feeds lassen sich gut mit der kostenlosen Software in den Griff bekommen. Es gibt unterschiedliche Ansichten, die Oberfläche erinnert an verschiedene Mail-Programme wie Outlook oder Lotus Notes.

Links ist die Baumstruktur dargestellt. Hier lassen sich die einzelnen Blogs unter verschiedene Bereiche einordnen - bei mir z.B. Blog/Kochen dt., Blog/Kochen engl., Blog/Kochen ital., Blog/München, Blog/Stricken, ...
Rechts sieht man die Titel der einzelnen Einträge, sowie nach dem Anklicken unterhalb den Eintrag selbst. Mit Doppelklick auf den Einzeleintrag wird dieser im festgelegten Standard-Browser (z.B. Internet Explorer oder Firefox der Blog) geöffnet.

RSS Bandit neuer Feed

Auch das Einbinden eines neuen Blogs geht ganz einfach:
Links oben auf Neu (Neuen Newsfeed abonnieren) klicken. Es öffnet sich ein Assistent, der nach der Internet-Adresse der Seite fragt, von der ein RSS-Feed abgerufen werden soll.
RSS Bandit sucht daraufhin den Feeds der angebenen Web-Seite. Jetzt den Feed anklicken, ggf. Benutzername und Passwort angeben (falls der Blog nur einem erlauchten Kreis zugänglich ist), einer der Kategorien zuordnen und festlegen, wie häufig der RSS-Reader nach neuen Nachrichten suchen soll ggf. die Alarmfunktion anschalten.

RSS speichern

FERTIG!
Feines Tool! Feine Sache! Danke, lieber Mann!
(Und wie macht Ihr das?)

Freitag, 27. März 2009

Misch-Quiche


Mal wieder müssen Gemüse-Reste weg und auch das Wetter lädt nicht zu Salat o.ä. sondern eher zu Quiche und Co. ein. Zum ersten Mal habe ich Kartoffel-Stifte unter das Quiche-Gemüse gemischt, hat wunderbar geschmeckt.
Also hier die Misch-Quiche (schöner Name, oder? Einfach mal laut aussprechen.):


Mischquiche klein copyr

Misch-Quiche
Form 26 cm Durchmesser
  • 4 Strudelteig-Blätter
  • 1 Zucchini
  • 1/2 Romanesco
  • 4 Grenaille-Kartoffeln
  • 100 g gekochter Schinken
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
  • 1 Ei
  • 100 ml Sahne
  • 150 ml Milch
Backofen auf 200 Grad (Umluft 175 Grad) vorheizen.

Zucchini in Scheiben schneiden, Romanesco in Röschen teilen, Kartoffeln schälen und in Stifte schneiden. Alles in Salzwasser ca. 5 Minuten kochen und danach abgießen. Schinken klein schneiden, mit dem gekochten Gemüse mischen.

Form fetten und die Strudelblätter hineinlegen. Das Gemüse darauf verteilen. Ei, Sahne, Milch mischen, kräftig würzen und alles über das Gemüse gießen.

Auf der untersten Schiene 20 Minuten und danach auf 170 Grad (Umluft 150 Grad) noch 10 Minuten backen.

Donnerstag, 26. März 2009

Schweinefilet in Orangen-Senf-Sauce


Martina von Kitchenroach hat kürzlich ein Schweinefilet mit einer Senf-Orangen-Sauce gemacht. Schweinefleisch gibts bei uns eher selten, meist eben nur ein kleines Stück Filet. Also ein ideales Gericht zum Nachkochen.

Es hat uns sehr gut geschmeckt, der Herr der Cucina war nur etwas zu großzügig beim Umgang mit Senf, - das Filet deshalb sehr dünn einstreichen, sonst wird die Sauce zu bitter.


Schweinefilet fertig klein copyr

Schweinefilet in Orangen-Senf-Sauce
2 Personen
  • 300 g Schweinefilet
  • 1 Knoblauchzehe
  • Mittelscharfer Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Orange
  • 1 Zweig Thymian
  • 150 ml Brühe
  • 1 Schuß Sahne
Backofen auf 190 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Schweinefilet mit Knoblauchstiften spicken, mit Senf bestreichen, kräftig pfeffern und in Olivenöl scharf von allen Seiten anbraten.

Schweinefilet klein copyr

Mit einer geschälten und in Scheiben geschnittenen Orange im Ofen für 15 - 20 Minuten garen. Das Fleisch warm stellen, mit Brühe den Bratensatz ablöschen, Thymian und Sahne zugeben, etwas einkochen und abschmecken. Mit dem in Scheiben geschnittenen Filet servieren.

Mittwoch, 25. März 2009

Crostata di frutta à la Cuocarina


Samstagnachmittag im Fernsehen auf RAI:
Eine Kochsendung, in der kleine Rösti-Teile hergestellt werden. Nicht besonders spannend, ich war schon fast am Weiterzappen, als dieses Video für Kinder eingespielt wurde (auch ohne Italienisch-Kenntnisse UNBEDINGT sehenswert).

L'oca Cuocarina, die Rezepte-singende Gans ist der Wahnsinn, wenn sie im Salsa-Rhythmus ihren Hintern schwingt (der Herr der Cucina ist davon ganz fasziniert) und dabei die Marmelade "glatt schüttelt" , eine Schau!
Ich war auf der Stelle ihr Fan! Vergeßt Lafer, Lichter, Poletto, Klink, Schuhbeck und wie sie alle heißen mögen. Es gibt keinen besseren Fernsehkoch !!!!!
Im Internet sind mehr als 20 Rezepte zu finden, sie braucht für keines mehr als zwei Minuten.

Also habe ich auch gleich meinen Hintern in die Küche geschwungen und geträllert: "Cuocarina, Cuocarina ... due cento grammi di farina ... un pizzico di sale .... piu bellooooooooooooooooooooooooooo ... Cuocarina, Cuocarina ..."
Heraus kam eine klassische, feine Crostata, wie man sie kennt und mag:


Crostata di frutta
26 cm Form (wenn man die Crostata eher dünn mag)
  • 200 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 2 Eigelb
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • Marmelade (bei mir diesmal selbstgemachte Kirschmarmelade mit Schladerer Kirschwasser)
Aus Mehl, Zucker, kalter Butter, Eigelb, Zitronenschale und Salz einen Mürbeteig herstellen und im Kühlschrank für eine Stunde ruhen lassen.

Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.


Aus 2/3 des Teiges den Boden und Rand des Kuchens ausrollen. Die Marmelade ggf. etwas glatt rühren, bzw. etwas Alkohol (Cognac, Brandy) dazugeben, falls sie zu dickflüssig ist. Dann auf dem Boden verteilen. Den restlichen Teig dünn ausrollen, in Streifen schneiden und wie ein Gitter auf dem Kuchen auslegen.


Ca. 35 Minuten backen.

Vor dem Servieren je nach Lust und Laune mit Puderzucker bestreuen.

Dienstag, 24. März 2009

Frühling - draußen und drin


Momentan draußen:
Momentan drin:

Kandierte Zitronenschale

Als Zorra zum Zitronen-Event aufrief, war das Rezept dafür eigentlich schnell klar. Schon seit einiger Zeit liegt ein Rezept von Meuth/Neuner-Duttenhofer in meiner Mappe für kandierte Zitronenschalen. Das klang unglaublich gut, die Streifen sollte man über den Joghurt oder die Quarkspeise geben oder einfach so zum Espresso essen können.

Schnell ans Werk gemacht ... und ... es wurde fast Murks. Man muß vielleicht dazu sagen, daß ich die Sendung zum Rezept nicht gesehen hatte und somit auch nicht genau wußte, wie theoretisch fertig auszusehen hatte. Aber die selbstbewußte Köchin geht immer frisch ans Werk.

Das Endprodukt ist - jedenfalls was bei mir rauskam - für Leute mit empfindlichen/brüchigen Zähnen nicht zu empfehlen. Sonst bitte auch gleich während des Kochens einen Termin beim Zahnarzt des Vertrauens ausmachen! Da ich meinen nicht schon wieder sehen wollte (Keine Angst, ich brauche keinen Termin, Ruth!), hat nur der Herr der Cucina probiert. Es schmeckt ihm sehr gut, aber ... folgende zwei Änderungen wünscht er sich:

  • Die Zitronenschale nicht in Streifen, sondern in kleine Stückchen schneiden.
  • Nach dem Ausgießen der Karamellmasse aus der Pfanne auf die Folie die Masse sofort sehr dünn ausstreichen, dann läßt sie sich einfacher brechen und auch beißen.


Kandierte Zitronenschale

  • 2 unbehandelte Zitronen - davon die Schalen
  • 100 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Öl
Zucker in eine Pfanne streuen und mit Wasser anfeuchten, rasch aufkochen und eine Minute lang zu einem Sirup kochen.


Nun die in Streifen geschnittene Schale hinzufügen. So lange Kochen, bis der Sirup zum goldenen Karamell geworden ist.



Schließlich alles auf einer eingeölten Platte oder mit Öl bepinselten Alufolie verteilen und abkühlen lassen.

Dann in Stücke brechen.

Montag, 23. März 2009

Kranzkuchen


Und schon hat mein Bericht über die Linksammlung unter Delicious etwas Gutes.
Eva von Deichrunner ist auch mit im Boot und hat angefangen, darin ihre Lieblingsrezepte aufzulisten. Und was sehe ich da? Ist mir dieses Prachtstück durch die Lappen gegangen? Ja! Gestern früh gesehen, gestern abend gebacken, heute früh zum Frühstück: Gillas Kranzkuchen von Jutta (eine schöne Fotoanleitung zur Füllung und zum Schlingen findet man bei Jutta)
Ganz kleine Änderungen habe ich vorgenommen - die Trocken- durch Frischhefe ersetzt, etwas weniger Rosinen und Puderzuckerguß, den ich aber mit Zitrone statt Wasser angerührt habe.
Eine feine Abwechslung zum einfachen Hefezopf!


Gillas Kranzkuchen
Hefeteig:
  • 230 g Milch
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Salz
  • 80 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 500 g Mehl
  • 1/2 Würfel Hefe
Belag:
  • 20 g Butter
  • 1 EL Zimt
  • 3 EL Zucker
  • 2 - 3 Handvoll Sultaninen
Guß:
  • 100 g Puderzucker (ungefähr)
  • Saft einer Zitrone
Aus den Zutaten einen Hefeteig zubereiten. Ca. 90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Mit weicher Butter bestreichen und mit Zucker, Zimt und Sultaninen bestreuen. Teig von der Längsseite her aufrollen. Der Länge nach halbieren und die Teigstränge umeinander schlingen. Die Stränge blättern auf und lassen ihr Innenleben sehen.

Kranzkuchen auf ein mit Backfolie belegtes Blech legen und sofort für ca. 20 Minuten bei 180 Grad und 20 Minuten bei 160 Grad backen.

Danach den Kuchen kurz abkühlen lassen und noch warm mit dünnem Puderzuckerguss bestreichen.

Sonntag, 22. März 2009

D - München - Weisses Bräuhaus Berg am Laim

Eines der wenigen noch existenten traditionellen Vorstadtgasthäuser mit Stammtisch, Schanktisch, großem Gastraum, Bedienungen im Dirndl, einem Nebenzimmer für den Geburtstag von Oma,



Biergarten, Tageskarte (auf der auch mal ein Gericht aus ist), Holztischen und -stühlen, Bier vom Faß (Tegernseer Helles),


Senioren (ein Zeichen dafür, daß es gut und günstig ist), kaum Touristen, frischem Schweinsbraten, einer Fleischbrühe, in der noch Fleisch gegart wurde, und einem Frühschoppen am Samstag zwischen 9 und 12 Uhr mit Weißwürsten (vom Metzger Magnus Bauch),


Wiener, Debreziner, Pfälzer, Kesselfleisch, Leberkäs, Kartoffelsalat, Brezen, Semmeln und Brot für 6,50 Euro inkl. einem kleinen Bier.

Auch sonst sind die Preise für Münchner Verhältnisse sehr moderat! (Nicht verwechseln mit dem Bräuhaus im Tal.)




Weisses Brauhaus in Berg am Laim
Baumkirchner Straße 5
81673 München

Telefon: 089 / 431 63 81
Telefax: 089 / 436 37 47

Täglich geöffnet von 9 bis 24 Uhr (10 bis 22 Uhr warme Küche)


Samstag, 21. März 2009

Blog-Technisches I - Linksammlung


Wie verwaltet Ihr eigentlich Eure Links? Die Rezepte, die Ihr mal nachkochen wollt? Wie findet Ihr sie dann wieder? Und vorallem wenn Ihr nicht mehr den Namen wißt, sondern nur noch "da hat doch mal jemand eine Sauce aus Kopfsalat gemacht"?

Ich war da ja nicht so ganz mit den Zwischenlösungen zufrieden, die da waren:

  • alles ausdrucken -> geht ins Uferlose
  • Teile ausdrucken -> wird auch nix, denn dann ist immer das Falsche ausgedruckt.
  • Jedes Rezept gleich als Datei in Word-Dokument speichern und ablegen -> Aufwand ........ pffffffffffff...
  • Lesezeichen/Links/Favoriten im Internet Explorer bzw. Firefox - das war das Mittel der Wahl, seit ich zu bloggen begonnen hatte. Suchen ging dort auch nicht. Aber besser als gar nix.

Dann hat der Herr der Cucina für mich eine Lösung getestet und schließlich auch den Anstoß für diesen Post gegeben.

Wir alle werden wohl mehr oder weniger die gleichen Probleme haben, warum nicht voneinander profitieren? Robert von lamiacucina ist ja schon auf die Druckproblematik eingegangen. Jetzt habe ich mir vorgenommen, immer mal wieder über Probleme und Lösungen rund um das Bloggen zu schreiben. Wenn ihr die Lösungen schon kennt, nehmt es einfach als Erzählungen einer Bloggerin hin, die noch grün hinter den Ohren ist.

Also nun meine Lösung für die Linksammlung:

Ich arbeite mit Delicious, ich kann dort persönliche Lesezeichen anlegen - so wie in Firefox oder im Internet Explorer - aber diesen dann Tags zuordnen. Über die Tags, die ich inzwischen sehr ausführlich habe, kann ich relativ schnell nach einem Rezept suchen. Z.B. Hefeteig, Kleingebäck bringt mir Brioche, Lussekatter o.ä. in einer Liste. Dann bin ich nur noch einen Mausklick entfernt. Man kann bei jedem Lesezeichen ankreuzen, ob es privat oder öffentlich ist. Öffentlich gemachte Lesezeichen können für angemeldete Benutzer eingesehen werden.


Und hier nun die kurze Einführung für den Schnellstart:
http://www.delicious.com/ - unter "Sign in" anmelden

Unter "Bookmark": Rechts oben "Save a new Bookmark" kannst Du jetzt unter Angabe einer URL Dir selbst Deine für Dich interessanten Webseiten sammeln und ihnen Tags zuordnen. So hast Du relativ schnell eine Liste von Seiten und Tags.

Wenn Ihr auch noch sehen wollt, was ich so verlinkt habe:
Unter "People" rechts oben "Add a user to Network" "NathalieMuc" eingeben. Dann seht Ihr meine Linksammlung inkl. Tags. Vielleicht gibt das ein paar Ideen! Hinter den Links, die Ihr bei mir seht, könnt Ihr auf "Save" drücken, dann habt Ihr diesen automatisch in Eurer Linksammlung. (Meine Liste ist noch nicht vollständig - ich arbeite gerade daran meine Lesezeichen und auch meine eigenen Einträge langsam aber sicher zu übernehmen.)

So das wars für heute! Würde mich freuen zu hören, wie Ihr das so regelt. Vielleicht habt Ihr ja noch eine bessere Lösung?

Freitag, 20. März 2009

Dolce di riso alla bolognese


Seit ich das Buch "Die klassische italienische Küche" von Marcella Hazan habe, will ich den darin enthaltenen Bologneser Reiskuchen nachbacken. Ein klassischer Osterkuchen, der natürlich vor Ostern auch mal probe-gebacken werden muß.

Was soll ich sagen? Unglaublich gut! Der Wahnsinn! Aber man muß Süßes mögen - ein italienisches kleines Süßteil, wenn er zurechtgeschnitten ist. Also ich kann mich fast nicht stoppen!
Zur Zubereitung: Er ist super schnell gemacht, ohne viel Aufwand fertig. Durch das Umdrehen nach dem Abkühlen kommt die glatte Unterseite nach oben und der Kuchen sieht sehr gut aus. Ich könnte ihn mir auch als kleines Dessert für eine größere Gästerunde vorstellen, wenn nach einem Menue nicht mehr viel Platz im Bauch ist.

By the way:
Laut Frau Hazan soll der Kuchen tradionell in 6 cm lange Rauten geschnitten werden. Die Mathematikerin in mir hatte da ein Fragezeichen im Gesicht: Meint sie eine der Symmetrieachsen oder die Seitenlängen oder ...? Hmm, also habe ichs Pi mal Daumen gemacht. Auch wenn Pi nichts mit Rauten zu tun hat.

Dolce di riso alla bolognese

  • 1 l Milch
  • 1/4 TL Salz
  • 2 - 3 Streifen unbehandelte Zitronenschale
  • 285 g Zucker
  • 85 g Reis, möglichst Arborio (bei mir war es ein Carnaroli - Milchreis sollte auch gehen)
  • 4 Eier
  • 1 Eigelb
  • 75 g gehackte Mandeln (habe ich aus Allergie-Gründen weggelassen)
  • 45 g feingehacktes Zitronat
  • Butter zum Fetten der Form
  • Semmelbrösel
  • 2 EL Rum (bei mir 5 EL)
Milch, Salz, Zitronenschale und Zucker in einen Topf geben und erhitzen. Sobald die Milch zu kochen beginnt, den Reis hinzufügen und rasch mit einem Holzlöffel durchrühren. Die Temperatur herunterschalten, bis der Reis ganz leise köchelt. Dann 2 1/2 Stunden unter gelegentlichem Rühren garen. Er ist gar, wenn ein dicker, hellbrauner Brei entstanden ist. Zitronenschalen, die sich nicht aufgelöst haben, herausnehmen. Den Reisbrei zum Abkühlen beiseite stellen.

Den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.



Eier und Eigelb in einer großen Schüssel verschlagen, bis sie gleichmäßig vermischt sind. Löffelweise den Reisbrei unter die Eier schlagen. Die gehackten Mandeln und das Zitronat hinzufügen und sorgfältig untermischen.

Eine Form (bei mir Springform mit 26 cm Durchmesser) ausfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. (Ich habe sie mit Backalufolie ausgelegt.) Die Reismischung in die Form gießen und glattstreichen. Auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen 45 - 55 Minuten backen.

Den heißen Kuchen sofort nach dem Herausnehmen mehrere Male mit einer Gabel einstechen und den Rum darüberträufeln. Sobald der Kuchen nur noch lauwarm ist, die Form umgedreht auf eine Servierplatte setzen und schütteln, damit sich der Kuchen löst. Den Reiskuchen frühestens 24 Stunden nach der Zubereitung servieren. (Har, har ... wir haben das nicht durchgehalten, aber er hat tatsächlich am nächsten Tag noch besser geschmeckt.)


Läßt man ihn 2 oder 3 Tage länger stehen, bekommt er noch ein kräftigeres Aroma.

Die Druckversion dieses Rezepts findet Ihr HIER.

Donnerstag, 19. März 2009

Pulcino al forno II

Mal wieder Stubenküken - ein einfaches, schnelles Essen. Diesmal wurden sie nicht mit Rosmarin gespickt, sondern ich gab (durch Eva und ihr Brathähnchen inspiriert) eine halbe Zitrone und ein paar Zweige Thymian ins Innere. Gut salzen, pfeffern, mit gutem Olivenöl beträufeln und für 45 Minuten bei 180 Grad in den Ofen geben.

Von den fertigen Küken gibts kein Bild - eine Freundin war zu Gast und da bin ich dann mit Fotografieren doch eher zurückhaltend. Uns beiden hat es auf jeden Fall prima geschmeckt. Es war sehr saftig, schmackhaft - genau richtig - eine klare Küche ohne Schnickschnack.

Bei uns dazu: ein Kartoffel-Zucchini-Gemüse sowie "ein" Glas Lugana Santa Christina (Weingut Zenato).

Mittwoch, 18. März 2009

Buchteln


In der ZEIT Nr. 52 vom 17. Dezember 2008 wurden Spitzenköche nach ihren Lieblings-Weihnachtsessen gefragt. Und seitdem liegt das darin enthaltene Buchteln-Rezept von Johanna Maier in meiner Nachkoch-Mappe.
Kürzlich abend war es dann soweit: Ausgesprochen gute, wunderbar leichte, fluffige Buchteln, die wir mit Vanillesauce und Preiselbeeren gegessen haben. Der Herr der Cucina will sie unbedingt wieder haben, lieber als klassische Dampfnudeln. Auch kalt waren sie immer noch sehr gut, der enthaltene Zimt kommt übrigens geschmacklich nur sehr dezent zum Vorschein.
(Das Rezept habe ich halbiert, im Original sind es auf 1 kg Mehl 6 Eigelb und 1 ganzes Ei.)


Buchteln
4 Personen


  • 500 g Mehl
  • 42 g frische Hefe
  • 60 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1 Ei
  • 60 g weiche Butter
  • 1/2 Vanilleschote
  • 190 ml Milch
  • 1 EL Rum
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

  • etwas Butter zum Bestreichen

Milch und Zucker kurz erwärmen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, alle übrigen Zutaten dazugeben und in der Rührschüssel mindestens zehn Minuten auf kleiner Stufe kneten lassen. Teig eine Stunde gekühlt ruhen und danach eine weitere Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen.

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.


Teig drei Zentimeter dick ausrollen, mit runder Form ausstechen und mit etwas flüssiger Butter bestreichen. In eine ausgebutterte oder mit Backalufolie ausgelegte Form geben und im Ofen gute 20 Minuten backen.


Bei uns dazu Vanillesauce und eingemachte Preiselbeeren.