Montag, 22. Februar 2010

Moussaka - Mousakás


Die erste Moussaka, an die ich mich erinnern kann, stammt aus dem Jahr 1990. Damals hupften der Herr der Cucina und ich drei Wochen mit einem Rucksack auf dem Rücken von Athen nach Paros, dann nach Santorin, schließlich noch Naxos, bevor es wieder zurück nach Athen ging.

Schon damals waren wir keine Campinganhänger und übernachteten als Studenten in Privatzimmern, kleinen Pensionen und Mini-Hotels. Und so haben wir die griechische Küche entdeckt, denn selbst kochen konnten wir dann natürlich nicht.
Aufgrund des eingeschränkten Budgets gabs schon relativ oft Gyros, Bauernsalat oder Fleischspieße. Zwischendurch gingen wir aber auch schon damals gut essen und waren auf Naxos in einem netten Restaurant mit Tischen in der kleinen Gasse.

Was ich gegessen habe, weiß ich nicht mehr. Aber der Herr der Cucina bestellte als bekennender Lamm- und manchmal auch Hammel-Esser ein Moussaka. Dieses Moussaka war riesig und sehr gut ... und das Fleisch war 100% Hammel ... und relativ fett ... und als es abkühlte ... und keiner den Tisch abräumte ... zahlten wir seeeeeehr rasch.

Als mir kürzlich auf der Internetseite des Standard wieder einmal ein Moussaka-Rezept in die Augen sprang, habe ich es das erste Mal selbst ausprobiert. Wahrscheinlich gibt es viele verschiedene Zubereitungsweisen und traditionellere, aber uns hat es so sehr gut geschmeckt!

Heißt es eigentlich die Moussaka oder das Moussaka?
Nachtrag: Es heißt "der Mousakás". :-)

Moussaka fertig

Moussaka
2-3 Portionen

  • 500g gekochte Kartoffeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 300g Lammhack
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zucchini
  • 1/2 Aubergine
  • 1 Dose Tomaten, stückig
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 Zwiebel
  • 1 Knochlauchzehe
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 20 g Butter
  • 20 g Mehl
  • 250 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Ggf. Käse zum Überbacken (bei uns ohne)

Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden.

Aubergine und Zucchini gut waschen, in Scheiben schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. In wenig Olivenöl auf beiden Seiten braten und zum Entfetten auf Küchenpapier legen.

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Zusammen mit dem Hackfleisch in heißem Olivenöl anbraten, Tomatenstücke samt Saft und Petersilie hinzufügen. Thymian und Rosmarin dazugeben, salzen, pfeffern. Ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Moussaka seitlich Form

Eine Auflaufform ausfetten und den Boden der Form mit Kartoffeln auslegen. Als nächste Schicht folgen Auberginenscheiben, dann das Hack (Thymian und Rosmarin vorher entfernen), Zuccinischeiben und mit einer Schicht Kartoffeln abschließen.

Moussaka Form

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für die Béchamelsauce Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf erhitzen, das Mehl einrühren und solange andünsten, bis es goldgelb ist. Die Milch unter ständigem Rühren zugeben. Bei schwacher Hitze 5-10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Bei Bedarf noch etwas Milch nachgießen, so daß eine cremige Sauce entsteht.

Den Auflauf mit der Béchamelsauce überziehen und ggf. den Käse darüberreiben.

Moussaka Form fertig

Im Ofen gut 35 Minuten goldbraun backen.

Kommentare:

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

Ich habe das Moussaka (?)gerne in Griechenland gegessen. Kann mich aber nicht an die Kartoffeln erinnern.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

ich meine, es ginge auch mit Nudeln, oder täusche ich mich da?
Im allgemeinen bin ich weder ein Fan von Gr., noch der Küche dort, ich fand's immer schrecklich, wie die super frische Fische stundenlang gegrillt haben....

Suse hat gesagt…

Ich kenn den/die/das (?) Moussaka auch mit Kartoffeln, allerdings weiß ich au´ch nicht, ob es original griechisch war oder nicht. Ich weiß nur, dass es so auch ziemlich lecker ist ;o)

Peter hat gesagt…

Ich kenne Moussaka von dem ersten griechischen Restaurant in unserer Stadt (1977/78). So weit ich weiß, mit Kartoffeln. Egal,schöne Bilder, schönes Rezept!

Petra hat gesagt…

Interessant. Ich kenne ein ganz anderes Rezept, auf alle Fälle ohne Kartoffeln. Aber es stammt aus meinem Israel-Kochbuch und wahrscheinlich gibt es soviel Versionen wie griechische Hausfrauen.
Viele Grüße

lavaterra hat gesagt…

Lecker, einfach zum Anbeißen. Im Original kommt noch eine Prise Zimt dazu - keine Angst, schmeckt überhaupt nicht nach Weihnachten.

Dinkelhexe hat gesagt…

Ist bestimmt lecker

Kate hat gesagt…

Danke für das schöne Rezept, habe es heute nachgekocht, hat uns sehr gut geschmeckt! :)