Mittwoch, 7. April 2010

Marmelade im Urlaub kochen?


Bald kommt sie wieder - die Marmeladen- und Einkochzeit. Und vor allem im Italienurlaub "springen" mich immer die tollen und besonders reifen Früchte an.

Susine frisch

Aber ich bin nicht in jedem Urlaub so verrückt und koche gleich vor Ort ein - mit allen möglichen und unmöglichen Hilfsmitteln einer Ferienwohnungsküche. Inzwischen machen wir das meist folgendermaßen:

Susine gefroren

Früchte waschen, klein schneiden, in Gefrierbeuteln oder in leeren großen Wasserflaschen (sind leichter stapelbar) verpacken, einfrieren (bis jetzt hatten wir immer einen Gefrierschrank in unseren Wohnungen).
Am Morgen der Heimfahrt werden diese dann in Tiefkühltüten (wie man sie in jedem Supermarkt bekommt) verpackt - ggf. kommen noch kleine, mit Wasser gefüllte und gefrorene Wasserflaschen als Kälteakkus hinzu.
Nach einer Heimfahrt von z.B. 8 - 10 Stunden ist das Obst dann zuhause leicht angetaut, so daß ich sie schön in einen Topf stürzen und am nächsten Morgen aufgetaut mit den heimischen Werkzeugen, Zucker und Gläsern schnell und bequem einkochen kann.

Susine einkochen

Solche Ideen kommen immer vom Herrn der Cucina - ist er nicht toll?

Kommentare:

Dinkelhexe hat gesagt…

Der Duft vom Obst steigt mir schon in die Nase.
Es gibt nichts feineres als selbstgekochte Marmelade. Lecker!
Schöne Grüße
Renate

lamiacucina hat gesagt…

Da ich im Ferienauto schon die halbe Haushaltung verstauen muss, hat es beim besten Willen keinen Platz für Tiefgekühlgut mehr. Gut, koche ich sozusagen nie Konfitüre ein.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

Unsre Häuser sind so gut ausgestattet ( besser noch als Paris), da könnte ich jederzeit Marmelade kochen, mache ich aber nie....

ingrid hat gesagt…

Hallo Nathalie,
bei uns war das früher so: Wir machten immer Urlaub bei der Oma im Bayrischen Wald; und immer am letzten Tag gings nochmal so richtig zum Heidelbeerpflücken, einen großen Spankorb voll. Der wurde dann mit nachhause genommen (im Zug, 4 Personen, Gepäck; irgendeine Hand hatte halt für diesen Korb freizubleiben....); spätnachmittags kamen wir dann zuhause an, und dann kochte meine Mutter sofort die Heidelbeermarmelade, die gab es dann immer zu Pfannkuchen. Unvergesslich köstlich! Und ganz ehrlich: etwas abgewandelt (Auto, Einfrieren...) habe ich das auch schon gemacht!
Liebe Grüße
Ingrid

ingrid hat gesagt…

Und nochmal ich:
Jetzt hast du mir Lust gemacht, heute noch Marmelade zu kochen, da sowieso nur noch 1 Glas im Keller ist;
Himbeeren wahrscheinlich, mal schauen, was noch im Gefrierschrank ist.
Ingrid

Susa hat gesagt…

Sehr clever! Wir versuchen auch jedes Jahr, die sonnenverwöhnten Früchte zu konservieren, nur müssen wir immer ins Flugzeug... Letztes Jahr: 30 Kilo pro Koffer.

Schnick Schnack Schnuck hat gesagt…

Ha, sehr gute Idee, wenngleich ich bei Billigflügen leider eh schon immer gegen Übergepäck anzukämpfen habe.

Anonym hat gesagt…

Ein weiterer Vorteil den das Reisen ohne Flugzeug hat. ;-)
VG,
Claudi

Christina hat gesagt…

Hach, eine tolle Idee! Und bei jedem Gläschen, das man öffnet, denkt man an den schönen Urlaub zurück. :-)

Johanna hat gesagt…

Hallo,
ich habe auch schon mal Marmelade im Urlaub vorbereitet. Am Ferienhaus wuchs eine Kakteenhecke und am vorletzten Tag kam der Besitzer und erntete die Früchte. Er zeigte uns, wie man sie schält ohne hinterher die Finger voller Stacheln zu haben. Da die Früchte wohl selbst in Italien nicht gerne geschält werden, schenkte er mir einen ganzen Eimer. Zu spät um Marmelade zu kochen und lange aufheben kann man sie auch nicht. So haben wir sie geschält und einmal aufgekocht. Dann in ein großes (schnell gekauftes) Schnappdeckelglas gefüllt und mit nach Hause genommen. Dort habe ich dann leckere Marmelade gekocht. Ein anderes Mal hatten wir einen handlichen Feigenbaum auf dem Grundstück und durften ganz reife Feigen ernten. Ich habe sie mit Zucker ganz dicht in ein Schnappdeckelglas geschichtet und mit reinem Alkohol (in Italien spottbillig) übergossen. Die waren hinterher wie Rumtopf mit sirupartiger Flüssigkeit und total lecker auf Eis oder Pudding (oder auch so).
Schöne Grüße, Johanna