Montag, 25. Oktober 2010

Rotkraut - Blaukraut


In Restaurants esse ich es eigentlich nie: Blaukraut oder Rotkraut

Da bin ich eigen, denn entweder sind Äpfel oder Birnen drin (Allergien) oder es ist zu süß, zu sauer, zu "zimtig", zu "weihnachtlich". Auch der Herr der Cucina ähnelt mir da sehr. Zuhause bekomme ich immer Nachschub von der Mama der Cucina, die portionsweise für uns einfriert. Ein Super-Service.

Kürzlich habe ich mir gedacht, das sollte ich doch irgendwie auch hinbekommen. Als Rezeptgrundlage habe ich mir Petras Blautkraut mit Balsamico geschnappt, Rotwein weggelassen, Orangensaft und Portwein erhöht, die Gewürze (aus Angst - s.o.) etwas reduziert.
Mariniert wurde es Freitagabend, gekocht Samstagmittag, gegessen Sonntagmittag.

Sehr weich, sehr zart, sehr fein, sehr ausgewogen im Geschmack!

Blaukraut Teller

Rotkraut
6 Portionen
  • 1 kleiner Kopf Rotkohl
Marinade:
  • 150 ml Portwein
  • 80 ml Balsamicoessig
  • Saft von 2 Orangen
  • 1/4 TL Zimtpulver
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Preiselbeeren (Glas)
Zum Braten:
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 1/2 EL brauner Zucker
  • 3 Schalotten in Streifen geschnitten
Am Vortag den Rotkohl putzen, vierteln, vom Strunk und den dicken Rippen befreien und in feine Streifen schneiden. In eine große Schüssel geben. Alle Zutaten für die Marinade vermischen und über den Kohl geben, durchrühren und abgedeckt über Nacht ziehen lassen.

Blaukraut mariniert
Freitagabend

Blaukraut mariniert morgens
Samstagmorgen

Blaukraut Topf
Samstagmittag

Am nächsten Tag das Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen, die Schalotten darin anschmoren. Den Zucker dazugeben und karamelisieren lassen. Das Rotkraut mitsamt Marinade zugeben, durchrühren und schmoren lassen (bei mir gut 2 Stunden), zum Schluss nochmal abschmecken.

Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

und ich könnte schwören, dass dabei noch ein Stück Huhn war.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

morgen gibt's dann sicher Wild.....

Hesting hat gesagt…

Vielen Dank für das Basisrezept. :)

Uschi M. hat gesagt…

Das Huhn sah aus wie eine Entenbrust ;-)

Ja, das Rezept gefällt mir, auch wenn ich zugeben muss, dass mir das Blaukraut aus der Dose (vom Hersteller, der mit H. beginnt) auch schmeckt... ich werde das sicher mal ausprobieren.

Helga hat gesagt…

Mamas Best nachkochen oder selbstkochen ist immer eine besondere Herausforderung. Klingt jedenfalls gut das Rezept (beziehe Blaukraut auch von Mama)...

Nathalie hat gesagt…

@lamiacucina
Nicht so leichtsinnig sein mit dem Schwören! :-)

@Bolli
Woher willst Du das jetzt wissen? :-)

@Hesting
Gerne.

@Uschi M.
Von H. gibt es eins ganz ohne Zusätze und Gewürze, das geht.

@Helga
Mamas Best kann man irgendwie nie nachkochen (für mich sind Semmelknödel und Spätzle nicht zu erreichen).

anie's delight hat gesagt…

Ich mache mein Rotkohl auch immer selber. Genau aus diesem "Allergie-Gründen". Bei mir sind Birnen und Äpfel auch verboten. Aber so hat man den Geschmack selber in der Hand...

Norma hat gesagt…

Ihr könnt ruhig über mich den Kopf schütteln, aber ich liebe Rotkohl aus Großküchen wie Kantinen oder Mensen, dann, wenn er so richtig schön matschig gekocht ist.

creezy hat gesagt…

Hm, ich habe gerade gestern den letzten aus der Tiefkühltruhe entnommen und freue mich jetzt wieder neuen kochen zu dürfen. Bei mir – mangels Allergie – mit Äpfeln aber übrigens auch mit Sauerkirschen. Ich karamelisiere den Kohl inzwischen vorher …

Uschi M. hat gesagt…

Heute war es dann so weit. In meiner Bio-Kiste war auch ein Kopf Blaukraut und damit habe ich dieses Rezept ausprobiert. Dazu gab es einen Schweinsbraten und Kartoffelknödel. Es war wunderbar. Und ich glaube, Dosenkraut kommt mir nicht mehr so schnell auf den Tisch.

Grüße
Uschi

Nathalie hat gesagt…

@Uschi M.
Wieder etwas, was man jetzt nur noch selbst macht, nicht wahr?
Das Dosenkraut ohne Gewürze ist ja nicht schlecht, aber einmal das probiert und gekocht, und schon mag man das "alte" nicht mehr.

Schön, daß es Dir geschmeckt hat.