Montag, 17. Januar 2011

Tatar


Es gibt Gerichte, die schmecken ausgezeichnet, man ißt sie traditionell in einem bestimmten Restaurant ... aber irgendwie macht man sie nicht zuhause. Bei uns: Tatar.

Schon mein Papa aß im Marklhof oft Tatar - der Herr der Cucina setzt diese Tradition fort.

Warum eigentlich nicht mal selber machen?

Was man braucht? Nicht viel! Nur seinen Metzger des Vertrauens, der ein exzellentes Stück Fleisch aussucht und ggf. schon schneidet oder durch den Fleischwolf läßt.
Dazu ein gutes Weißbrot - und alles ist gut, sehr gut.

Tatar nah

Tatar
2 Portionen


  • 350 g Rindfleisch (Filet oder Oberschale), in sehr kleine Würfel geschnitten oder grob gehackt
  • 2 Schalotten - fein gehackt
  • 2 Cornichons - fein gehackt
  • 1 EL Kapern - fein gehackt
  • 2 Sardellenfilets - fein gehackt
  • Schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Ketchup
  • 1 EL Senf
  • 1 Eigelb (sehr frisch)
Tatar Zutaten Tatar Fleisch

Fleisch mit allen Zutaten sehr gründlich mischen.


Tatar Ei

Kräftig (!) abschmecken. Z.B. mit Hilfe eines Rings anrichten. Weißbrot dazu reichen.

Tatar fertig

Kommentare:

My Kitchen in the Rockies hat gesagt…

Es geht doch nichts ueber Tradition, oder?
Meine amerikanischen Freunde wuerden wahrscheinlich schreiend davon laufen, wenn ich ihnen rohes Beef und rohes Ei vorsetzen wuerde. Allein die Vorstellung ueber die erschreckten Gesichter bringt mich zum Lachen. Ich dagegen wuerde liebend gerne mal wieder ein koestliches Rindertartar essen. Uebrigens hat mein Vater das auch sehr gerne gegessen.

Hesting hat gesagt…

Sieht sehr lecker aus. Und muß hier definitiv auch bald mal wieder auf den Tisch kommen. :)

lunchforone hat gesagt…

Der Metzger des Vertrauens ist besonders wichtig, aber bei uns "Foodie's" bekanntlich eher kein Problem

lamiacucina hat gesagt…

lieber zu Hause essen, als in einem Restaurant.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

Durch den Fleischwolf drehen, bloss nicht!!!!!!!!!!!

Nachher liest es sich dann besser, mit dem Messer schneiden, comme il faut!

Heike hat gesagt…

Ich habe es als Kind geliebt..ehrlich..wir hatten einen guten Dorfmetzger und da gab es sowas öfter..Tatar oder auch nur einfache Mettbrötchen..heute esse ich es eher selten..aber es wär echt mal wieder an der Zeit...lGHEike

daniela hat gesagt…

Wie Heike hab ich Tatar schon als Kind wahnsinnig gerne gegessen. Sehr zum Erstaunen aller Erwachsenen. Bei uns wurde es immer unvermischt serviert, dh alle Zutaten wurden einzeln am Teller rund ums Fleisch angerichtet, das Ei auf dem Fleisch. So hab ich's bis heute am Liebsten.

UT70619 hat gesagt…

Ich esse Tartar auch am Liebsten zu Hause. Dann kann ich auch noch ein klein wenig (ca. 1 Tl) Cognac oder (ca. 1 El) Weißwein zugeben. Tut ihm geschmacklich sehr gut!

barcalex hat gesagt…

Bei mir ist das umgekehrt - dem Restaurant traue ich da nicht so recht, das mach ich lieber selber.
Ich liebe noch einen Spritzer Tabasco drinnen.

Anonym hat gesagt…

Wie schön, Sie kennen den Marklhof. Kein Südtirol-Urlaub, ohne dort nicht mindestens ein Mal gegessen zu haben.

Nathalie hat gesagt…

@Anonym
Dann sind wir uns vielleicht schon mal begegnet. :-)

Anonym hat gesagt…

Sehr gut möglich, dass wir uns dann dort schon mal "begegnet" sind. Ich gehe davon aus, dass Sie neben dem Marklhof noch diverse andere Schmankerl dort kennen, so dass ich Ihnen gar nix anderes mehr empfehlen kann (wie z.B. das "Sissi" in Meran u.ä.).
Liebe Grüße ebenfalls aus München.

Anonym hat gesagt…

Sie wissen, dass der Marklhof seine Pforten schließt?

Nathalie hat gesagt…

@Anonym
Ja, leider.
Am kommenden Sonntag, den 4. November 2012, ist der letzte Tag. Er wird uns fehlen.

Aras Orhon hat gesagt…

sehr lecker und es regt mich an, das Rezept einmal mit einem anderen aus der türkischen Küche zu vergleichen "Cig Köfte" das heisst soviel wie "rohe Fleischbällchen". Ich würde gerne das Tatar rezept mit meinen eher küchen-philosophischen Betrachtungen im eigenen Blg verlinken, nämlich hier:
http://blog.aras-orhon.de/