Montag, 7. Februar 2011

Saftplätzli


Als Robert kürzlich auf die Saftplätzli seiner Mama wieder einmal Bezug, erinnerte ich mich daran, daß ich sie schon ewig auf der Nachkochliste hatte. Und wie es halt immer so ist, es ist nach hinten gerutscht.

Also habe ich fluchs den Herrn der Cucina zum Stadtmetzger geschickt, mit der Ansage, Rinds-Saftplätzli zu kaufen. Zurück kam er mit vier Scheiben von der Lende, darauf hatten er und der Metzger sich geeinigt, nach den Beschreibungen des Rezepts.

Nachdem ich ja nicht in der Tradition wie Robert stehe, habe ich minimale Änderungen vorgenommen, die er mir hoffentlich verzeihen wird - ein bißchen hier, ein bißchen da.
Da ich das Original nicht kenne, kann ich natürlich auch keine Vergleiche vornehmen - aber geschmeckt hats bestens.

Saftplaettli

Saftplätzli
3-4 Personen
  • 4 Scheiben Rinderlende (max. 1 cm dick geschnitten)
  • 1 grosse Zwiebel in dünnen Ringen
  • 1/2 Lauchstange in dünnen Ringen
  • 1 Knoblauchzehe in Scheiben
  • 6 getrocknete Tomatenhälften
  • 1/2 abgeriebene Zitronenschale
  • Pfeffer, Salz
für die Bratensauce:
  • 200 ml kräftige Fleischbrühe
  • 1 Tlf. Tomatenpüree
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2-3 Msp. Gewürznelkenpulver
  • 2 Tlf. Worcestershiresauce
Gut verschliessbaren Schmortopf mit Speiseöl leicht einölen. Wenig Zwiebeln und Lauch auf den Boden streuen.

Saftplaettli roh

"Rindsplätzli" abwechslungsweise mit Zwiebeln samt Tomaten einschichten. Zwischen den Fleischschichten mit geriebener Zitronenschale, frisch gemahlenem Pfeffer und dem Knoblauch würzen. Zuoberst Zwiebeln, Tomaten und Würze.
1-2 EL Wasser zugeben und ca. 20-30 Minuten auf kleinster Hitze simmern lassen, nicht anbraten, die Zwiebeln sollen nicht anbrennen !
Fleischbrühe mit den Gewürzen zugeben, aufkochen, zugedeckt 2 Stunden bei kleinster Temperatur auf dem Herd simmern lassen. Wenn sich das Fleisch mit der Gabel zerdrücken lässt, ist es gut.
Zwischendurch kontrollieren, falls zuviel Flüssigkeit verdunstet, mit Wasser ergänzen, oder wenn die Sauce zu dünn ist, etwas einkochen lassen.

Kommentare:

Arthurs Tochter hat gesagt…

Hi Nathalie, ich kenne diese Saftplätzli nicht. Sind sie ein typisches "südliches" Gericht? Mir erscheinen sie wie eine nicht gerollte Roulade, sozusagen eine Rouladenlasagne.

lamiacucina hat gesagt…

oh, Frau L.'s Saftplätzli :-) Hats kürzlich bei uns auch wieder gegeben.
Saftplätzli sind ein typisches Schweizer Gericht. Jedenfalls weiss hier jeder Metzger, was gemeint ist. Wir nehmen dünner geschnittenes Fleisch, AT liegt nicht falsch, Rouladenfleisch wäre passend.

Bolli's Kitchen hat gesagt…

kann man mal die norddeutsche Übersetzung dafür bekommen bitte?

Eva hat gesagt…

sieht auch in deiner Variante äußerst lecker aus

Peter hat gesagt…

Eine tolle "Rouladen"-Variante.

Martin hat gesagt…

Das Fleisch auf dem Bild sieht super aus. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Kommt auf die To-Do-Liste.

kitchen roach/galley roach hat gesagt…

Schoene Fotos. Ich habe auch noch nie von Saftplaetzli gehoert, sieht sehr gut aus.

Anonym hat gesagt…

Das ist was für uns und kommt weiter vorne auf die Liste. ;-)
VG,
Claudi

Creative-Pink hat gesagt…

Das hört sich sehr lecker an!

Bernd hat gesagt…


Was soll ich sagen ?
Soll ich den Herrn der Cuccina tadeln, oder die Blogschreiberin, oder doch lieber den Metzger? Sorry,
auch diese vier Scheiben sind kein Rinderfilet sondern wunderbar schön durchwachsenes Entrecote/ Roestbeef.

Ich trau mich schon nicht mehr weitere Fleischgerichte durchzustöbern in ihrem schönen Blog.

Bernd aus http://heutegibts.wordpress.com/

Nathalie hat gesagt…

@Bernd
Lieber Bernd,
wie schon bei Ihrer anderen "Kritik" geschrieben: es wäre auch schön, wenn Sie wüßten, daß es bei Zuschnitt und Benennung von Fleischstücken regionale Unterschiede gibt.
Und so wird bei uns das Filet nur als Filet bezeichnet und die Lende ist ein anderer Ausdruck für ein Roastbeef.
Also immer schön sachte!

Und ggf. lassen Sie es einfach mit dem Durchstöbern. Dann müssen Sie sich nicht aufregen.