Montag, 31. Januar 2011

DER Schokoladenkuchen


Mein Job hat "manchmal" schon Vorteile, einen davon habe ich bei einer neuen Kundin letzte Woche erfahren: Ich werde hier umsorgt, mit Kaffee, frisch gebrühtem Tee, Pralinen, Keksen, während ich arbeite ... und ... mit einem wunderbaren lauwarmen Schokoladen-Kuchen zum zweiten Frühstück.
Und was tut man in diesem Fall? Der Haushälterin auflauern und das Rezept abluchsen. :-)

Hier ist er, sofort dieses Wochenende nachgebacken: Auch selbstgemacht ein Gedicht! (Schmeckt sehr gut mit einer Kugel Vanille-Eis - dann auch ein schneller, feiner Nachtisch.)


Schokoladenkuchen

Schokoladenkuchen
1 Backblech

  • 5 Eier
  • 250 g Butter
  • 2 Tafeln Schokolade (bei mir 55%, insgesamt 200 g)
  • 360 ml Milch
  • 225 g Zucker
  • 3 TL Vanillezucker
  • 180 g Mehl
  • 1 Tütchen Backpulver
  • Puderzucker zum Garnieren
Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Butter und Schokolade bei geringer Hitze in einem kleinen Topf schmelzen. In der Küchenmaschine Zucker mit einem Ei verrühren. Nach und nach die anderen Eier zugeben, Milch zugießen - dann Eßlöffel für Eßlöffel das mit dem Backpulver gemischte Mehl.
Vanillezucker einrießeln lassen. Und ständigem Rühren langsam die Butter-Schokomischung zugießen.

Alles in ein mit Back-Alufolie ausgekleidetes Backblech geben. Ca. 15 Minuten backen - der Kuchen soll noch leicht klebrig sein.
Ggf. mit Puderzucker garnieren.

Schokokuchen nah

Freitag, 28. Januar 2011

Schnelle Pappardelle


Ihr kennt ja meine Meinung zu Flying Buffets nach Veranstaltungen: zu spät, damit verbunden meist schwer verdaulich, zu unpraktisch. Und so war es gestern abend wie immer hektisch, damit vor der beruflichen Abendeinladung noch schnell was auf den Tisch kommt.

16.15 beim Kunden zeitig weg, 16.35 Uhr daheim, noch im Mantel Shrimps aus dem Gefrierschrank holen, ab ins Bad, duschen, Haare zurecht machen. Wieder in die Küche, Nudelwasser hinstellen, drei Frühlingszwiebeln in Ringerl schneiden, Blätter von 6 Zweigen glatter Petersilie hacken, Shrimps klein schneiden.

Der Herr der Cucina kommt pünktlich (unter Androhung harter Strafen klappt das problemlos) nach Haus, deckt den Tisch, während ich in heißem Olivenöl die Frühlingszwiebeln und die Shrimps anschwitze und mit Weißwein ablösche. Es wird mit Pfeffer, Salz und Piment d'Espelette gewürzt.

Während ich die Cipriani-Pappardelle ins Wasser werfe, entführt mir der Herr des Hauses den Weißwein, schenkt die Gläser ein. Nach gut vier Minuten werden die Nudeln mit der Sauce vermischt und kommen um 17.05 Uhr auf den Tisch.

Pappardelle

Danach gemeinsam den Tisch abräumen, an- bzw. umziehen, schminken und Abgang um 17.50 Uhr. Gut, oder?

(Das "Abendessen" in Form eines Flying Buffets gab es übrigens nach dem Konzert um 21.30 Uhr.)

Donnerstag, 27. Januar 2011

Lamm-Ossobuco


Vom Stadtmetzger gab es per Sonderschnitt Lammhaxen-Scheiben, die ich nach unserem altbewährten Ossobuco-Rezept zubereitet habe. Nur die Garzeit habe ich verändert und der Sauce Zucchini- und Auberginen-würfel zugegeben.
Sehr fein!

Lamm-Ossobuco

Lamm-Ossobuco

4 Personen

  • 4 Lammhaxenscheiben
  • 2 große rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 500 g frische Tomaten oder stückige Dosentomaten von guter Qualität z.B. De Cecco
  • 1 Zucchini (in 1 Würfel schneiden)
  • 1 kleine Aubergine (in Würfel schneiden)
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Butter
  • 4 EL Olivenöl
  • 250 ml Weißwein
  • 250 ml Fleischbrühe
  • Salz, Pfeffer, Mehl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Zweige Thymian
Gremolata

  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 Knoblauchzehen
Lamm-Ossobuco roh

Olivenöl und Butter in einem Bräter erhitzen, Zwiebeln und die Knoblauchzehen klein schneiden und unter Rühren im Fett rundherum leicht anbräunen. Herausnehmen. Die Haxenscheiben in wenig Mehl wenden und im heißen Fett hellbraun anbraten, Zwiebeln und Knoblauch wieder dazugeben.
Mit Weißwein ablöschen, die Zucchini, Aubergine, Tomaten und die Petersilie dazugeben. Salzen, pfeffern, Thymian, Lorbeerblatt untermischen, kurz alles aufkochen. Dann bei geringer Hitze und geschlossenem Topf ca. 1,5 Stunden garen lassen. Zwischendurch umrühren und nach und nach die Fleischbrühe dazugeben.

Für die Gremolata - die Würzmischung, die dem Gericht zum Schluß eine unvergleichliche Frische, Würze und einen tollen Duft verleiht - die Schale der Zitrone fein abraspeln, fein gehackte Knoblauchzehen und die Petersilie vermischen.

Das fertige Ossobuco mit der Gremolata bestreuen und servieren.

Dienstag, 25. Januar 2011

Dinner for one XX - Orecchiette mit Brokkoli und Schinken


Im Winter eines meiner Lieblingsschnellmittagessen: Orecchiette mit Brokkoli und Schinken, wärmt und schmeckt.
Dabei koche ich den Brokkoli ein bißchen weicher als bißfest, damit er sich dann - nachdem Schalotten in Oliven kurz angebraten wurden, der Schinken dazukam und dann der Brokkoli - in der Sauce ein bißchen auflöst. Mit Weißwein und etwas Sahne ablöschen und mit den Nudeln mischen. Würzen. Fertig.

Pasta Brokkoli Schinken

Danach gehts am Schreibtisch wieder energievoll weiter ... und abends wird dann richtig gekocht.

Montag, 24. Januar 2011

Kürbis-Bratwurst-Lasagne


Eigentlich drückt dieser Twitter-Austausch zwischen Helga und
mir auch schon alles aus:

Twitter Lasagne

Der Herr der Cucina hatte sich aus dem Kochbuch "Der große Lafer" von Johann Lafer die Kürbis-Bratwurst-Lasagne gewünscht - als eingefleischter Kürbis-Freund. Die Liebe zum Kürbis teilen wir ja bekanntlich nicht, aber zwischendurch laß ich mich doch zu einem Butternut überreden. Und die gibt es ja immer noch.
Wie schon einmal geschrieben, schmeckt der Butternut ein wenig nach karamelisierten, jungen Karotten, das ist für mich dann ok.

Und jetzt eben die Kürbis-Bratwurst-Lasagne. Ich habe mich nicht ganz ans Originalrezept gehalten - der da enthalten Bergkäse kam nicht auf unsere Lasagne, wir konnten uns auch nicht so richtig vorstellen, daß das schmecken sollte.

Aber um allen jetzt schon gerunzelten Stirnen wieder zur Glättung zu verhelfen: Es schmeckt, richtig gut! Aber unbedingt gute Würstl (z.B. gute, frische Nürnberger) verwenden.


Lasagne Kuerbis Bratwurst Teller


Kürbis-Bratwurst-Lasagne
4 Portionen
  • 500 g Butternut-Kürbis
  • 2 milde Zwiebeln
  • 6 Paar Nürnberger Bratwürstl
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 g Crème fraîche
  • 100 ml Milch
  • 1 Bund glatte Petersilie - fein gehackt
  • etwas Fett für die Form
  • 30 g Butter
  • Lasagneblätter
Béchamelsauce
  • 25 g Butter
  • 25 g Mehl
  • 1/2 l Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
Kürbis schälen, entkernen und in kleine Stückchen schneiden. Zwiebeln in feine Ringe schneiden.

Lasagne Kuerbisfuellung

Olivenöl erhitzen und die Kürbisstückchen darin anschwitzen. Mit wenig Wasser angießen und bißfest garen. Crème fraîche und Milch unterrühren, sowie die Petersilie. Kräftig würzen.

Backofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Lasagne Bratwurst

Bratwürste in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen, Bratwürste darin anbraten, Zwiebeln dazugeben und mitdünsten.

Auflaufform ausfetten.

Béchamelsauce zubereiten:
Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl darin unter Rühren hell anschwitzen. Die Milch zugießen und mit dem Schneebesen glatt rühren. Die Hitze reduzieren und die Sauce offen 8 - 10 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Lasagne einfuellen

In der Form Lasagneblätter, Kürbis, Bratwurst, Béchamelsauce stapeln, wiederholen. Die abschließende Lasagneblätter-Schicht abschließend mit Béchamelsauce bedecken und kleine Butterstückchen darauf verteilen.

Für min. 30 Minuten ins Rohr.

Freitag, 21. Januar 2011

Blumenkohl-Schinken-Quiche


Mit den Blumenkohl-Resten von gestern und etwas Schinken gibts noch schnell zum Ende der Woche:


Blumenkohlquiche

Blumenkohl-Schinken-Quiche
Form mit 24 cm Durchmesser
  • Blumenkohl-Röschen (1/2 Kopf), gekocht
  • 50 g gekochter Schinken
  • 50 g geräucherter Schinken
  • 1 Rolle Blätterteig
  • Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette, Muskat
  • 2 Eier
  • 100 ml Sahne
  • 150 ml Milch
Backofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Schinken klein schneiden. Blätterteig in eine Form geben. Blumenkohl mit Schinken mischen und auf den Teigboden verteilen.

Eier, Sahne und Milch vermischen, kräftig würzen und über die Blumenkohl-Schinken-Mischung gießen.

Für 40 Minuten in den Ofen schieben.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Penne di rinforza napolitana


Bei Bolli gefunden und nachgekocht: Penne di rinforza napolitana
Zwei Änderungen habe ich vornehmen müssen: Da es Sonntagabend war, war alles "Grüne" wie Petersilie oder Basilikum aus, so daß der grüne Farbtupfer fehlt. Und die Paprika habe ich aus Allergie-Gründen weggelassen.
Aber trotzdem: sehr fein.

Und am nächsten Tag waren die Reste mit etwas Öl, weißem Balsamico und einem Stückerl Weißbrot ein perfektes Mittagessen für mich am Home-Office-Tag!

Pasta Blumenkohl

Penne di rinforza napolitana
(2 Portionen)
  • 1 Blumenkohl - gesäubert und in kleine Röschen geteilt (ca. 1/2 Blumenkohl für das Rezept nötig, Rest anderweitig, z.B. Quiche verwenden)
  • 2 Zwiebeln
  • Olivenöl
  • 4 Sardellen
  • 3 EL entsteinte Oliven
  • 1 EL Kapern
  • Rotweinessig
  • Pfeffer
Blumenkohl-Röschen knackig garen, abgießen und auf die Seite stellen.
Dann 2 Zwiebeln in feine Streifen schneiden und in Olivenöl weichbraten. Dann die Sardellen, Kapern und Oliven zu den Zwiebeln geben. Alles leicht einköcheln lassen, mit etwas Rotweinessig ablöschen und pfeffern.
Penne kochen und alles vermischen, zuletzt die Blumenkohlröschen dazugeben.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Brotsuppe


Der Mama der Cucina darf ich damit nicht kommen - ihr geht es wahrscheinlich wie vielen der Kriegsgeneration, die mit Brotsuppe dünne Wassersuppen mit wenig Brotbröseln verbinden und daran nicht erinnert werden wollen.

Damit hat diese nichts zu tun. Speck, Fleischbrühe, dunkles Bier, Speck und Sahne "reichern" diese Suppe doch ein bißchen an. :-)
Gefunden habe ich das Rezept bei Entegutallesgut und nur minimal abgewandelt. Eine wohlschmeckende Wintersuppe.


Brotsuppe

Brotsuppe

  • 150 g altes, dunkles Brot (Bauernbrot) in Würfel geschnitten
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • Butterschmalz
  • 1 l Fleischbrühe
  • 0,25 dunkles Bier
  • 200 g Sahne
  • Muskatnuss, Pfeffer, Salz
Zum Garnieren:
  • 2 Handvoll Brotwürfel
  • 1 Scheibe Speck (0,5 cm dick, in kleine Würfel geschnitten)
  • Butter
  • Schnittlauch-Röllchen

Brotsuppe Brot

Zwiebel, Knoblauch in Butterschmalz anbraten und das alte Brot dazugeben. Mit Fleischbrühe und Bier aufgießen, kräftig würfeln und ca. 20 Min köcheln lassen. Pürieren, nachwürzen und Sahne zugeben. Die Suppe muss ordentlich würzig schmecken.

Brotsuppe Bier

In einer Pfanne und etwas Butter den Speck und die Brotwürfel zum Garnieren anrösten.
Suppe mit der Garnitur anrichten und essen! :-)

Dienstag, 18. Januar 2011

Wildgulasch


Wildgulasch ist auch so etwas, was ich eigentlich in keinem Restaurant esse - aus Angst, nur die "letzten" Reste zu bekommen. Außerdem sind mir diese dicken, dunklen, pampigen Saucen, in denen dann das Gulasch schwimmt, ein Greuel.

Da ist es mir um so lieber, wenn mein Stadtmetzger mir Hirsch- und Rehrückenstücken als Gulasch anbietet. Was für ein luxuriöses, feines und schnelles Abendessen:

Wildgulasch

Leicht mehlieren und mit Schalotten in der Pfanne anbraten. Mit etwas Portwein ablöschen, würzen, Preiselbeer-Marmelade und minimal Sahne unterrühren und noch leicht rosa zu Papardelle essen.

Fehlt nur noch ein Glas Blauburgunder und die Welt ist in Ordnung. :-)

Montag, 17. Januar 2011

Tatar


Es gibt Gerichte, die schmecken ausgezeichnet, man ißt sie traditionell in einem bestimmten Restaurant ... aber irgendwie macht man sie nicht zuhause. Bei uns: Tatar.

Schon mein Papa aß im Marklhof oft Tatar - der Herr der Cucina setzt diese Tradition fort.

Warum eigentlich nicht mal selber machen?

Was man braucht? Nicht viel! Nur seinen Metzger des Vertrauens, der ein exzellentes Stück Fleisch aussucht und ggf. schon schneidet oder durch den Fleischwolf läßt.
Dazu ein gutes Weißbrot - und alles ist gut, sehr gut.

Tatar nah

Tatar
2 Portionen


  • 350 g Rindfleisch (Filet oder Oberschale), in sehr kleine Würfel geschnitten oder grob gehackt
  • 2 Schalotten - fein gehackt
  • 2 Cornichons - fein gehackt
  • 1 EL Kapern - fein gehackt
  • 2 Sardellenfilets - fein gehackt
  • Schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Ketchup
  • 1 EL Senf
  • 1 Eigelb (sehr frisch)
Tatar Zutaten Tatar Fleisch

Fleisch mit allen Zutaten sehr gründlich mischen.


Tatar Ei

Kräftig (!) abschmecken. Z.B. mit Hilfe eines Rings anrichten. Weißbrot dazu reichen.

Tatar fertig

Freitag, 14. Januar 2011

Preiselbeer-Buchteln (Maier-Lafer-Kombi)


Wir sind ja inzwischen richtige Buchteln-Liebhaber. Zwei Rezepte gibt es in diesem Blog zur Auswahl, die ohne Füllung von Johanna Maier und die mit Preiselbeer-Füllung von Johann Lafer.

Die von Johanna Maier schmecken mir ein bißchen besser, aber gefüllt wären sie mir noch lieber, also habe ich sie dieses Mal gefüllt.

Perfekt - einfach mit Vanillesauce!

Buchteln

Buchteln
4 Personen
  • 500 g Mehl
  • 42 g frische Hefe
  • 60 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 1 Ei
  • 60 g weiche Butter
  • 1/2 Vanilleschote
  • 190 ml Milch
  • 1 EL Rum
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • gute Preiselbeer-Marmelade
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
Milch und Zucker kurz erwärmen. Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, alle übrigen Zutaten dazugeben und in der Rührschüssel mindestens zehn Minuten auf kleiner Stufe kneten lassen.
Teig eine Stunde gekühlt ruhen und danach eine weitere Stunde an einem warmen Ort aufgehen lassen.

Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Teig drei Zentimeter dick ausrollen, mit runder Form ausstechen einen Teelöffel Preiselbeermarmelade in die Mitte legen, zusammenfalten und mit der Naht nach unten in die Form setzen. Mit dem verklepperten Eigelb bestreichen.
Im Ofen gute 20 Minuten backen.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Pseudo-Remouladensauce


Heute die dritte und letzte Sauce zum Fondue Chinoise, die aber auch ganz exzellent zum Roastbeef oder gekochten Fleisch paßt:

Im Netz herrscht eine zum Teil fast schon militante Diskussion um die "echte" Remouladensauce. Da will ich mich gar nicht einmischen und nenne das heutige Rezept einfach Pseudo-Remouladensauce, dann kann mir keiner was. :-)

Sie ist leichter, würziger und wird auch von Remouladensauce-Hassern im Freundeskreis sehr geschätzt.

Remouladensauce

Pseudo-Remouladensauce
  • 80 g Mayonnaise (gerne selbstgemacht, wenn's schnell gehen soll, kanns auch mal eine gute, gekaufte aus dem Glas sein)
  • 120 g Vollmilch-Joghurt
  • 4 Cornichons (die sollten nicht super-süß eingelegt sein)
  • 2 Sardellenfilets
  • 1 1/2 TL Kapern
  • 2 TL gehackte Petersilie
  • Pfeffer
  • Salz
Cornichons in kleine Würfel schneiden, Sardellen und Kapern klein hacken. Alle Zutaten mischen und mit Peffer und Salz abschmecken.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Avocado-Sauce


Die zweite Sauce der drei Silvester-Sauce ist die Lieblingssauce des Herrn der Cucina am Abend gewesen, denn er liebt Avocados. Mir hat sie zum Kalbsfilet sehr gut geschmeckt. Die Schärfe kann an den Geschmackt der Mitesser gut "angepaßt" werden.

Avocadosauce

Avocado-Sauce
  • 2 reife Avocados
  • 1 TL Zitronensaft
  • 100 g Vollmilch-Joghurt
  • 2 EL Crème fraîche
  • 2 Messerspitzen Piment d'Espelette
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Schnittlauchröllchen
Avocados entkernen, Fruchtfleisch lösen und mit dem Zitronensaft beträufeln. Knoblauch, Gewürze, Crème fraîche und Avocados mit dem Stabmixer pürieren, Joghurt und Schnittlauch unterrühren.
Abschmecken.

Dienstag, 11. Januar 2011

Preiselbeer-Meerrettich-Sauce



Eine der drei Fondue-Saucen an Silvester war diese Preiselbeer-Meerrettich-Sauce. Sie war meine bevorzugte Wahl an diesem Abend zum Rinderfilet. Genau die richtige Mischung zwischen süß und scharf. Sie schmeckte auch am nächsten Tag - einfach auf eine Scheibe frisches, warmes Toastbrot gestrichen.

PreiselbeerMeerrettich
(nicht besonders fotogen)

Preiselbeer-Meerrettich-Sauce

  • 3 TL sehr fein geriebener, - wenn möglich - frischer Meerrettich
  • 120 g Preiselbeer-Marmelade
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Honig
  • 75 g Crème fraîche
  • 75 g Vollmilch-Joghurt
Einfach alles gut verrühren!
(Ich glaube, das ist meine kürzeste Zubereitungsanleitung!)

Montag, 10. Januar 2011

Weiter geht's ... ganz untypisch für uns



Jaaaa...aaaaa - ich blogge ja wieder, keine Sorge und danke der Nachfrage.
Aber die Pause war nötig, der mentale Blogspeicher waren leer und die Zeiten für Kochen und Schreiben waren begrenzt. Mental bin ich jetzt wieder auf der Höhe :-). Aber wie sagte der Herr der Cucina so vernünftig, wie er halt ist, zu mir, als ich ihm "vorjammerte", daß ich nicht weiß, wie und in welcher Frequenz es hier weitergehen soll: "Du hast im Moment ja auch andere Prios." Wie recht er hat. ;-)
Aber: Weiter gehts. Vielleicht nicht in der gewohnten, täglichen Schlagfrequenz, aber auf jeden Fall sehr regelmäßig.
Schluß mit dem Geschwafel!

Silvester zum Milleniums-Jahr 1999 auf 2000, als wir beide in IT-Unternehmen und Führungspositionen beschäftigt waren, war das erste Silvester, an dem wir zu zweit zuhause waren. Damals schon haben wir zusammen ein großes Menü gekocht und gegessen, sehr wenig Alkohol getrunken und waren damit jederzeit bereit, nach dem Prüfen der Systeme kurz nach dem Jahreswechsel von zuhause aus, in die Firmen zu fahren und auch die Mitarbeiter zusammenzutrommeln.
Aber wie fast überall gab es auch bei uns keine Probleme. Nur eine wirkliche Auswirkung gab es: Wir stellen fest, daß ein ruhiger Silvesterabend mit gutem Essen, (in den Jahren danach) Wein und Champagner auch seinen ganz besonderen Reiz hat.
Keine überfüllten Restaurants, schlechter Service, zu hohe Preise, schlechte oder "zu kleine" Buffets ... alles schon erlebt.
Und so blieben wir die meisten Folgejahre zu zweit daheim. So auch dieses Jahr.

Fondue Tisch

Wir beendeten 2010 essenstechnisch aber eher untypisch für uns mit dem typischen Silvester-Essen: einem Fondue. Ein Fondue-Set besitzen wir schon mal nicht. (Sind wir eigentlich der einzige deutsche Haushalt, der keines hat?) Aber das war schnell ausgeliehen.
Die Wahl fiel auf ein Fondue chinoise - also mit einer kräftigen Fleischbrühe. (Dann stinkt auch die Wohnung hinterher nicht nach Fett sondern duftet nur ein wenig nach guter Brühe.)
Dafür wird das Fleisch in dünne Scheiben geschnitten - bei uns Kalbs- und Rinderfilet vom Stadtmetzger per Hand.
Dazu gab es kleine Silberzwiebelchen, kleine Cornichons sowie Zucchini-Würfel und kleine Champignons zum Mitgaren sowie gutes Weißbrot und drei verschiedene selbstgemachte Saucen: Preiselbeer-Meerrettich, Avocado und Pseudo-Remoulade. (Alle drei werden noch verbloggt - die waren nämlich so gut, daß ich die Rezepte für mich auf jeden Fall festhalten muß.)

Fondue Fleisch

Uns hat es geschmeckt, sehr sogar. Auch zu zweit ist ein Fondue gemütlich, man quatscht, ißt, streitet sich um die Gabeln im Topf, ist aber doch schneller fertig, da man gleich drei davon gleichzeitig "in Arbeit" hat.
Zum Trinken gabs übrigens einen Cardellino Chardonnay von Elena Walch und zum Jahreswechsel und Anstoßen einen Bouvet Rosé Brut Cuveé von der Loire.

Mit diesem Bericht über unseren Jahreswechsel wünschen wir Euch allen ein wunderbares 2011!!!