Donnerstag, 5. Oktober 2017

#WMDEDGT - Ausgabe Oktober


Ich denke, so kurz vor 8 Uhr am Morgen, als ich mit dem Schreiben dieses Posts beginne, daß dies ein ganz langweiliger #WasMachstDuEigentlichDenGanzenTag-Eintrag wird, Homeoffice-Tag eben. Mal sehen.
(Hier gehts lang, zur Erklärung.)

6.05 Uhr klingelt mein Wecker, wie immer, 6.15 Uhr der Wecker des Herrn der Cucina, wie immer. Wir quatschen über den gestrigen Tag, da wir gestern abend beide spät heim kamen und dazu keine Gelegenheit mehr hatten. Außerdem die heutige Tagesplanung, dann um 6.30 Uhr aufstehen. Der Herr der Cucina verschwindet im Bad, ich mache Frühstück, da ich heute vormittag keine Termine habe. Währenddessen läuft Deutschlandfunk über das iPad. Milchkaffee, aufgebackene Semmeln, Butter, Honig, Marmelade, frisch gepresster Orangensaft (na gut, gestern frisch gepresst), für den Mann noch Joghurt mit frischen Him- und Heidelbeeren. Frühstück, während wir beide in unsere Wischphones starren. 
Die gestern aufgefrischten Sauerteige sowie der Sauerteigansatz für ein Brot wandern nochmal unter die Backofenlampe, sie blubbern noch nicht genug. 
Während der Mann sich verabschiedet, gehe ich noch im Schlafanzug an den Schreibtisch. Post von gestern öffnen, Belege von gestern scannen, bearbeiten, im Buchhaltungsordner abheften. Nebenbei läuft die Serenade op.41 für Flöte und Klavier von Ludwig van Beethoven. Die Karten für Deniz Yücel und Mesale Tolu wandern auf den Poststapel - inzwischen Karten 95 und 89. Ein Irrsinn, alles. Ich schreibe den ersten Teil dieses Blogeintrags, dann Bad und danach arbeiten ...

In der Mittagspause mache ich mir ein Rührei und Toast, stelle einen Kartoffeleintopf mit Spitzkohl und Speck auf den Herd und stelle einen Brotteig her. Außerdem telefoniere ich mich der Kfz-Versicherung. Mein neues Auto hat einen immensen Hagelschaden und wird bald fünf Tage lang ausgebeult. Da der Hagelschaden in Italien geschah, habe ich kein Recht auf einen Mietwagen während dieser Zeit. Wäre der Hagelschaden in Deutschland entstanden, hätte ich dieses Recht. Verträge. Du mußt es nicht verstehen. 

Zurück am Schreibtisch habe ich Probleme, wieder loszulegen, und rufe deshalb erst einmal das Patenmädel an, das heute ihren 25(!). Geburtstag feiert. 
Dann geht es aber weiter mit der Arbeit. Zwischendurch knete ich den Brotteig. Ich nehme Paketpost für die Nachbarn und mich entgegen. Arbeiten, d.h. telefonieren, Mails schreiben, Tabellen befüllen, Ablage. Brot in den Backofen schieben und rausholen. Außerdem arbeiten, d.h. wieder telefonieren, Mails schreiben, Tabellen befüllen, Ablage. 

Der Herr der Cucina kommt nach Hause. Wir wärmen den Eintopf, den ich heute mittag gekocht habe, auf und schneiden das frische Brot an. Nebenher laufen die Nachrichten. Er räumt die Spülmaschine aus, ich wieder ein, während er schon den Frühstückstisch deckt. 

Ich arbeite noch etwas, dann starten wir mit der 3. Staffel von Bosch und werden wohl gegen 22 Uhr ins Bett verschwinden ... denn der Wecker klingelt wieder um 6.05 Uhr ... siehe oben ...